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Nordthailand

Samstag, Mai 21st, 2011

Nordthailand (11.05.-17.05.)

11.05. Chiang Mai

Die Reise war anstrengend gewesen und wir waren sehr kaputt, als wir unser Zimmer bezogen. Unser Halt in Kuala Lumpur war so richtig Scheiße gewesen. Flo hatte sein Portemonnaie verloren, wahrscheinlich im Flugzeug. Es dauerte eine Weile, bis er einen Hilfsbereiten Mitarbeiter von Air Asia gefunden hatte. Doch leider konnte das Portemonnaie nicht aufgefunden werden. Wir mussten also Flo´s Kreditkarten sperren lassen. Nach diesem Mist waren wir hellwach und gingen zu Macces. Irgendwann später schliefen wir dann eine Stunde auf dem harten gefliesten Boden, der uns relativ bequem vorkam (wahrscheinlich, weil wir so fertig waren). Der Flug nach Chiang Mai ging länger als wir dachten, aber auch das überstanden wir. Mit riesigem Hunger gingen wir dann ins Erstbeste Restaurant und liefen danach etwas in der Stadt herum. Aber wir waren zu kaputt um groß was zu machen und genossen stattdessen einen langen Mittagsschlaf.

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Nachdem wir auf einem Nachtmarkt essen waren, schlenderten wir noch in der Gegend herum. Als wir an einem secondhand Bücherladen hielten, spielte sich auf der anderen Seite der Straße eine krasse Scene ab. Eine Frau war mit einem Mann im Gerangel. Beide hielten eine Handtasche fest, die offensichtlich der Frau gehörte. Sie schrie und versuchte ihm die Tasche zu entreißen. Die Leute um sie herum guckten nur zu. Sie schrie immer weiter und rief um Hilfe. Plötzlich verpasste sie dem Kerl, der schon etwas älter war, einen harten rechten Schwinger. Flo lief auf die andere Seite der Straße um der Frau zu helfen. Es stellte sich aber heraus, dass die Frau dem Mann wohl Geld schuldete und einfach abhauen wollte. Sehr strange.

Bevor wir wieder aufs Zimmer gingen, hielten wir noch an einem kleinen Massagestand an der Straße und ließen uns eine halbstündige Fußmassage geben. Isa hatte Glück, ihr Masseur war professionell und hatte schon mehrere Jahre in Europa als Masseur gearbeitet. Die Frau die Flo massierte, hatte es wohl erst am Tag zuvor gelernt. Am nächsten Tag wollen wir in ein richtiges Massagestudio gehen.

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Auf dem Nachtmarkt

12.05. Massage

Wir hatten uns dafür entschieden, uns von Blinden massieren zu lassen. Im Reiseführer wurde dies besonders empfohlen. Eine Stunde lang wurden wir mit Öl massiert. Diesmal hatte Flo das Glück den besseren Masseur abbekommen zu haben. Besonders seine Ellenbogen-in-Rücken-Technik war der Oberhammer. Seit Sydney war Flo im Rücken und Nackenbereich komplett verspannt und nach der Massage schien es endlich besser zu werden.
Für die nächsten Tage buchten wir uns eine Thai-Kochkurs und einen Ausflug in den Elephant Nature Park.
Abends fanden wir eine nette kleine Bar, die Mojitos für 50 Baht (1,20 €) anboten. Wer kann da schon nein sagen 😉
Nach jeweils zwei Mojiti und für Flo noch etwas Bier, gingen wir ordentlich angesuselt in unser Hostel.

13.05. Kochkurs

Sechs Gerichte in Sechs Stunden. Es erwartete uns eine Koch-/Fressorgie. Zuerst fuhren wir zur Kochschule und wurden etwas in die hiesigen Gewürze eingeführt. Dann ging es los, unser erstes Gericht war eine Suppe mit Fleischklößchen. (Jedes Gericht wurde uns einmal vorgekocht und wir kochten es dann jeder einzeln nach). Hört sich jetzt nicht so thailändisch an, aber das Würzen mit Fischsoße und Korrianderwurzel machte den Unterschied!

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Das war schon mal ein richtig geiler Vorgeschmack. Es ging weiter mit dem Klassiker, Frühlingsrollen. Es folgte unser Highlight, Red Curry with Roasted Duck. Das aßen wir zusammen mit Strifried Chicken with Ginger.

