Archive for the ‘Australien’ Category

Sydney – Silvester

Dienstag, März 29th, 2011

Sydney – Silvester

Morgens sind wir zwar sehr früh aufgestanden, aber alles dauerte wieder viel zu lange und der Umzug ins Hotel verschlang viel Zeit und Zita machte es durch ihre komplizierte Art nicht leichter. Viel zu spät waren wir also auf dem Weg in die Stadt. Als wir schließlich die Schlange vorm Botanischen Garten sahen, sah es noch nicht so schlimm aus, wir mussten nur erst mal das Ende finden. Wir gingen die Schlange also entlang und uns wurde bewusst, dass sie nicht dort endete wo wir es vermuteten. Tatsächlich ging sie noch viel viel weiter und das Ende war nicht einmal ansatzweise in Sicht. Da hilft nichts mehr, wenn wir uns hinten anstellen, dann kommen wir nie rein. Wir müssen die Asikarte spielen und uns vordrängeln. Wir sind nicht stolz darauf es getan zu haben, aber uns waren in dem Moment alle Mittel recht. Natürlich ging es nicht ohne etwas Ärger über die Bühne, aber schließlich konnten wir uns zu einer anderen Gruppe Deutscher dazu reihen und sie gingen relativ relaxt mit der Situation um. Wir unterhielten uns auch viel mit ihnen, was ihren Ärger dann auch wohl endgültig erstickte.

Wir kamen also in den Park hinein und konnten sogar einen schönen Platz ergattern.

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Zwar konnten wir nicht die komplette Habour Bridge von unserem Fleck aus sehen, aber besser ging es halt nicht. Es war gerade erst 12 und der Park war schon tierisch voll.

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Je weiter die Zeit voranschritt, desto mehr wurde um die wenigen freien Zentimeter freie Grünfläche gekämpft. Auf dem Wasser tummelten sich viele Boote, die je weiter die Zeit voranschritt, sich immer stärker vermehrten.

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Es waren lange Stunden und die Security Leute hatte alle Hände voll zu tun die Wege frei zu halten. Viel Dank Berry, du bist der Beste!

Während des Wartens passierte nicht viel. Ein paar Liebeserklärungen wurden von Flugzeugen in den Himmel geschrieben, teilweise sogar echt gut.

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Gegen Abend gab es noch eine Flugzeugshow, bei der ein Kunstflieger uns echt zum staunen brachte.

Schließlich wurde es dunkel und das Kinderfeuerwerk ging los.

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Es war richtig gut und ließ uns großes erwarten. Danach konnte wir eine Bootsshow verfolgen, die mit Licht animiert wurde. Als es dann endlich Mitternacht war ging das wohl beste Feuerwerk das wir je gesehen hatten los.

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Knappe 10 Minuten dauerte das Spektakel. Dann war alles ziemlich schnell vorbei. Es kam überhaupt keine Partystimmung auf, was vor Allem wohl auch daran liegen durfte, dass man keinen Alkohol in den Park nehmen durfte und sich nur teuer welchen kaufen konnte. Aber das war es uns wert, als wir uns mit all den anderen in Richtung Ausgang drängten.

Das wohl komischste an dieser gesamten Silvestersituation war aber, das man kein Geknalle hörte und keine Feuerwerkskörper in die Luft gingen. Das organisierte Feuerwerk war alles was wir zu sehen bekamen. Auf den Straßen war zwar viel los, aber es war irgendwie alles sehr gesittet. Wir fuhren mit der Bahn noch zum Bondi Beach aber selbst dort war schon viel wieder zu Ende und die Leute strömten der Bahn entgegen. Der einzige richtige Partypunkt war das Strandkonzert von David Guetta. Als wir an der Absperrung vorbei gingen, pinkelte gerade ein betrunkener Asi durch den Zaun und ein Mädel lief direkt durch.

Tja, so kamen wir ein paar Stunden vor euch ins neue Jahr.

