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Laos

Mittwoch, Juni 8th, 2011

Laos (18.05.-26.05.)

18.05. Bootstour Tag 1

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Mit einem kleinen Boot fuhren wir über den Mekong und schon waren in Laos.

Wir mussten nur noch die ineffektive Grenzkontrolle über uns ergehen lassen bevor es weiterging. Dann taten wir genau das, vor dem der Reiseführer gewarnt hatte: Wir ließen uns von Schleppern ein Bootticket andrehen für einen (für das Gebotene) besonders überteuerten Preis. Dann wollte uns der Kerl andauernd bevormunden, wo wir was einzukaufen haben. Da hatten wir dann keinen Bock mehr. Als er seine „höchst wichtige Ansprache“ für die Mekongfahrt hielt, gingen wir frühstücken (zu keinem seiner Läden!). Es war auch gut, dass wir den Bullshit verpassten, da den Anderen eine Lüge nach der Anderen aufgetischt wurde. So deckten sich viele bevor sie das Boot bestiegen mit Wasser und haufenweise Bier ein, da es auf der Fahrt nichts geben soll. Natürlich gab es einen Kiosk an Bord…
Wie dem auch sei, die Bootsfahrt war entspannt und recht schon (wenig spektakulär) und wir nutzten die Zeit zum Lesen und Entspannen.

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Als wir kurz an einem „Anleger“ hielten stürmte eine Horde Kinder an Bord, die uns Getränke und Snacks andrehen wollte. Ein Junge war besonders motiviert und hoffte auf die Dummheit der Gäste. Für nur $7 bot er eine Dose Coke an. Unverständlich, dass da nicht zugegriffen wurde. Gnädiger weise ging er dann mit dem Preis noch weiter runter und tat dabei so, als würde nun ein faires Angebot unterbreiten und als hätten die potenziellen Käufer das Feilschen gewonnen. Als bei $2 immer noch nicht zugegriffen wurde, ging er genervt weiter (normaler Preis wäre 50 Cent gewesen).

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Am Nachmittag hielten wir dann an einem Dorf mitten im Nirgendwo. Dort war für heute Schluss. Natürlich wurden wir von vielen Leuten belagert, die uns zu ihren Hotels lotsen wollten. Wenn man kein Interesse zeigte, versuchten sie es mit ihrem anderen Geschäftszweig, Drogen verticken. Nein Danke, wir brauchen kein Hasch oder irgendwelche Pilze. Wo waren wir hier gelandet, Crack-Island?
Unser Zimmer war einfach eingerichtet und über unserem Bett hing ein schönes großes Moskitonetz. Abends gingen wir los um was zu essen und landeten zufällig im gleichen Restaurant, wie alle anderen Mitreisenden, die mit uns die Tour gebucht hatten. Wir hatten einen schönen Abend und unterhielten uns gut mit einer reiselustigen Holländerin und einem neuseeländischen Pärchen und zwei Deutschen. Nach dem Essen wurden wir freundlicherweise noch einmal gefragt, ob wir ein paar Drogen kaufen möchten. Wir verneinten und der Dealer zog sich diskret etwas zurück und wartete darauf, dass wir auf sein Angebot zurückkommen würden.
Wir überlegten nun zurück zu unserem Hotel zu gehen aber schlossen uns dann doch noch den anderen an, die in die beste Bar (so wurde es von den Mitarbeitern angepriesen) der Stadt wollten. Gleichzeitig ist es aber auch (so formulierten wir es) die schlechteste Bar der Stadt. Wie kann das nur sein?
Irgendwie ging da aber nur so´n Karaoke-Kram und wir ließen es dann doch sein.

19.05. Bootstour Tag 2

Weiter ging es auf dem Mekong unserem Ziel Luang Prabang entgegen. Leider hatten wir etwas Regen auf der Fahrt, landschaftlich veränderte sich auch nicht viel, vielleicht wurde es etwas schöner. Wir waren froh schließlich in der Stadt angekommen zu sein und suchten uns schnell ein Zimmer.

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Die Stadt war wie im Reiseführer beschrieben sehr schön und verfügte über einen riesigen Markt, wo man Unmengen an Souvenirs kaufen konnte. In einer kleinen Seitenstraße fanden wir Essensstände und entdeckten Frühlingsrollen LoasStyle. Die waren sehr geil. Außerdem gab es geile kleine Kokos-Reis-Schleimhäppchen. Mhm, wie damals vor einem Jahr in Thailand.

20.05.-24.05 Luang Prabang

Wir konnten leider nur einen Tag richtig mit Sightseeing nutzen und genossen den Spaziergang durch die Stadt und am Ufer des Mekongs.

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Trotz der touristischen Ausrichtung der Stadt, mit ihren vielen Restaurants und Hotels, dem riesigen Markt und der schönen alten Architektur, konnte nicht darüber hinweggetäuscht werden, dass das Land und die Leute extrem arm sind. Es war das erste Mal in Asien, dass wir Leute dabei beobachten konnten, wie sie Müll nach etwas essbaren durchsuchten.
Den größten Fehler den wir hier in Laos machten, war von einem Buffet einer der Essensstände zu essen. Unsere Toilette wurde zu dem zentralen Bestandteil unseres Alltags. Weitere unschöne Details seien euch erspart. Durch diese Episode mussten wir unsere Reise etwas umstellen und konnten leider nichts mehr von der Stadt sehen und mussten den Trip zu der Ebene der Tonkrüge abhaken.

25.05. Schreckliche Busfahrt nach Vientiane

Wir konnten die Busfahrt nach Vientiane nicht mehr länger verschieben, da am nächsten Tag unser Flieger nach Vietnam von dort aus ging. Das was uns an diesem Tag erwartete, war ein echter Horrortrip.

1. Unser VIP Bus war ein alter klappriger Schrotthaufen.
2. Für 250 Kilometer brauchten wir 10 Stunden.
3. Um uns herum wurde die gesamte Zeit über nur gekotzt.

26.05. Flug nach Hanoi

Unser Aufenthalt in Laos war eine etwas unglückliche Geschichte. Luang Prabang ist eine so schöne Stadt und es ist eine Schande, dass wir nur so wenig gesehen und gemacht haben. Das Potenzial dieses Lands ist touristisch gesehen sehr groß und die Landschaft, die wir auf unserer Busfahrt nur wenig genießen konnten, war wunderschön. Vielleicht haben wir bei unseren nächsten Besuch hier (wann auch immer das in der Zukunft sein wird) etwas mehr Glück. Man kann es uns aber nicht verübeln, dass wir froh waren nach Vietnam zu kommen.