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Es war einfach nur verdammt geil! Aber bereits jetzt konnten wir unsere Gerichte nicht mehr aufessen und es folgten noch zwei. Das nächste war nicht so gut, obwohl es schon cool war, da wir Chicken in einem Blatt (Pandanas) einwickeln müssten. Der Abschluss war dann Sticky Rice Mango, eines unserer liebsten Gerichte auf unserer Reise.

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14.05. Elefanten

Auf diesen Tag hatten wir uns schon sehr gefreut. Wir fuhren zu einem etwas außerhalb gelegenen Elefantenpark, der sich deutlich von den anderen in der Umgebung unterschied. Dort gab es kein Elefantenreiten oder eine Zirkusshow. Die Leiterin des Parks (Lek) hat etwas ganz anderes im Sinn. Ihr Anliegen ist es die Elefanten zu schützen und nicht für Arbeit zu missbrauchen. Später mehr dazu.
Als erstes durften wir Elefanten füttern. Es sind echt mal riesen Mengen die diese Viecher fressen können und mache werden ungehalten, wenn man ihnen nicht schnell genug das Essen reichte. Auf dem Speiseplan stand Kürbis, Wassermelone und Gurken. Flos Elefant war jedoch sehr wählerisch und schmiss die ihm gereichten Kürbisse einfach weg. Als Flo ihr daraufhin nichts mehr reichte, fing sie zu trompeten an. Aber die erzieherische Maßnahme wirkte.
Isa hatte es mit Faa Mai zu tun, einem 2 jährigen süßen Babyelefanten. So ein schnuckeliges Ding! Das füttern dauerte einige Zeit, da Isa alles für Faa Mai kleine machen musste.

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Als nächstes ging es mit dem Füttern weiterer Elefanten weiter, unter anderem einem blinden. Die Geschichte hinter diesem Elefanten ist besonders traurig.

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Sie war mal ein Arbeitselefant und musste an einem Berghang arbeiten, als sie ihr Kind bekam. Das Baby fiel dem Abhang herunter und starb. Daraufhin verweigerte sie das Arbeiten und wurde von ihrem Besitzer bestraft. Er stach ihr ein Auge blind. Als sie abermals ihren Dienst verweigerte, verlor sie durch die Brutalität ihres Besitzers auch ihr zweites Auge. Lek kaufte ihm den blinden Elefanten ab, der nun sein neues Leben, ohne Gewalt im Park verbringen kann. Die blinde Jokia wurde von einem anderen Elefanten adoptiert und die beiden sind unzertrennlich.
Wir waren inzwischen auch hungrig und aßen Mittag. Es gab ein riesiges Buffet und das Essen war einfach der Oberhammer.
Nach dem Essen ging es zum Fluß. Wir durften nun mit den Elefanten baden gehen.

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Das war ein riesiger Spaß! Mit Eimern schaufelten wir Wasser und bespritzen damit die Tiere. Es war schön und die Elefanten hatten ihren Spaß. Manchmal sogen sie Wasser in ihren Rüssel und Spritzten es über sich oder auch uns.
Nach dem Baden hatten wir noch Möglichkeiten Fotos von der Herde zu machen.

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Als nächstes sahen wir eine Dokumentation und es wurde uns erschreckend deutlich gezeigt, was Elefanten in Thailand erleiden mussten, besonders die Arbeitselefanten. Die Prozedur, die den eigenen Willen der Tiere brechen sollte, war die pure Folter, ein Akt der Grausamkeit, wie wir es nicht für möglich gehalten hatten. Nach diesem Film konnten wir verstehen, warum es Lek wichtig war, diesen Park für die Tiere einzurichten. Wir entschieden uns Pflegeeltern von Faa Mai zu werden um den Park finanziell zu unterstützen.

Es wurde uns bewusst, wie viele schwerbehinderte Elefanten hier lebten. Fast alle erlitten ihre Verletzungen bei der Arbeit. 2 von ihnen waren blind, drei hatten eine gebrochene und schlecht verheilte Hüfte, ein Elefant hatte einen verstümmelten Fuß, nachdem er auf eine Mine getreten war.

Dieser Tag hatte uns sehr bewegt und sollten wir wieder nach Thailand kommen, werden wieder den Park besuchen.