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Auf dem Weg nach Sydney

Sonntag, März 27th, 2011

Auf dem Weg nach Sydney

27.12.-28.12.
Viel erlebt haben wir die nächsten Tage nicht. In der Nacht auf den 28. Sprang uns ein Opossum aufs Autodach und machte Krawall. Naty wurde dadurch ängstlich aufgeschreckt und Flo pennte die Nacht im Zelt und die Mädels zusammen im Auto.
Eigentlich wollten wir nicht nach Canberra fahren, da es dort nicht wirklich viel zu sehen geben soll, aber wir machten es trotzdem.

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Das war die Schlange die Isa plattgefahren hat

Leider hatten wir uns etwas verkracht, in der Stadt hatte alles interessante geschlossen und der Trip war somit ein ziemliches Desaster. Außerhalb von Canberra campten wir dann .

29.12. Jervis Bay

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Unser Frühstückstisch

Am Morgen kamen unsere Nachbarn vom Campingplatz auf uns zu und einer von ihnen war Mechaniker, der freundlicherweise einen Blick auf den Wagen warf und uns nützliche Tipps geben konnte.

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Das war irgendwo vor Jervis Bay

Gegen Mittag waren wir an der Jervis Bay. Wir beschlossen uns mal was zu gönnen und buchten einen Delphincruise. Uns wurde versichert, dass wir auf jeden Fall Delphine sehen würden. Pustekuchen! Über eine Stunde saßen wir auf Deck in einem eisigen Wind, ohne irgendetwas gesehen zu haben. Dann gingen wir unter Deck und setzten uns auf der Brücke in eine Ecke und sahen der Crew beim Arbeiten und Ausschauhalten zu. Irgendwann kam ein extrem pansiger Japer hinein, der einen Bootsmann fragte, wann wir denn Delphine endlich sehen würden. Der Mann entschuldigte sich und sagte, dass sie noch suchten. „Ahhhhhhh,“ erklang es gedehnt vom Japaner und er ging. 10 Minuten später kam er mit Kuchen wieder und kontrollierte die Brücke. Dabei verputzte er ein Stück nach dem anderen. Nach 5 Stücken fragte er abermals nach den Delphinen, er wurde jedoch ignoriert. Daraufhin holte er noch ein Stück Kuchen hervor und futterte weiter.
Wie dem auch sei, natürlich sahen wir keine Delphine mehr und bekamen einen Gutschein für eine weitere Fahrt. Darauf hatten wir aber kein Bock und wir versuchten die Tickets zu verhökern. Nach einiger Zeit hatten wir Glück und konnten unseren Verlust fast wieder wett machen.

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Bunte Vögel

Wir fuhren danach an einen belebten Strand, schwammen etwas und legten uns in die Sonne. Am Nachmittag schlichen wir uns dann auf einen Campingplatz und duschten dort erst mal bevor wir weiter fuhren.

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Der Eingang von Kangaroo Valley

Unser Ziel war Kangaroo Valley, ein abgeschiedener Ort. Etwas außerhalb gab es einen Campingplatz.

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Auf dem Weg dorthin sahen wir unseren ersten Wombat. Flo war ganz begeistert. Sehr putzige Gestalten. Der Campingplatz war riesig und gefiel uns gut. Wir sollten später noch einmal dort hinkommen, aber davon ein anderes Mal mehr.

