Archive for the ‘Neuseeland’ Category

Canterbury II

Dienstag, Mai 17th, 2011

Canterbury II (08.05.-10.05.)

08.05. Christchurch

Als wir in die Stadt hineinfuhren, konnten wir noch kaum die Schäden des Erbebenes ausmachen. Doch je länger wir fuhren, desto mehr sahen wir die notdürftig geflickten Häuser. Nahe unserem Hostel gab es das traurige Bild einer völlig zerstörten Kirche.
Wir checkten in unser Zimmer ein und brachten als nächstes unseren Leihwagen zurück. Wir hatten auf unserer Reise einige kleinere Steinschläge auf unserer Scheibe abgekriegt und hofften, dass wir nicht dafür bezahlen mussten. Der Mann der den Wagen abnahm war zum Glück nicht besonders Pflichtbewusst und alles ging glatt.

Wir spazierten zum Hostel zurück und konnten dabei nun deutlich erkennen, wir sehr die Stadt vom Erdbeben mitgenommen wurde. Die Innenstadt soll noch für eine Jahr komplett geschlossen bleiben! Eigentlich hatten wir erwartet überall Aufräumarbeiten zu sehen, doch in der Innenstadt sah alles wie ausgestorben aus. Durch die Schaufenster konnte man noch immer die durch den Laden geflogenen Waren sehen. Alles sah so aus, als wäre es erst gestern passiert. Bevor hier wieder Leben einkehrt, wird wohl noch eine Lange Zeit vergehen.
Apropos Erdbeben, als wir in unserem Zimmer saßen, spürten wir plötzlich wie es ganz leicht schuckelte. Es war nur ein sehr kleines Beben, diesmal…

 

09.05.

Mitten in der Nacht wachten wir auf. Das Bett wackelte, aber es war zu stark, als dass es einer von uns beiden beim Umdrehen gewesen sein könnte. Sofort waren wir hellwach. Wir wurden ordentlich durchgeschüttelt und das Beben hielt diesmal lange an! Das war gruselig! Das Einschlafen fiel uns danach echt schwer.

Am nächsten Tag unternahmen wir einen Spaziergang in die Stadt und fanden einen deutschen Bratwurststand. Da wir vom Frühstück noch voll waren, kauften wir uns nichts, wollten aber später wieder kommen.
Mhhm, lecker Bratwurst! Es war schön, endlich mal wieder was Ordentliches vom Grill zu bekommen und der Deutsche der den Stand betrieb war sehr nett und wir unterhielten uns eine ganze Weile. Wir erfuhren von ihm, dass das Beben in der Nacht bei 5,3 lag, aber in 20 Kilometern Tiefe war und deswegen nicht so stark wahrgenommen werden konnte.
Abends unterhielten wir uns noch mit ein paar Deutschen, einer Belgierin und einem Italiener und gingen später als gewohnt ins Bett, unsere letzte Nacht in Neuseeland.

 

10.05.

Am Morgen gingen wir noch zur Post und schickten noch ein großes Packet mit unseren Wintersachen nach Hause. Danach gingen wir noch einmal zum Bratwurststand und wünschten dem Deutschen alles Gute. Er schenkte uns noch eine leckere Wurst, die wir später im Flieger aßen.

Schnell war die Zeit hier vergangen. Vor uns lag nun ein elend langer Trip nach Chiang Mai.

Marlborough und Nelsen II

Montag, Mai 9th, 2011

Marlborough und Nelsen II (06.05.-07.05.)

06.05. Kaikoura

Ein ekliges Wetter erwartete uns in Kaikoura, es war nass und kalt. Wir wurden etwas unschlüssig, was wir hier machen sollten. Der eigentliche Plan war irgendetwas in Richtung Whale Watching oder Delfin-schwimmen. Eigentlich wollten wir alles andere als mit einem Boot auf See zu fahren oder gar ins Wasser zu hüpfen, aber wann und wo, wenn nicht jetzt und hier? Wir entschieden uns das Delfin-schwimmen am nächsten Tag zu machen und gingen danach in einem Imbiss etwas essen. Es war erstaunlich gut.
Der Rest war nur Regen und Kälte.

07.05.

Wir mussten verdammt früh hoch, da unsere Tour bereits um 8:30 Uhr los ging. Es waren erstaunlich viele Leute die das Schwimmen machen würden und wir wurden mit dicken Neoprenanzügen ausgerüstet. Nach einem kleinen Film, der als Einführung diente ging es auch schon los. Wir fuhren zu Schiff, stiegen ein und zack ging es auch schon raus auf See.

img_5776.JPG
Vorfreude auf das kalte Wasser

Auf unserem Weg sahen wir jede Menge Albatrosse, was uns die Geldverschwendung im Royal Albatross Centre nochmals vor Augen führte. Es war echt cool! Dann ging alles auf einmal sehr schnell. Wir hatten eine Gruppe von Delfinen gefunden und zogen uns hastig alle unsere Schwimmsachen an. Dann konnten wir am Ende des Bootes Platz nehmen und bestaunten was um uns herum passierte. Wir hätten vielleicht mit 20 oder 30 Delfinen gerechnet, aber um uns herum tummelten sich ca. 400! Wir waren überwältigt.

