Archive for the ‘EinmalumdieWelt’ Category

Vietnam

Montag, Juni 20th, 2011

Vietnam (26.05.-09.06.)

Hanoi (26.05.-28.05.)

26.05.
Vom ruhigen beschaulichen Laos ins Chaos von Hanoi. Bereits als wir mit dem Kleinbus vom Flughafen in die City fuhren, hatten wir genug von der Stadt. Der Verkehr hier war das bisher schlimmste auf unserer gesamten Reise. Vielleicht wird hier weniger aggressiv gefahren als auf Bali, aber die Massen, die sich hier über die Straßen quälen, sind einfach nur der Wahnsinn.

Unser Hotel war ganz gut, lag aber eigentlich über unseren Preisvorstellungen. Abends gingen wir los und wollten etwas zu Abend essen. Wir standen bestimmt eine Minute an der Straße die wir überqueren wollten, aber der Rollerverkehr ließ keine Lücke zum Überqueren zu. Wir änderten unsere Taktik und rückten Fußbreite um Fußbreite immer weiter auf die Straße und die angerasten Roller umfuhren uns ohne sich weiter an uns zu stören. Auf diese Weise erreichten wir die andere Straßenseite (dies war aber nur eine kleine Straße. Das wird noch heiter werden!).

27.05.
Da Isa noch etwas an die Toilette gefesselt war, ging Flo vormittags alleine los, um die Stadt zu erkunden. Tatsächlich war bei Tageslicht plötzlich alles nur noch halb so schlimm. Die Altstadt verfügt über schöne, etwas verfallene Gebäude aus der Kolonialzeit und Flo konnte sich diesem Charme nicht entziehen.

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Er hatte einen schönen Spaziergang in der Stadt und genoss seinen ersten vietnamesischen Kaffee (sehr stark und mit süßer Kondensmilch). Er lernte auf seinem Weg einen Malaysier kennen, Ruzman, mit dem er in einem Café noch einen sehr leckeren vietnamesischen Kaffee genoss. Die beiden verabredeten sich noch für den Abend um auf einen Markt zu gehen.
Wir beschlossen zum Krankenhaus zu gehen, da unsere Darmprobleme nicht wirklich aufhörten. Wir gingen zum nahe gelegenen deutsch-vietnamesischen Krankenhaus. Am Eingang kam uns ein Wachmann entgegen und wollte uns verscheuchen. Was denn ist los? Nach einer Weile konnten wir dann doch rein und liefen etwas verloren umher. Wir fragten bei weiteren Wachleuten nach, wo wir hin können, um einen Arzt zu sehen. Wir wurden nur blöd angeguckt. Es schien so, als könne niemand auch nur ein Wort englisch sprechen. Schließlich fanden wir eine Krankenschwester, die halbwegs verstehen konnte, was wir wollten und brachte uns zu einem Gebäude. An der Rezeption fragten wir nach einem Arzt, der englisch oder deutsch (im Reiseführer hieß es, dass hier noch viele deutsch sprechen konnten) sprechen kann. Wir wurden komisch angeguckt und dann irgendwie nicht mehr beachtet. Nach einer langen Zeit kam ein Krankenpfleger oder so, der ein paar Worte englisch sprechen konnte. Wir schilderten ihm unsere Situation mit Händen und Füßen, bis er scheinbar verstand. Irgendwie glaubten wir nicht, dass er wusste, was wir wollten. Trotzdem dirigierte er uns zu einem Bett und sagte, wir sollten uns setzen. Wir hakten nach, ob es hier einen Arzt gebe, der englisch oder deutsch sprechen kann. Er verneinte und wir gingen davon. Konnte doch wohl nicht wahr sein. Wenn sie einem was verkaufen wollten, konnten sie englisch sprechen. Aber hier im Krankenhaus hatte man das Gefühl als wäre englisch so etwas wie ein seltener afrikanischer Dialekt.
Wie ließen es erst mal dabei bewenden und wollten schauen, wie es sich in den nächsten Tagen entwickelt.