15.05. Lange Busfahrt nach Sukhothai

Es passierte nicht viel an diesem Tag. Wir hatten im Bus viel Zeit zum Lesen.

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16.05. Fahrradtour

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Unsere Unterkunft

Am Morgen liehen wir uns Fahrräder um das weitläufige Areal der Tempelanlagen zu erkunden. Es wurde hier viel restauriert und man konnte erahnen, wie es hier einst ausgesehen haben muss.

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Unsere Erkundungen wurden von einem etwas längeren Regen unterbrochen und wir machten uns erst nachmittags wieder auf den Weg. Wir fuhren noch eine Weile umher und gingen abends essen.

17.05. Lange Busfahrt nach Chiang Rai

Mehr gibt es wohl nicht zu sagen.

Thailand, das Fazit

Sonntag, April 11th, 2010

Thailand (10.03.2010 – 01.04.2010)

Etwas länger als drei Wochen waren wir nun in Thailand unterwegs und es wird Zeit unser Fazit zu ziehen. Wie mag jedoch unsere Beurteilung ausfallen… Welche vernichtende Kritik wird diesem Land wiederfahren… Oder sind wir doch dazu geneigt gnädig zu urteilen… Ja, auf jeden Fall. Das waren wirklich drei sehr schöne Wochen in denen wir viel gesehen haben.

Hier ein paar Highlights:

1. Das Essen

Jeden Tag begann unsere Suche nach neuen Geschmackserlebnissen. Unsere Unerschrockenheit und Experimentierfreudigkeit wurden stets belohnt. Unsere persönlichen Favorits sind: Gebratene Nudeln (die Besten gab es im Zug von Ratchaburi nach Prachuap Khiri Khan), Gebratener Reis, Sticky Reis Mango (Prachuap Khiri Khan), Coconut-Banana-Shake (Koh Tao), Massaman Curry (Koh Tao/ sehr scharf aber auch unendlich lecker), Nudelsuppe (Ratchaburi), Getränke mit Eis im Palstikbeutel (lässt sich viel besser als im To-go Becher tragen und sieht lässig aus)

k800_img_0087.JPG                    k800_img_9459.JPG                           k800_img_9786.JPGNudelsuppe                                Essensstände                                    Isa mit einem Coconut-Banana-Shake

2. Tauchen

Ein fantastisches Erlebnis! Fische, Wasser, gleiten, alles entspannt genießen!

3. Das Wetter

Auch wenn uns häufig der Schweiß übers Gesicht, Rücken, Beine, Arme, ganzer Körper rann, es ist einfach nur geil morgens aufzustehen und einen strahlend blauen Himmel zu sehen.

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Ohne Worte…

4. Die Leute

Besonders in den touristenfernen Regionen haben wir die Freundlichkeit der Menschen zu schätzen gelernt. So freut man sich über neugierige Blicke und ein freundliches scheues Lächeln als Fremder doch sehr.

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Verkäuferin wirft sich in Pose

5. Geld

Alles spottbillig. Was sollen wir anderes sagen, so macht Geldausgeben Spaß!

6. Viele nette Bekanntschaften

Als Backpacker ist man nie alleine und man freut sich doch schon sehr wenn man abends mal mit neuen Freunden ein Bier trinken gehen kann.

7. Nachtmarkt

An diesem Ort kommt man abends nach Sonnenuntergang zusammen. Unzählige Essenstände, ein Essen sieht geiler als das andere aus. Das werden wir mit Sicherheit vermissen.

Es gibt aber immer auch negatives zu berichten:

1. Aufdringlichkeiten

Man geht morgens aus dem Guesthouse um sich ein leckeres Frühstück zu suchen. Über zehn Straßen hinweg stürzen sich die Geier plötzlich auf einen: „Tuk Tuk! Taxi! Where are you going to? Tuk Tuk! Buy something! Tuk Tuk! Tuk Tuk!!!!” Das kann einem schon manchmal die gute Laune rauben.

2. Verarsche

Immer musst du auf der Hut sein. Jeder will dich hops nehmen und ein paar extra Scheine aus deinem Portemonnaie ergattern.

3. Die Luft

Vor allem in großen Städten (Bangkok) ist die Luft oft sehr beschissen. Überall stinkt es. Und das mit der Temperatur in Kombination…

4. Schmotz

Es muss ja nicht alles desinfiziert sein was ich anfassen will, aber ein bisschen sauberer wäre schon nett. Leider haben die Thailänder offenbar kein Umweltbewusstsein. Überall liegt Müll herum. Echt schade. Dabei ist das Land so schön!