30.12.
Endlich war es soweit.

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Wir kamen in Sydney an. Bevor wir aber auch nur an Sightseeing denken konnten, mussten wir uns um eine Unterkunft kümmern. Sehr blöd, dass wir damit erst heute anfingen und natürlich gestaltete sich die Suche mehr als schwierig. Alles schien ausgebucht zu sein. Was sollten wir tun? Isa checkte zwischendurch immer wieder Gumtree auf Anzeigen die uns helfen würden. Schließlich konnten wir etwas Vielversprechendes finden. Isa rief an und konnte mit einer wirr redenden Frau sprechen, die uns sagte, dass sie was für uns finden würde, wir sollten erst mal vorbei kommen. Wir mussten durch die halbe Stadt fahren um zu ihrem Haus zu gelangen. Die Frau hieß Zita oder Lisa, da sind wir uns heute noch nicht ganz sicher und sie war um die 50.
Das Haus war eine zugestellte Bude, in der bereits mehrere andere Backpacker wohnten. Wir wurden äußerst herzlich begrüßt (vielleicht ein bisschen zu viel für unseren Geschmack) und alles wirkte ein wenig komisch. Zita redete weiter wirres Zeug und erklärte uns wie viele Häuser sie hatte und wo wer wohnt und wann was frei ist und wann sie was, wie machen muss. Wir verloren komplett den Überblick und konnten nicht ansatzweise dem folgen, was sie uns sagen wollte. Wollte sie uns überhaupt was sagen? Alles war so wirr und kompliziert und wir bekamen keine klaren Aussagen von ihr.

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Das wird aus einem, wenn man zu lange in Zitas nähe ist!

Nach über einer Stunde wussten wir immer noch nicht wo übernachten konnten und was wir bezahlen sollen. Je klarer man diese wichtigen Fragen formulierte desto unklarer und nutzloser waren ihre Aussagen. Wir organisierten uns also irgendwann selbst und schliefen nun also bei ihr im Haus. Wir sollten ihr einfach das bezahlen was wir für angemessen hielten. Das war ein Akt! Eine sehr strange Situation, das können wir euch sagen, aber egal, Hauptsache wir hatten über Silvester einen Platz zum Schlafen. Am nächsten Tag sollten wir in ein von ihr organisiertes Hotelzimmer ziehen, mit zwei Dänen, was immer noch relativ günstig war.

Am nächsten Tag wollten wir sehr früh aufstehen, da wir in den Botanischen Garten wollten um uns schon früh einen guten Platz für das Feuerwerk zu sichern.

1. und 2. Weihnachtstag

Mittwoch, März 23rd, 2011

1. und 2. Weihnachtstag

Nach einem schönen Heiligabend schliefen wir etwas länger als gewohnt beeilten uns aber loszukommen, um noch in Deutschland unsere Lieben mit einem Anruf zu beglücken. Flo hatte darauf bestanden Leberwurst zu kaufen und zum Frühstück zu essen. Leider war die nur in schwacher Ersatz für die Leberpastete seiner Mutter. Aber immer noch besser als gar nix.

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Liebe Grüße!

In der nächsten Stadt hielten wir an der Tankstelle und Naty und Flo riefen zu Hause an. Wir unternahmen nicht besonders viel an diesem Tag. Wir bastelten auf der Fahrt noch an den Weihnachtsgrüßen, die ihr mittlerweile bekommen haben müsstet. Wir fanden am Abend einen netten Campingplatz (jedenfalls dachten wir das). Wir fanden etwas abseits des Platzes viel gutes Feuerholz, das wir auf dem Autodach zu unserem Campingplatz transportierten. Flo stand währenddessen hinten auf der Stoßstange und passte auf, das nix runter fiel. Er hätte mal weniger Aufmerksamkeit dem Holz und mehr sich selbst widmen sollen, denn als es steil bergab ging und die Kurve immer enger wurde, da… passierte nix. Keine Angst, wir sind immer sehr vorsichtig! Da es wieder nach Regen aussah, beschlossen wir Naty‘s Zelt unter dem Dach einer BBQ-Area aufzubauen. Auch Tisch und Stühle fanden dort Platz. Alles war wirklich richtig cool. Flo fachte ein Feuer an, um ordentlich Glut für die Kartoffeln zu erzeugen. Er nahm seine Aufgabe zu ernst, die Kartoffeln wurden sehr knusprig. In der Zwischenzeit bekam Isa noch einen Anruf von ihren Eltern und als sie fertig waren, da stand das Essen auf dem Tisch. Später übernahm Isa dann das Aufräumen während Naty und Flo mit glühenden Stöckern Fechten spielten – der „Glühwurmstockkampf“. Besonders das sinnlose Stöcker aneinander schlagen, bis die Glut flog, bereitete ihnen viel Spaß. Es artete in einem Wettkampf aus, bei dem der gewann, dessen Stock bis zum Ende noch glühte. Naty beanspruchte den Sieg für sich und wir löschten das Feuer um schlafen zu gehen.