img_5784.JPG

Das Horn ertönte zum Zeichen, dass wir in Wasser konnten. Trotz des Anzuges war es ein Schock in 13° kalte Wasser zu gleiten und anfangs viel uns das Atmen schwer. Doch dann waren wir plötzlich in einer anderen Welt und konnten nicht glauben, was wir durch unsere Masken sahen. Delfine, so nahe und so verdammt viele! Wir erinnerten uns an die Techniken, die wir einsetzen mussten, um die Aufmerksamkeit der Tiere zu bekommen. 1. Blöde Geräusche machen. Gut dass wir vom Affen abstammen, eine unserer leichtesten Übungen. 2. Blickkontakt herstellen und sich im Kreis drehen. Die Delfine gehen manchmal drauf ein und umkreisen dich dann. Das funktionierte richtig gut und wir konnten kaum glauben wie die Tiere auf uns eingingen und vor Allem uns in die Augen schauten. Ein magischer Moment, das können wir euch sagen!
3. Runter tauchen. Das klappte überhaupt nicht. Unser Anzug hatte einfach zu viel Auftrieb.
Es waren beeindruckende Momente. Mal schwamm einer direkt auf dich zu, um erst im letzten Moment auszuweichen, mal schwamm eine große Gruppe nahe und verspielt unter und neben dir vorbei…

img_5785.JPG   img_5799.JPG

Wir verbrachten eine lange Zeit im Wasser, bis plötzlich alle Delfine in Bewegung kamen und davon schwammen. Flo war noch im Wasser, als die gesamte Gruppe in einem Affenzahn an im vorbeischwamm. Wir stiegen alle wieder aufs Boot und fuhren den Delfinen nach und durften dann wieder ins Wasser. Wir hatten jedoch genug. Es war arschkalt und Isa war schlecht. Außerdem konnte es nicht mehr besser werden, was wir da eben erlebten. Wir zogen uns schnell trockene Sachen an und dann ging das große Kotzen los. Auch Isa musste, von den anderen angesteckt, würgen und lerne einen der bereitgestellten Eimer näher kennen. Doch das konnte uns den Tag nicht mehr trüben.

Mit einem der schönsten Erlebnisse dieser Reise verabschiedeten wir uns von Neuseeland und fuhren unserer letzten Station, Christchurch entgegen.

Canterbury

Montag, Mai 9th, 2011

Canterbury (05.05.)

05.05. Lake Tekapo

Gut das man der Wettervorhersage nicht trauen kann. Statt Wolken und Regen erwartete uns herrlicher Sonnenschein am Lake Tekapo. Wir machten eine längere Wanderung dessen erste Etappe uns auf den Mount John führte. Oben auf dem Berg waren mehrere Observatorien einer Universität, sowie ein Kaffee mit einer tollen 360° Aussicht!

img_5769.JPG    img_5764.JPG

Wir genossen dort Kaffee bzw. Tee und Muffin und erfreuten uns an der Sonne und dem Ausblick. Dann ging unsere Wanderung weiter in dieser herrlichen Landschaft.

img_5770.JPG   img_5771.JPG

Es war ein toller Herbstspaziergang den wir sehr genossen! Danach ging es mit dem Auto wieder in Richtung Küste, dem schlechten Wetter entgegen.

Otago II

Sonntag, Mai 8th, 2011

Otago II (02.05.-04.05.)

02.05. Catlins – Dunedin

img_5712.JPG

Den Morgen begannen wir mit einem Spaziergang zu einem Wasserfall. Glücklicherweise war es mal wieder ein cooles Exemplar. Wir sind schon echt verwöhnt…
Unser zweiter Stopp war ein kurzer Walk durch einen alten Eisenbahntunnel, in dem es trotz Taschenlampe mit neuen Batterien Stockfinster und gruselig war.

img_5715.JPG

Zu allem Überfluss fanden wir dann auch noch einen Schädel im Tunnel. Es war zum Glück kein menschlicher oder die Person war ziemlich deformiert zur Welt gekommen.
Unsere letzte Station in den Catlins war Nugget Point eine wunderbar felsige Küstenlandschaft mit herrlich gelegenem Leuchtturm.

img_5721.JPG   img_5730.JPG

Wir mussten hier an die Zwölf Apostel in Australien denken und wie viel cooler es hier doch war.
Von den Catlins nahmen wir Kurs auf Dunedin.

img_5743.JPG
Der schicke Bahnhof

Dort buchten wir für den nächsten Tag eine Albatrosstour und sahen uns danach noch etwas die City an. In einer netten Bar gönnten wir uns ein Organic Beer, was ziemlich gut war. Prost!
Unseren Campingplatz fanden wir nur mit Mühe und dank der Hilfe eines netten Neuseeländers.