5. Kein Käse

Wenn nicht bald ein vernünftiger Saint Albray auf unseremBrot liegt, verkaufen wir unsere Seelen an den Teufel!

Insgesamt hat sich unsere Zeit in Thailand sehr gelohnt. Hoffentlich geht es in Malaysia so weiter!

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Bye Thailand!

Hat Yai – Songkhla – Hat Yai

Sonntag, April 11th, 2010

Hat Yai – Songkhla – Hat Yai (30.03.2010 – 01.04.2010)

Unsere letzte Etappe in Thailand war wenig spektakulär und soll hier nur kurz beschrieben werden. Mit dem Bus ging es von Krabi Richtung Südosten, also wieder zur Ostküste zurück. In Hat Yai angekommen sprach uns eine Thailänderin an mit der wir schon zusammen im Bus gesessen haben. Auch sie wollte nach Songkhla und bot uns ihre Hilfe an. Ihr Name war Sea und sie konnte ein sehr gutes und verständliches Englisch sprechen. Das lag wohl daran, dass sie in London Anglistik studiert hatte. Sie zeigte sich sehr interessiert an uns und freute sich darüber, dass wir in ihre Heimatstadt kamen. Die kurze Fahrt im Minibus noch Songkhla unterhielten wir uns mit ihr. Ein bisschen Misstrauisch wurden wir jedoch, als sie uns sagte, dass sie unsere Fahrkarten mit bezahlen wolle. Bahnte sich da schon wieder böses an? Nein, sie war einfach nur nett und anscheinend stinkreich. Also dann: Vielen Dank Sea! In der Stadt angekommen hat uns eine freundliche Niederländerin an ein günstiges und wohl auch sehr gutes Hotel verwiesen. Die Angegebene Adresse fanden wir auch. Nur war es kein Hotel sondern ein Guesthouse und die Hausnummer nicht 14 sondern 12. Da wir aber nichts anderes fanden, schoben wir diese Abweichungen auf die allgemeinen thailändischen Ungenauigkeiten und zogen dort für zwei Tage ein. Das bereuten wir später ein wenig, da das Bett sowas von unbequem war; Wellenförmig durchgelegen und Steinhart. Außerdem waren wir echt blöd, wir hätten einfach nur ein Haus weiter gehen müssen und hätten das eigentlich gemeinte Hotel gefunden, unter der Hausnummer 14. Das sah auch viel schöner aus und war auch noch günstiger. Egal, unsere Vermieter waren sehr nett und wir hatten wieder free Wlan und Wäscheservice! Tja, was hat Songkhla zu bieten? Einen vermüllten Strand zum Beispiel. Erst am zweiten Tag entdeckten wir die kleine saubere Bucht, aber am nächsten Tag wollten wir ohnehin wieder abreisen. Was noch? Affen die so verwöhnt sind, dass sie außer frischen Mangos nicht mehr essen wollen. Eine frische Brise, sodass man sich mal entspannt in die Sonne legen konnte ohne einen Hitzschlag zu bekommen. Wunderschöne, riesig  Bäume wie aus Avatar. Einen fetten Partybus der nach Hat Yai fährt und genau den nahmen wir auch. Einen Tag wollten wir dort noch zum letzten günstigen shoppen in Thailand nutzen. Leider zu viel Markengepansche. Am nächsten Morgen ging unser Zug schon sehr früh. Auf Wiedersehen Thailand!

Krabi

Sonntag, April 4th, 2010

Krabi (26.03  – 29.03)

