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Vietnam

Montag, Juni 20th, 2011

Vietnam (26.05.-09.06.)

Hanoi (26.05.-28.05.)

26.05.
Vom ruhigen beschaulichen Laos ins Chaos von Hanoi. Bereits als wir mit dem Kleinbus vom Flughafen in die City fuhren, hatten wir genug von der Stadt. Der Verkehr hier war das bisher schlimmste auf unserer gesamten Reise. Vielleicht wird hier weniger aggressiv gefahren als auf Bali, aber die Massen, die sich hier über die Straßen quälen, sind einfach nur der Wahnsinn.

Unser Hotel war ganz gut, lag aber eigentlich über unseren Preisvorstellungen. Abends gingen wir los und wollten etwas zu Abend essen. Wir standen bestimmt eine Minute an der Straße die wir überqueren wollten, aber der Rollerverkehr ließ keine Lücke zum Überqueren zu. Wir änderten unsere Taktik und rückten Fußbreite um Fußbreite immer weiter auf die Straße und die angerasten Roller umfuhren uns ohne sich weiter an uns zu stören. Auf diese Weise erreichten wir die andere Straßenseite (dies war aber nur eine kleine Straße. Das wird noch heiter werden!).

27.05.
Da Isa noch etwas an die Toilette gefesselt war, ging Flo vormittags alleine los, um die Stadt zu erkunden. Tatsächlich war bei Tageslicht plötzlich alles nur noch halb so schlimm. Die Altstadt verfügt über schöne, etwas verfallene Gebäude aus der Kolonialzeit und Flo konnte sich diesem Charme nicht entziehen.

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Er hatte einen schönen Spaziergang in der Stadt und genoss seinen ersten vietnamesischen Kaffee (sehr stark und mit süßer Kondensmilch). Er lernte auf seinem Weg einen Malaysier kennen, Ruzman, mit dem er in einem Café noch einen sehr leckeren vietnamesischen Kaffee genoss. Die beiden verabredeten sich noch für den Abend um auf einen Markt zu gehen.
Wir beschlossen zum Krankenhaus zu gehen, da unsere Darmprobleme nicht wirklich aufhörten. Wir gingen zum nahe gelegenen deutsch-vietnamesischen Krankenhaus. Am Eingang kam uns ein Wachmann entgegen und wollte uns verscheuchen. Was denn ist los? Nach einer Weile konnten wir dann doch rein und liefen etwas verloren umher. Wir fragten bei weiteren Wachleuten nach, wo wir hin können, um einen Arzt zu sehen. Wir wurden nur blöd angeguckt. Es schien so, als könne niemand auch nur ein Wort englisch sprechen. Schließlich fanden wir eine Krankenschwester, die halbwegs verstehen konnte, was wir wollten und brachte uns zu einem Gebäude. An der Rezeption fragten wir nach einem Arzt, der englisch oder deutsch (im Reiseführer hieß es, dass hier noch viele deutsch sprechen konnten) sprechen kann. Wir wurden komisch angeguckt und dann irgendwie nicht mehr beachtet. Nach einer langen Zeit kam ein Krankenpfleger oder so, der ein paar Worte englisch sprechen konnte. Wir schilderten ihm unsere Situation mit Händen und Füßen, bis er scheinbar verstand. Irgendwie glaubten wir nicht, dass er wusste, was wir wollten. Trotzdem dirigierte er uns zu einem Bett und sagte, wir sollten uns setzen. Wir hakten nach, ob es hier einen Arzt gebe, der englisch oder deutsch sprechen kann. Er verneinte und wir gingen davon. Konnte doch wohl nicht wahr sein. Wenn sie einem was verkaufen wollten, konnten sie englisch sprechen. Aber hier im Krankenhaus hatte man das Gefühl als wäre englisch so etwas wie ein seltener afrikanischer Dialekt.
Wie ließen es erst mal dabei bewenden und wollten schauen, wie es sich in den nächsten Tagen entwickelt.

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Hier wird frischer Zuckerrohrsaft gepresst

Am Abend trafen wir uns mit Ruzmann und gingen auf den Markt, der leider nicht besonders gut war. Wir entschieden uns dann etwas trinken zu gehen und hatten einen schönen Abend.

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Wie kann das nur ohne Ampel funktionieren?

28.05.

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Das Highlight an diesem Tag war ein sehr leckeres Eis.

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Wir durchstreiften noch etwas die Stadt und das war´s dann auch.

Halong Bay (29.05.-30.05.)
Wir wollten uns mal wieder ein wenig Luxus gönnen und buchten uns eine Bootsfahrt in der Halong Bucht.

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Die Tour beinhaltete anderthalb Tage Bootsfahrt, eine Übernachtung auf dem Boot und ein paar Ausflüge, sowie natürlich jede Menge Essen. Leider hing in der Bucht ein wenig Nebel, sodass wir nicht alle 3000 kleinen Inseln sehen konnten 😉

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Wir genossen unsere Fahrt und besichtigten am ersten Tag eine riesige Höhle und machten eine Kajakfahrt.

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Am zweiten Tag besichtigten wir noch eine kleine Insel und gingen schwimmen. Den Rest der Zeit verbrachten wir mit Lesen und Entspannen.

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Gegen Mittag legte das Boot wieder an und wir fuhren zurück nach Hanoi, wo wir unseren Nachtbus nach Hue nehmen wollten.