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Hier wird frischer Zuckerrohrsaft gepresst

Am Abend trafen wir uns mit Ruzmann und gingen auf den Markt, der leider nicht besonders gut war. Wir entschieden uns dann etwas trinken zu gehen und hatten einen schönen Abend.

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Wie kann das nur ohne Ampel funktionieren?

28.05.

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Das Highlight an diesem Tag war ein sehr leckeres Eis.

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Wir durchstreiften noch etwas die Stadt und das war´s dann auch.

Halong Bay (29.05.-30.05.)
Wir wollten uns mal wieder ein wenig Luxus gönnen und buchten uns eine Bootsfahrt in der Halong Bucht.

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Die Tour beinhaltete anderthalb Tage Bootsfahrt, eine Übernachtung auf dem Boot und ein paar Ausflüge, sowie natürlich jede Menge Essen. Leider hing in der Bucht ein wenig Nebel, sodass wir nicht alle 3000 kleinen Inseln sehen konnten 😉

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Wir genossen unsere Fahrt und besichtigten am ersten Tag eine riesige Höhle und machten eine Kajakfahrt.

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Am zweiten Tag besichtigten wir noch eine kleine Insel und gingen schwimmen. Den Rest der Zeit verbrachten wir mit Lesen und Entspannen.

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Gegen Mittag legte das Boot wieder an und wir fuhren zurück nach Hanoi, wo wir unseren Nachtbus nach Hue nehmen wollten.

Hue (31.05.-01.06.)
Die Nachtbusfahrt war der absolute Horror. Wir mussten ganz hinten im Bus liegen und uns mit drei weiteren Personen den Schlafplatz teilen. Mitten in der Nacht hielten wir dann plötzlich an einem Feld an. Der Motor ging aus und somit auch die Klimaanlage. Innerhalb kürzester Zeit wurde es unangenehm warm und es deutete nicht darauf hin, dass wir bald weiter fahren würden. Nach 2 Stunden kam schließlich ein Wagen mit dem nötigen Equipment um unsere Reifen zu wechseln. Gleich 2 Platte mussten ausgetauscht werden. Endlich ging dann auch wieder die Klimaanlage an und wir konnten weiter fahren. Am Ende wurde aus einer 14 stündigen Busfahrt eine 20 stündige. Wir waren völlig fertig und es reichte uns auch schon für diesen Tag. Am Abend gingen wir dann noch in eine extrem coole und winzige Bar und quatschen noch mit zwei Australiern und einem Franzosen.
Am nächsten Tag sahen wir uns die Ruinen der ehemaligen Kaiserstadt an.

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Es war erbärmlich heiß und dabei schien die Sonne noch nicht einmal voll. Vollkommen verschwitzt gönnten wir uns ein kaltes Wasser und Flo ein Eis. Was er noch nicht wusste, war, dass er sich ein Durianeis gekauft hatte. Diese Frucht ist auch als Stinkefrucht bekannt und den Namen hat sie nicht ohne Grund. Als Flo ins Eis biss hatte er einen Abfallgeschmack im Mund. Er konnte es zuerst nicht glauben und biss noch einmal ab. Schnell schmiss der das nach Abfall schmeckende Eis in einen Abfalleimer. Er kaufte sich ein Schokoeis und war schließlich den Geschmack wieder los. Aber auch nur kurz, denn er musste danach häufig Aufstoßen. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie ekelig es war…
Gegen Mittag nahmen wir dann den Bus nach Hoi An, unser großes Highlight in Vietnam.

Hoi An (01.06.-05.06.)
Lange hatten wir uns schon auf Hoi An gefreut und dass auch zurecht. Die Stadt ist einfach nur schön, nicht weit vom Strand entfernt und ein Paradies für Schlemmer und Shopper. Da wir beides sind, fühlten wir uns besonders wohl 🙂

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Wir stellten in den nächsten Tagen unsere Kreditkarte auf eine harte Probe und räumten unser Konto leer. Wir konnten einfach nicht wiederstehen und wollten es auch nicht. Wann hat man den sonst noch mal die Möglichkeit sich Klamotten günstig maßschneidern zu lassen? Wir schlugen so richtig zu und freuen uns schon darauf euch unseren neuen Kleiderschrank zu präsentieren.