Früh am Morgen stiegen wir auf den Katamaran welcher uns von Koh Tao nach Koh Samui bringen sollte. Es war als würde man eine Gefriertruhe aufmachen und sich hineinlegen. Die Klimaanlage gab sich wirklich alle Mühe uns schön blau und hart zu machen und wir Idioten platzieren uns genau unter einer. Wir hatten jedoch Glück und mussten uns die Zehen nicht entfernen lassen. Auf Koh Samui wurden wir von den Mitarbeitern der Fähre aufmerksam zu unserem nächsten Vehikel gebracht. Die Reise schien gut organisiert zu sein (da wir uns mal eine stressfreie Reise gönnen wollten und in Eigenregie nur wenig günstiger davongekommen wären, haben wir eine komplette Tour gebucht bis zu unserem Bestimmungsort Krabi). Dann fing das Chaos aber an. Von dem einen Bus wurden wir in den nächsten geschoben und wir fragten uns: Warum überhaupt in einen Bus steigen? Wir wollen doch nicht auf Koh Samui bleiben, sondern aufs Festland übersetzen. Wie sich herausstellte gab es noch einen anderen Hafen auf der Insel. Dort fuhr unsere Fähre. Wie jedes Mal wenn wir in einen Wagen in Thailand steigen, gerieten wir auch dieses Mal wieder an einen Hobby Formel 1 Fahrer/ Kamikaze-Fahrer. „Mein Wagen hat Raketenantrieb, deswegen kann ich 20 Meter Fahrzeuglücken im Gegenverkehr nutzen um zu überholen!“ Wie ihr an diesem Eintrag erkennen könnt leben wir noch, manchmal wachen wir jedoch nachts Schweißgebadet auf… Das liegt an der Hitze, an das Verkehrsverhalten haben wir uns gewöhnt. Jedenfalls brachte uns der Wagen zum anderen Anleger. Dort hielten wir plötzlich an. Unser Fahrer ließ uns den Namen einer Reisegesellschaft mehrfach wiederholen. Als er damit zufrieden war warf er uns aus dem Wagen, deutete in eine Richtung in die wir gehen sollten, startete die Einspritzpumpe seines Wagens welche in Sekundenschnelle Literweise Kerosin in die Turbine leitete und weg war er (so oder ähnlich hat es sich zugetragen). Nun standen wir da und hatten nur eine grobe Ahnung… kaum Ahnung… eigentlich keine Ahnung was wir nun machen sollten. Wir gingen auf einen Bus der vom Fahrer beschriebenen Reisegesellschaft zu und sagten dem Fahrer wo wir hin sollten. Er deutet in die entgegengesetzte Richtung. Okay, wir kehrten um und hielten Ausschau nach dem Büro der Gesellschaft deren Namen wir zuvor geübt hatten. „Tuk Tuk!“ rief man uns entgegen. Wir wehrten den Ansturm sofort wieder ab. Die Tuk Tuk Fahrer ließen aber nicht locker und wollten unser Ziel erfahren. Wir sagten es ihnen. Uns wurde nun ein Weg beschrieben, der uns tiefer in die Stadt bringen sollte. Hm… Wir gingen weiter. Unser Unwohlsein wurde immer stärker. Wo zum Teufel schicken uns die Leute hin? Nach nochmaligen Nachfragen bei weiteren Personen fanden wir schließlich unser Ziel. Wir sollten wieder umkehren und zum Bus am Pier zurückgehen, der soll uns nach Krabi bringen. Toll, dann wieder zurück. Endlich fühlte man sich dort für uns zuständig und wir konnten bald einsteigen. Mit der Autofähre ging es dann wieder zum Festland. Puh, das war geschafft. Mit dem Bus ging es dann nach Surat Thani, dort sollten wir nochmal umsteigen und saßen schließlich im Bus nach Krabi. Unser Plan von einer stressfreien Reise ist nicht wirklich aufgegangen, aber wenigstens sind wir irgendwann auch in Krabi angekommen und sogar in unserem favorisierten Guesthouse untergekommen. Mit im Preis war der freie W-LAN Zugang (das wurde ausgiebig genutzt!).