Die Nacht

Außer uns war nur noch ein weiterer Wagen mit Campern anwesend. Wir waren also ziemlich alleine im Wald. Naty‘s Zelt war ca. 20 Meter weit vom Wagen aufgestellt worden (normalerweise stehen wir immer dicht beieinander, aber das war heute nicht möglich). Isa schlief die Nacht wie ein Stein. Flo konnte nur sehr unruhig schlafen, da seine Mückenstiche ihn wahnsinnig machten. Trotzdem bekam auch er nicht das mit, was Naty panisch werden ließ. Mitten in der Nacht wurde sie wach, als ein Wagen auf den Platz fuhr. Das ist noch nicht ungewöhnlich, da viele Camper zu ungewöhnlichen Zeit eintreffen. Der Wagen fuhr den Platz langsam ab und leuchtete ihn genau ab. Der Scheinwerfer traf auch auf Naty‘s Zelt. Dann entfernte sich der Wagen langsam wieder. Nach einiger Zeit kam wieder ein Wagen, diesmal jedoch ohne Licht. Er fuhr am Lager vorbei, danach war einige Zeit nichts mehr zur hören. Plötzlich hörte Naty Schritte, nicht weit von ihrem Zelt entfernt, aber auch nur ganz leise. Jemand schlich sich an und kannte den Platz, da er nicht über den Schotterweg kam sondern abseits über den Rasen ging. Sie war starr vor Angst und traute sich nicht zu atmen. Plötzlich hörte sie die Plane rascheln, mit der wir unsere Sachen abgedeckt hatten. In ihrer Panik stellte sie sich tot und atmete so leise sie nur konnte. Sie versuchte uns im Wagen anzurufen und drückte bei den Schritten des Unbekannten Isas Nummer in ihr Handy. Unglücklicherweise konnte sie nur ihre Mailbox erreichen und hatte Angst, der Unbekannte könnte etwas bemerkt haben. Endlos lange Minuten harrte sie mucksmäuschenstill aus. Derweil musste der Unbekannte zum Auto geschlichen sein. In seinem Halbschlaf glaubte Flo etwas gehört zu haben, als würde jemand an die Tür gehen. Was aber genau geschah lässt sich nur vermuten. Er glaubte geträumt zu haben und schlief weiter. Nach einiger Zeit hört Naty den Wagen wieder davon fahren, aber noch immer traute sie sich nicht raus. Zu allem Überfluss kam sie auch noch ein Tier besuchen. Es schlich an der Zeltwand entlang und schnüffelte dort Wo Natys Kopf war. Das wurde ihr dann endgültig zu viel und sie überwand ihre Angst und rannte zu uns ins Auto und weckte uns (um 5:30 Uhr). Über die Motive des Unbekannten lässt sich nur spekulieren, aber vermutlich wollte er uns ausrauben. Er checkte unser Lager ab und suchte nach Wertvollem, konnte aber nix finden. Wahrscheinlich vermutete er uns alle im Zelt und wollte solange wir dort schliefen ins Auto rein. Dann sah er Isa und Flo dort schlafen und verschwand wieder, da nix zu holen war.

Verständlicherweise wollten wir nicht wirklich lange dort verweilen und machten uns schnell Frühstück und hauten ab.

Wir fuhren in den Croajingolon Nationalpark und machten dort einen zweistündigen Spaziergang zum Point Hicks.

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Naty nahm die Wette an, die sie dazu verpflichtete zwei Stunden lang keinen Ton zu sagen. Wir hatten einen sehr stillen Spaziergang. Die historische Bedeutung von Point Hicks ist enorm, da Captain Cook am 20.04.1770 dort Australien entdeckte.