Unseren Gaumen ließen wir uns besonders in einem Restaurant gut gehen. Dort bekamen wir die geilsten Muscheln (BBQ Scalloops) unseres Lebens. Innerhalb von 2 Tagen aßen wir das Gericht drei Mal. Wir durften sogar in der Küche beim Kochen zusehen und hoffen es nachkochen zu können.
Unser Frühstück genossen wir meistens bei Bo Bo. Dort gab es leckeren Mandarinensaft und guten Kaffee. Davon verstehen die Vietnamesen was! Die Zubereitungsart des Kaffee ist etwas anders und der Kaffee herrlich stark, mit einer schokoladigen Note. Wir haben uns das Zubehör gleich gekauft und freuen uns darauf euch den vietnamesischen Kaffeestyle zu kredenzen.

Die Tage in Hoi An gingen viel zu schnell vorbei. Ein paar Mal täglich gingen wir zum Schneider zur Anprobe und unterhielten uns mit den beiden freundlichen Mitarbeiterinnen. Sie erzählten uns viel über das Land und das Leben in Vietnam und über die Rolle der Frau.

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Den Rest der Zeit durchstreiften wir die Stadt und an den letzten beiden Tagen fuhren wir zum Strand. Dort relaxten wir genüsslich und gingen im perfekt temperierten Wasser schwimmen.

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Aber auch die schönste Zeit muss mal zu Ende gehen. Wir schickten noch zwei große Pakete mit Klamotten nach Hause (ihr wollte gar nicht wissen wie viele Kilos!). Dann ging es (leider) weiter.

Dalat (06.06-07.06.)
Eigentlich hatten wir uns einiges vorgenommen in Dalat, aber das Wetter machte uns einen kleinen Strich durch die Rechnung. Deswegen hingen wir fast die gesamte Zeit auf unserem Zimmer und haben nicht wirklich was gesehen.

Busfahrt nach Saigon (08.06.)
Wieder einmal „genossen“ wir eine lange Busfahrt. Es war kaum noch auszuhalten. Auch wenn die Busse komfortabel sind, wir hatten einfach genug und waren mehr als froh in Saigon angekommen zu sein.

Saigon (09.06)

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Einfach nur krass

Es ließ sich nicht mehr leugnen, wir waren reisemüde. Wir wollten einfach nicht mehr diese Busfahrten ertragen und wenn wir unser Programm durchziehen wollten, müssten wir noch über eine Woche damit klar kommen. Es ging nicht mehr. Das war kein Urlaub mehr. Wir mussten uns entscheiden: entweder kneifen wir die Arschbacken zusammen und versuchen noch so viel wie möglich mitzunehmen oder wir gönnen uns eine Woche Strandurlaub. Die Entscheidung fiel nicht schwer. Noch am gleichen Tag guckten wir nach Flügen nach Bangkok. Am späten Abend gab es noch die Möglichkeit mit Quatar zu fliegen und das auch noch günstig! Wir beschlossen spontan den Flug zu nehmen und gingen ins Büro buchen. Wenige Stunden später kamen wir in Bangkok an und legten uns am Airport schlafen.

Es ist zwar schade, dass wir das Land so überstürzt verließen, aber es war definitiv die richtige Entscheidung.

Laos

Mittwoch, Juni 8th, 2011

Laos (18.05.-26.05.)

18.05. Bootstour Tag 1

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Mit einem kleinen Boot fuhren wir über den Mekong und schon waren in Laos.