Nächster Tag, schön ausgeschlafen. Unser Reiseführer hielt einen guten Tipp fürs Frühstück bereit. Ein netter Coffee Shop (Isa: mit schlechtem Kaffee) mit freundlichen Servicekräften einer guten (Isa: großen) Auswahl an Kaffeegetränken sowie einem breit gefächertes Angebot an Speisen erwartete uns. Und was bestellt sich Isa, Haferschleim! Trotzdem/ deswegen war das Frühstück gut und wir fühlten an diesem Morgen ein kleines Stück Heimat wieder. Leider mussten wir zu unserem Verdruss feststellen, das Krabi über keinen Strand verfügt. Aber auch wenn das Wasser hier ist eine braune Brühe mit… interessantem Geruch, da hätte man sich nicht hinlegen wollen. Wir machten also einen Spaziergang und wollten Richtung Hafen. Wir verliefen uns und irrten durch die Pampa. Zum Glück hatten wir einen Kompass (Vielen Dank ans FuK-Team!) dabei, der uns dabei half wieder zurück in die Zivilisation zu finden. Die Hitze war mörderisch und wir holten uns einen Mangoshake. Das Einzige was man ihm zugestehen musste war, dass er kalt war. Der erste Shake den wir nicht austrinken wollen/ konnten. Nach ein paar Stunden in der heißen Sonne war unser Spaziergang beendet und wir gingen zurück ins Guesthouse. Am Abend zog es uns dann zum Nachtmarkt. Eine breite Auswahl an Speisen und anderen Sachen wurden feilgeboten. Isa guckte sich alles an, alles! Trotzdem/ deswegen war es ein schöner Abend mit viel neuem, leckeren Essen. Den nächsten Tag verbrachten wir ziemlich gammelig. Abends waren wir wieder auf dem Nachtmarkt. Isa kaufte sich ein… irgendwas zwischen Täschchen und Portemonnaie. Flo kaufte sich ein handgefertigtes braunes Lederportemonnaie für 5 €.

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Pancake-Mobil auf dem Nachtmarkt

Der nächste Tag fing mal wieder früh an. Wir hatten uns eine Tour gebucht, die James Bond Tour, Badabäääämm! Mit einem Minibus fuhren wir erst mal 2 Stunden nordwärts. An einem kleinen Steg wurden wir von unserer Tourguide in Empfang genommen. Wir befanden uns in einer Bucht äh Flussmündung äh Fjord… keine Ahnung, auf jeden Fall war da viel Wasser

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Isa und Flo auf dem Boot

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Floating Village und krasser Brocken

Mit einem verdammt lautstarken Longtail führen wir den Fluss/ Fjord/ Bucht hinauf und hielten kurz in Sichtweite der Floating Village. Die Stadt wurde vor über 200 Jahren in den Fluss/ Fjord/ Bucht gebaut, wie uns erklärt wurde. Später wollten wir dort Mittagessen, aber erst mal weiter. Dann kam er endlich, der James Bond Felsen. Für alle die nicht jeden Bond Film bereits 20 mal gesehen haben diese kurze Erklärung. Dieser Felsen und die direkt daneben liegende Insel waren Schauplätze für den Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“, mit Roger Moore als Bond. Von Plakaten her kannten wir den Felsen schon. Aber wie es immer so ist, in Wirklichkeit ist alles viel kleiner und unspektakulärer.

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Der Hulk mit dem James Bond Felsen

Das spannende an der Insel waren die Höhlen mit ihren Fledermäusen.

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Isa in der Fledermaushöhle

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Spiderflow

Dann ging es mit dem Boot weiter. Die Landschaft hier ist echt mal genial. Das Wasser ist gesäumt von vielen steil aufragenden Klippen. In der Floating Village gab es ein schönes Mahl mit Reis, Cashewnüssen, Gemüse und frittierten Shrimps. Dann hatten wir noch Zeit uns die Stadt etwas anzusehen.

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Steg in der Floating Village

Was wir erblickten waren allerdings nur eine Aneinanderreihung von Verkaufsständen für Touristen. Mit Isa´s Verhandlungsgeschick konnte Flo sich ein Backgammon/Schachspiel relativ günstig erstehen. Als wir so durch die Gassen gingen sprachen uns immer wieder Leute an die etwas verkaufen wollten. Andere gingen etwas direkter zu Werke und Zack hatte Isa einen Babyaffen auf dem Arm. Seine (laut Isa) matschigen Hände umschlangen Isa ängstlich. Der Anblick war allerdings sehr putzig wie er da so hing mit seinem Windelpopo und dem Schwanz der herausragte. Die Frau fing an uns zu bedrängen: „Take a picture! Take a picture!“ Wann immer dich jemand drängt, hat es immer Folgen für deinen Geldbeutel. Also schnell das Affenbaby zurück und weiterziehen. Wie sich herausstellte hat einer aus unserer Reisegruppe ein Foto mit einem Affen machen lassen und sollte 200 Baht zahlen (5€!). Mit dem Boot ging es dann wieder zurück zu unserem Wagen der uns zum Affentempel brachte. Der Tempel ist in eine riesige Höhle errichtet worden in der ein großer liegen Buddha ist.