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Tatsächlich hielt Naty die vollen 2 Stunden durch. Ihre ersten Worte können wir nicht mehr erinnern, aber es war so etwas ähnliches wie „Pferdepisse“ oder „Kamelkacke“. Auf dem Rückweg nutze Isa die volle Breite der Straße nicht aus und nahm so einige dicke Äste mit. Flo interessierte das nicht und er schlief ein. Auch Naty gönnte sich einen Power-Nap. Irgendwann wachten wir dann wieder auf, da wir tanken mussten. Dann nahmen wir Abschied von Victoria und überquerten die Grenze nach New South Wales. In Eden hielten wir an und erkundigten uns im Visitor Center nach einer Dusche. Wir erhielten die Info, dass wir am Hafen umsonst und sogar warm duschen konnten. Das nutzten wir natürlich. Frisch geduscht fuhren wir die Küste weiter nordwärts nach Merimbula. Unser Hunger trieb ins zu Macces wo wir uns ein dickes Family Menü bestellten. Ansonsten war der Tag nicht sehr ereignisreich. Es fing leider wieder an zu regenen, diesmal aber richtig heftig. Keine Chance so ein Zelt zu errichten und auch das Auto zu verlassen war nicht möglich wenn wir nicht innerhalb von Sekunden komplett durchnässt sein wollten. Wir versuchten also das Auto ohne auszusteigen zu unserem Bett umzubauen und entschlossen uns zu dritt drinnen zu pennen. Das ging mehr oder weniger gut, aber wir kamen ums Aussteigen irgendwann nicht mehr drum rum. Die Nacht konnten wir zwar alle schlafen, aber doch nicht so gut, als das wir das wiederholen wollten.

Der 24. Dezember – Weihnachten unter Palmen

Sonntag, März 20th, 2011

Der 24. Dezember – Weihnachten unter Palmen

Die Nacht auf den 24. Dezember verbrachten wir am Reeves Beach. Dort war ein kleiner Campingplatz direkt am Meer.

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Naty war schon recht früh wach und absolvierte ein morgendliches Sportprogramm.

Als wir dann aus dem Wagen krochen war sie schon joggen und schwimmen. Wir kamen  nur sehr gemächlich in die Gänge und frühstückten lang. Wir mussten uns noch entscheiden wo wir den Abend verbringen wollten und beschlossen nicht weit zu fahren. Wir kauften noch den Rest für das Abendessen in einer kleinen Stadt ein und fuhren dann zum Paradise Beach. Wenn das mal nicht die passende Location für den Heiligabend ist! Der Campingplatz war erstaunlich gut besucht und nur wenige Plätze waren frei. Wir fanden aber etwas nettes für uns. Isa und Naty bauten das Lager auf, während Flo das verspätete Geburtstagsgeschenk für Naty fertigstellte. Sie bekam eine selbstgestrickte Mütze mit einen schicken Schachbrettmuster. Da der Abend heute mal etwas länger gehen sollte, beschlossen wir ein Lagerfeuer zu machen und gingen auf Holzsuche.

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Flo ging in ein nahes Waldstück und fand ein paar große Äste. Einer war schon angesägt und Flo musste den Rest nur losbrechen um ihn mitzunehmen. Aber warum macht sich jemand die Mühe den Stamm halb anzusägen und lässt ihn dann liegen? Dieser Gedanke kam Flo, als circa 50 Fliegen um ihn flogen. Das dachte er jedenfalls. Als er den Stamm gerade anheben wollte, musste er mit Schrecken feststellen, dass seine Beine übersät mit gierig saugenden Mücken waren und etliche weitere gerade dabei waren zu landen. Seine schnell zuschlagenden Hände konnten das Unheil nicht mehr abwenden sondern nur Schadensbegrenzung betreiben. 32 Mückenstiche an den Beinen waren der Preis den er für ein loderndes Feuer bezahlte…

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Als nächstes arbeiteten wir an den Weihnachtsgrüßen die wir euch zuschickten und starteten eine ausgiebige Fotosession in Badesachen und Weihnachtsmannmützen. Wir hoffen ihr habt euch alle darüber gefreut. Danach gingen wir noch etwas schwimmen, oder besser gesagt gegen Wellen springen, was viel Spaß machte.