Hue (31.05.-01.06.)
Die Nachtbusfahrt war der absolute Horror. Wir mussten ganz hinten im Bus liegen und uns mit drei weiteren Personen den Schlafplatz teilen. Mitten in der Nacht hielten wir dann plötzlich an einem Feld an. Der Motor ging aus und somit auch die Klimaanlage. Innerhalb kürzester Zeit wurde es unangenehm warm und es deutete nicht darauf hin, dass wir bald weiter fahren würden. Nach 2 Stunden kam schließlich ein Wagen mit dem nötigen Equipment um unsere Reifen zu wechseln. Gleich 2 Platte mussten ausgetauscht werden. Endlich ging dann auch wieder die Klimaanlage an und wir konnten weiter fahren. Am Ende wurde aus einer 14 stündigen Busfahrt eine 20 stündige. Wir waren völlig fertig und es reichte uns auch schon für diesen Tag. Am Abend gingen wir dann noch in eine extrem coole und winzige Bar und quatschen noch mit zwei Australiern und einem Franzosen.
Am nächsten Tag sahen wir uns die Ruinen der ehemaligen Kaiserstadt an.

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Es war erbärmlich heiß und dabei schien die Sonne noch nicht einmal voll. Vollkommen verschwitzt gönnten wir uns ein kaltes Wasser und Flo ein Eis. Was er noch nicht wusste, war, dass er sich ein Durianeis gekauft hatte. Diese Frucht ist auch als Stinkefrucht bekannt und den Namen hat sie nicht ohne Grund. Als Flo ins Eis biss hatte er einen Abfallgeschmack im Mund. Er konnte es zuerst nicht glauben und biss noch einmal ab. Schnell schmiss der das nach Abfall schmeckende Eis in einen Abfalleimer. Er kaufte sich ein Schokoeis und war schließlich den Geschmack wieder los. Aber auch nur kurz, denn er musste danach häufig Aufstoßen. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie ekelig es war…
Gegen Mittag nahmen wir dann den Bus nach Hoi An, unser großes Highlight in Vietnam.

Hoi An (01.06.-05.06.)
Lange hatten wir uns schon auf Hoi An gefreut und dass auch zurecht. Die Stadt ist einfach nur schön, nicht weit vom Strand entfernt und ein Paradies für Schlemmer und Shopper. Da wir beides sind, fühlten wir uns besonders wohl 🙂

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Wir stellten in den nächsten Tagen unsere Kreditkarte auf eine harte Probe und räumten unser Konto leer. Wir konnten einfach nicht wiederstehen und wollten es auch nicht. Wann hat man den sonst noch mal die Möglichkeit sich Klamotten günstig maßschneidern zu lassen? Wir schlugen so richtig zu und freuen uns schon darauf euch unseren neuen Kleiderschrank zu präsentieren.

Unseren Gaumen ließen wir uns besonders in einem Restaurant gut gehen. Dort bekamen wir die geilsten Muscheln (BBQ Scalloops) unseres Lebens. Innerhalb von 2 Tagen aßen wir das Gericht drei Mal. Wir durften sogar in der Küche beim Kochen zusehen und hoffen es nachkochen zu können.
Unser Frühstück genossen wir meistens bei Bo Bo. Dort gab es leckeren Mandarinensaft und guten Kaffee. Davon verstehen die Vietnamesen was! Die Zubereitungsart des Kaffee ist etwas anders und der Kaffee herrlich stark, mit einer schokoladigen Note. Wir haben uns das Zubehör gleich gekauft und freuen uns darauf euch den vietnamesischen Kaffeestyle zu kredenzen.

Die Tage in Hoi An gingen viel zu schnell vorbei. Ein paar Mal täglich gingen wir zum Schneider zur Anprobe und unterhielten uns mit den beiden freundlichen Mitarbeiterinnen. Sie erzählten uns viel über das Land und das Leben in Vietnam und über die Rolle der Frau.

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Den Rest der Zeit durchstreiften wir die Stadt und an den letzten beiden Tagen fuhren wir zum Strand. Dort relaxten wir genüsslich und gingen im perfekt temperierten Wasser schwimmen.

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Aber auch die schönste Zeit muss mal zu Ende gehen. Wir schickten noch zwei große Pakete mit Klamotten nach Hause (ihr wollte gar nicht wissen wie viele Kilos!). Dann ging es (leider) weiter.

Dalat (06.06-07.06.)
Eigentlich hatten wir uns einiges vorgenommen in Dalat, aber das Wetter machte uns einen kleinen Strich durch die Rechnung. Deswegen hingen wir fast die gesamte Zeit auf unserem Zimmer und haben nicht wirklich was gesehen.

Busfahrt nach Saigon (08.06.)
Wieder einmal „genossen“ wir eine lange Busfahrt. Es war kaum noch auszuhalten. Auch wenn die Busse komfortabel sind, wir hatten einfach genug und waren mehr als froh in Saigon angekommen zu sein.

Saigon (09.06)

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Einfach nur krass

Es ließ sich nicht mehr leugnen, wir waren reisemüde. Wir wollten einfach nicht mehr diese Busfahrten ertragen und wenn wir unser Programm durchziehen wollten, müssten wir noch über eine Woche damit klar kommen. Es ging nicht mehr. Das war kein Urlaub mehr. Wir mussten uns entscheiden: entweder kneifen wir die Arschbacken zusammen und versuchen noch so viel wie möglich mitzunehmen oder wir gönnen uns eine Woche Strandurlaub. Die Entscheidung fiel nicht schwer. Noch am gleichen Tag guckten wir nach Flügen nach Bangkok. Am späten Abend gab es noch die Möglichkeit mit Quatar zu fliegen und das auch noch günstig! Wir beschlossen spontan den Flug zu nehmen und gingen ins Büro buchen. Wenige Stunden später kamen wir in Bangkok an und legten uns am Airport schlafen.

Es ist zwar schade, dass wir das Land so überstürzt verließen, aber es war definitiv die richtige Entscheidung.