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Liegender Buddha im Affentempel

An einem kleinen Verkaufsstand konnte man sich Minibananen kaufen, die man dann an die Affen verfüttern konnte. Ein wirklich lustiges Schauspiel!

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Frecher kleiner Affe

Kaum hatte jemand ein paar Bananen in der Hand, da stürmten schon die ersten Affen auf sie zu. Dabei hatten sie keinerlei Scheu den Leuten auf die Schultern zu springen. So hingen teilweise vier Affen an einer Person, die mit ihren kleinen (matschigen) Händen nach den Bananen griffen. Unsere letzte Station an diesem Tag war ein Wasserfall. Über eine schmale lange Treppe gelangten wir zum Bassin in der das Wasser plätscherte. Ein wunderschöner Ausblick!

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Der Wasserfall

In weiser Voraussicht hatten sich einige Leute Badeklamotten mit genommen und stürzten sich ins erfrischende Wasser. Isa war mit dabei und konnte sich unter den kühlen Strom des Wasserfalls stellen. In dem Becken schwammen viele kleine Fischis die, wenn man still hielt, sich gierig daran machten Füße und Beine von Hautschuppen zu befreien. In Bangkok musste man für so eine Behandlung tief in die Tasche greifen. Isa genoss es umsonst. Auf unserer Rückfahrt wurden wir Zeuge eines fetten Wolkenbruchs. Wenn es hier regnet, dann richtig! Die Tour bildete einen gelungenen Abschluss für unseren Aufenthalt in Krabi.

Koh Tao, in der Chalok Bucht

Dienstag, März 30th, 2010

Chalok Bucht (23.03. – 25.03.)

Da die Tauchtage doch sehr anstrengend waren und der Trubel auf unserem Strand sehr groß war, haben wir uns dazu entschlossen noch ein paar Tage etwas abseits der Massen zu verbringen. Aber wo hin? Der Reiseführer konnte uns dabei nur bedingt weiter helfen. Wir mussten die Inseln und die verschiedenen Buchten also selbst erkunden. Flo´s große Stunde war gekommen. Die unzähligen Stunden und das massig ausgegebene Geld zur Erlangung des Führerscheins sollten endlich ihren Nutzen finden, denn wir planten die Insel mithilfe eines geliehenen Rollers zu erkunden. Am Verleih angekommen wartete Flo auf seine große Stunde. Der Führerschein griffbereit um ihn sofort jedem mit Stolz vorzeigen zu können! Der mit viel Schweiß und Fleiß erlangte Lappen wartete darauf endlich Tageslicht zu sehen um einer Überprüfung die Stirn zu bieten. Der Moment war nahe und näher und… Nicht da. In Wirklichkeit hatte Flo ihn in unserem Zimmer vergessen, aber das tat auch nichts zur Sache, denn keine Sau hat es interessiert ob er berechtigt ist dieses Gefährt überhaupt zu fahren. Solange das Cash stimmt ist alles egal. So konnten wir auch etliche Kinder (ungelogen höchstens 13 Jahre alt) beobachten wie sie mit 40 Sachen über die enge Promenade heizten. Nach einer kurzen Einweisung in die Bedienung des Gefährtes ging es los. Erst mal zur Tanke. Dort wurde uns von einem um unser Wohl bemühtem Tankwart empfohlen den Tank voll zu machen. Als wir den Roller am Abend wieder abgaben stand die Nadel immer noch auf Voll, obwohl wir die ganze Insel abgefahren sind. Und schon wieder verarscht worden. Aber nicht so schlimm, die Tankfüllung hat uns 2 € gekostet. Nach ein paar anfänglichen Wacklern und der langsamen gedanklichen Umstellung von Rechts- auf Linksverkehr sind wir dann zügig über die Insel geflitzt. Bereits in unserer zweiten Bucht haben wir unseren nächsten Aufenthaltsort gefunden. Wir blickten auf eine wunderschöne Bucht mit einem weißen Sandstrand.

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Die Bucht Chalok

Das wichtigste aber: Kaum Leute zu sehen. In dieser Abgeschiedenheit wollten wir die letzten drei Tage auf Koh Tao verbringen. Das Tropicana Resort, in dem wir untergebracht waren, ist eine wunderschön gepflegte Anlage mit vielen Palmen und Grünflächen, sauberen und gemütlichen Bungalows, mit einem guten Blick auf die Bucht.