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Schnell war der Tag vergangen und wir bereiteten das Abendessen vor.

Auf der Speisekarte stand: Barszcz (Rote Beete Suppe), Porthouse-Steak, Maiskolben vom BBQ und Salatka (Polnischer Salat), dazu tranken wir Boags-Drought (Bier) mit Cola. Das war mal ein komplett anderes Weihnachtsessen, so anders wie die gesamte Weihnachtszeit, aber trotzdem sehr schön. Unser Weihnachtsbaum war ein abgebrochener Ast, den wir in den Boden stecken und mit Anti-Mücken Räucherstäbchen schmückten. Das gemütliche Beisammensitzen veranstalteten wir dann am Lagerfeuer. Naty hatte uns den Teig für Stockbrot vorbereitet, was wir nun um einen Stock gewickelt ans Feuer hielten. Wir bekamen von Naty die mitgebrachten Briefe mit Weihnachtsgrüßen die wir dann am Lagerfeuer lasen.

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Vielen Dank an alle!

Dann bekamen wir noch Besuch von einem deutschem Pärchen und einem Australier, Colin. Wir hatten einen sehr schönen Abend am Lagerfeuer und Colin erzählte viele spannende Geschichten. Etwas nervig war bloß, dass die deutschen immer wieder anfingen deutsch zu sprechen, was auf ihr schlechtes Englisch zurückzuführen war. Verwunderlich, da sie seit 12 Jahren nach Australien kommen und immer mehrere Monate bleiben. Aber egal, der Abend war super! Wir hörten viel über die Gemeinschaft von Paradise Beach, die sich jedes Jahr an diesem Ort versammelt und Weihnachten feiert und viele weitere tolle Geschichten, vom Angeln von Haien, vom richtigen Aufheben von Stacheligeln und noch Vielem mehr!

Wilsons Prom Nat. Park

Freitag, März 18th, 2011

Wilsons Prom Nat. Park

Weiter als bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir unsere Reise nicht geplant und so fuhren wir erst mal drauf los, raus aus Melbourne. Wir holten uns rat aus dem Lonely Planet und entschieden uns zum Wilsons Prom Nat. Park zu fahren. Irgendwann nachmittags fanden wir einen schönen Strand und Isa und Flo dösten gemütlich in der Sonne ehe es weiter ging. Wir beschlossen vor dem Park zu campen und erst am nächsten Tag weiter zu fahren.
Wir kamen früh im Park an und beschlossen eine Wanderroute zu nehmen, den Lilly Pilly Gully Walk. Ja, das hört sich ziemlich bescheuert an.

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Aber die Wanderung war gut.

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Wir erklommen den Mt. Bishop und hatten eine herrliche Aussicht auf den Nationalpark. Oben blies uns ein heftiger Wind um die Ohren und wir marschierten bald weiter.

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Später gingen wir dann zum Squeeky Beach, dessen Name auf das quietschende Geräusch des Sandes beim Drüberlaufen zurückzuführen ist.

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Wir aßen dort zu Mittag und machten dann noch Fotos auf den großen Felsen die auf dem Strand lagen.

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Wer klettern konnte war hier klar im Vorteil.

Schließlich fuhren wir weiter in Richtung 90 Mile Beach. Am Reeves Beach schlugen wir dann abends unser Lager auf. Wir machten ein Lagerfeuer (unser erstes nach so langer Zeit mal wieder) und Naty ging auf einen langen Spaziergang am Strand. Wir lagen schon im Bett als sie wiederkam. Die Nacht war Sternenklar und die Milchstraße war deutlich zu sehen. Am nächsten Tag war Heiligabend.