03.05. Dunedin und Otago Peninsula

Die pure Geldverschwendung! Das war leider unser Urteil über das Royal Albatross Centre. Wir hatten wirklich viel erwartet, immerhin sollten wir die größten fliegenden Vögel der Welt sehen, mit einer Durchschnittsspannweite der Flügel von 3 Metern. Stattdessen sahen wir nur 2/1/4 Jungvögel, die etwas Mickrig aussahen. Die $80 hätten wir auch sinnvoller anlegen können (z.B. Bier und Kaffee). Egal, es sollte danach besser werden. Wir gingen zum Godfather des Kaffees in Dunedin. Ein extrem kleiner Laden, der neben Kaffeeverkauf auch noch eine Rösterei betrieb und damit etliche Kaffees der Stadt belieferte. Bis auf den Milchschaum, der uns auf den Cappuccino geschaufelt wurde, war der Kaffee auch ganz gut und unsere Laune besserte sich, trotz des schlechten Wetters.

04.05. Oamaru

Früh morgens sind wir in Oamaru angekommen. Wir frühstückten in unserem Wagen in der Stadt und fuhren danach zu einer Whisky Company. Es war zwar noch früh am Morgen, aber wir wollten eine Tour samt Verkostung machen. Leider stellte sich heraus, dass beides dort nicht mehr möglich war. Bereits vor zwei Jahren hatte die Company dicht gemacht. Gut recherchiert Lonely Planet! Also kein Saufgelage 🙁
Wir gingen also in der Stadt spazieren, die eine wirklich interessante Geschichte hat. 1880 war die Stadt genauso groß wie Los Angeles der damaligen Zeit und verfügte über prächtige Bauten, die auch heute noch stehen. Aus Los Angeles wurde eine Weltstadt und Oamaru… Tja, es verkam zu einem Kaff. So kann es gehen.

Den Mittag und Nachmittag verbrachten wir dann in einem Kaffee, da uns das schlechte Wetter etwas einschränkte. Erst kurz vor Sonnenuntergang machten wir uns wieder auf, da wir zum Strand wollten um Pinguine zu beobachten. Yellow-eyed um genau zu sein. Fast eine Stunde verbrachten wir dort und wollten schon gehen, als Isa schließlich den ersten Pinguin aus dem Wasser stapfen sah. Es war echt cool! Er ließ sich von den Wellen auf den Strand spülen und stand dann auf und watschelte den Strand hoch. Wir konnten das Gleiche noch bei zwei weiteren Pinguinen beobachten. Sehr putzige Gestalten. Als dann nichts mehr kam, sind wir gegangen.
Wir wollten noch lange fahren, um am nächsten Tag noch etwas gutes Wetter in den Bergen abzubekommen.

Southland

Sonntag, Mai 8th, 2011

Southland (30.04-01.05.)

30.04. Milford Sound

img_5585.JPG

Wie geplant kamen wir vormittags bereits in Milford Sound an. Die Strecke die wir gefahren sind war sehr schön und vor Allem wegen seiner Berglandschaften extrem Spektakulär.
Etwas gruselig wurde es, als wir einen Berg per Tunnel, der nicht besonders vertrauenserweckend aussah, durchquerten. Die Fahrbahnbreite ließ uns wünschen, dass uns nichts größeres als ein Golf entgegenkommen wird.

img_5693.JPG

In Milford Sound, dass nur aus Hafen, Cafe und einer Lodge besteht, buchten wir uns eine Bootstour. Dank Isa sparten wir $92, da sie einen Gutschein in unseren Unterlagen von unserer Autovermietung entdeckte 🙂

img_5586.JPG   img_5591.JPG

Unsere Bootstour ging über 2 Stunden auf dem Milford Sound, der eigentlich ein Fjord ist. Als man es entdeckte, war jedoch die Namengebung in diesem Gebiet abgeschlossen. Man entschied sich gegen die Umbenennung all der Buchten und Sounds in Fjorde und nannte die gesamte Gegend stattdessen Fiordland. Blöd nur, dass die Neuseeländer nicht wissen wie man Fjord schreibt…
Unsere Fahrt war sehr schön! Die Besatzung gab sich Mühe uns alles Wissenswerte über den Milford Sound zu erzählen und es war wirklich interessant. Z.B.: Wie entsteht eigentlich ein Fjord? Wisst ihr es?

img_5640.JPG   img_5652.JPG   img_5660.JPG

Wir hatten das strahlendste Wetter das man sich vorstellen kann, was diese Fahrt einfach nur schön machte. Als kleines Schmankerl konnten wir uns außerdem noch über ein paar Pinguine und Seerobben freuen. 🙂

img_5631.JPG   img_5651.JPG   img_5680.JPG

Nach diesem schönen Tag ging es dann auch schon wieder weiter.

img_5686.JPG   img_5692.JPG   img_5706.JPG

Nur noch 10 Tage Neuseeland lagen vor uns.

01.05.

Fahren, fahren, fahren, das war unser Programm für diesen Tag. Wir fuhren auf dem Southern Scenic Drive und genossen die Landschaft. Am Nachmittag kamen wir in den Catlins an und campten dort.