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Der Blick von unserem Bungalow

Das Personal konnte super Englisch sprechen und wir fühlten uns wohl umsorgt und gut aufgehoben. Bevor wir jedoch eincheckten, wollten wir mit dem Roller noch etwas rumfahren und die Insel erkunden. Wir hatten im Reiseführer von wunderschönen abgeschiedenen Stränden auf der anderen Seite der Insel gelesen. Leider gab es da ein paar Probleme. Diese Orte sind nicht so gut an die Infrastruktur angeschlossen. Gutgläubig wie wir waren, versuchten wir es trotzdem. Solange die Straße asphaltiert war ging auch alles noch gut, auch wenn die zu überwindenden Steigungen den Motor doch zum Wimmern brachten. Plötzlich war jedoch schluss mit lustig, denn die Straße wurde zu einem Weg, der Asphalt zu Schotter und die Steigung ≥ 90°. Wir hielten an. Zwei mutige junge Burschen fuhren mit ihren Motocrossmaschinen an uns vorbei. Okay, wenn wir vorsichtig fahren, können wir es auch schaffen. Eine Biegung weiter sahen wir die beiden wieder stehen. Der eine hatte sich offenbar langgelegt und versuchte ohne selbst dabei zu stürzen, seine Maschine wieder aufzurichten. „Very Dangerous!“ rief uns der eine zu. Okay, das lassen wir wohl besser sein. Auch versuche die hohen Berge auf Koh Tao an anderer Stelle zu überqueren scheiterten kläglich an denselben Gründen. Schade! Den Rest des Tages chillten wir am Strand und ließen uns Abends mit einem Jeep zu unserer Unterkunft fahren.

Den nächsten Tag gingen wir sehr geruhsam an. Gemütlich in einer Hängematte schaukelnd lasen wir ein wenig und gaben uns unserer Trägheit bedingungslos hin. Am Nachmittag rafften wir uns schließlich auf um am Strand weiter zu chillen. Dort angekommen waren wir jedoch sehr enttäuscht. Die Ebbe hatte eingesetzt und der gestern noch wunderschöne Strand enthüllte seine Schattenseiten. Schlammiger Sand wo vorher noch blaues Wasser war. Da hatten wir keine Lust zu liegen und beschlossen etwas am Wasser entlang zu spazieren, doch auch das war nicht so schön, da das Wasser nicht so klar war wie an unserem ersten Strand. Darum beschlossen wir am nächsten Tag ein Kajak zu mieten und in eine andere Bucht zu paddeln. Am Abend entdeckten wir einen coolen Reggaeschuppen. Dort ließen wir uns nieder und bestellten uns Pizza und Alster („ 1 Beer, 1 Sprite and a Glas please“). Stellt euch Bob Marley als Thai vor und ihr wisst wen wir hinterm Tresen stehen sahen. Allerdings auch nicht so lange, da wir plötzlich gar nichts mehr sahen. Kaum hatten wir das erste Pizzastück im Mund, da viel auf der ganzen Insel der Strom aus. Etwa ne halbe Stunde dauerte dies noch an und wiederholte sich am folgenden Tag nochmal.

Nach einem ausführlichen Aufenthalt im Internetcafe (um euch mit neuesten Bildern und Texten zu versorgen) gingen wir zum Strand und mieteten wie geplant ein Kajak. Wir um paddelten große Felsen und gelangten in die nächste Bucht, welche leider nur einen Privatstrand hatte.

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Hier sind wir einmal rum gepaddelt

Also beschlossen wir umzukehren. Plötzlich rief Isa aus: „Ein Hai!“ Flo blickte sich um, konnte aber leider nichts erkennen. Nur 4 Meter soll er von uns entfernt gewesen sein und seine Rückenflosse war nur kurz über der Wasseroberfläche zu sehen. Wir warteten noch einige Minuten, er tauchte aber nicht mehr auf. Also paddelten wir zu einem kleinen Strand an dem wir uns niederließen, lasen, schliefen und entspannten. Erst als die Sonne schon beträchtlich tief stand, sind wir zurück gepaddelt. In dem resorteigenen Restaurant haben wir dann ein mäßiges Abendessen zu uns genommen. Was sie aber drauf haben sind Coconut-Banana-Shakes. Dem Himmel sein Dank!

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So geht die Sonne in Thailand unter