Wir mussten nur noch die ineffektive Grenzkontrolle über uns ergehen lassen bevor es weiterging. Dann taten wir genau das, vor dem der Reiseführer gewarnt hatte: Wir ließen uns von Schleppern ein Bootticket andrehen für einen (für das Gebotene) besonders überteuerten Preis. Dann wollte uns der Kerl andauernd bevormunden, wo wir was einzukaufen haben. Da hatten wir dann keinen Bock mehr. Als er seine „höchst wichtige Ansprache“ für die Mekongfahrt hielt, gingen wir frühstücken (zu keinem seiner Läden!). Es war auch gut, dass wir den Bullshit verpassten, da den Anderen eine Lüge nach der Anderen aufgetischt wurde. So deckten sich viele bevor sie das Boot bestiegen mit Wasser und haufenweise Bier ein, da es auf der Fahrt nichts geben soll. Natürlich gab es einen Kiosk an Bord…
Wie dem auch sei, die Bootsfahrt war entspannt und recht schon (wenig spektakulär) und wir nutzten die Zeit zum Lesen und Entspannen.

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Als wir kurz an einem „Anleger“ hielten stürmte eine Horde Kinder an Bord, die uns Getränke und Snacks andrehen wollte. Ein Junge war besonders motiviert und hoffte auf die Dummheit der Gäste. Für nur $7 bot er eine Dose Coke an. Unverständlich, dass da nicht zugegriffen wurde. Gnädiger weise ging er dann mit dem Preis noch weiter runter und tat dabei so, als würde nun ein faires Angebot unterbreiten und als hätten die potenziellen Käufer das Feilschen gewonnen. Als bei $2 immer noch nicht zugegriffen wurde, ging er genervt weiter (normaler Preis wäre 50 Cent gewesen).

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Am Nachmittag hielten wir dann an einem Dorf mitten im Nirgendwo. Dort war für heute Schluss. Natürlich wurden wir von vielen Leuten belagert, die uns zu ihren Hotels lotsen wollten. Wenn man kein Interesse zeigte, versuchten sie es mit ihrem anderen Geschäftszweig, Drogen verticken. Nein Danke, wir brauchen kein Hasch oder irgendwelche Pilze. Wo waren wir hier gelandet, Crack-Island?
Unser Zimmer war einfach eingerichtet und über unserem Bett hing ein schönes großes Moskitonetz. Abends gingen wir los um was zu essen und landeten zufällig im gleichen Restaurant, wie alle anderen Mitreisenden, die mit uns die Tour gebucht hatten. Wir hatten einen schönen Abend und unterhielten uns gut mit einer reiselustigen Holländerin und einem neuseeländischen Pärchen und zwei Deutschen. Nach dem Essen wurden wir freundlicherweise noch einmal gefragt, ob wir ein paar Drogen kaufen möchten. Wir verneinten und der Dealer zog sich diskret etwas zurück und wartete darauf, dass wir auf sein Angebot zurückkommen würden.
Wir überlegten nun zurück zu unserem Hotel zu gehen aber schlossen uns dann doch noch den anderen an, die in die beste Bar (so wurde es von den Mitarbeitern angepriesen) der Stadt wollten. Gleichzeitig ist es aber auch (so formulierten wir es) die schlechteste Bar der Stadt. Wie kann das nur sein?
Irgendwie ging da aber nur so´n Karaoke-Kram und wir ließen es dann doch sein.

19.05. Bootstour Tag 2

Weiter ging es auf dem Mekong unserem Ziel Luang Prabang entgegen. Leider hatten wir etwas Regen auf der Fahrt, landschaftlich veränderte sich auch nicht viel, vielleicht wurde es etwas schöner. Wir waren froh schließlich in der Stadt angekommen zu sein und suchten uns schnell ein Zimmer.

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Die Stadt war wie im Reiseführer beschrieben sehr schön und verfügte über einen riesigen Markt, wo man Unmengen an Souvenirs kaufen konnte. In einer kleinen Seitenstraße fanden wir Essensstände und entdeckten Frühlingsrollen LoasStyle. Die waren sehr geil. Außerdem gab es geile kleine Kokos-Reis-Schleimhäppchen. Mhm, wie damals vor einem Jahr in Thailand.

20.05.-24.05 Luang Prabang

Wir konnten leider nur einen Tag richtig mit Sightseeing nutzen und genossen den Spaziergang durch die Stadt und am Ufer des Mekongs.

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Trotz der touristischen Ausrichtung der Stadt, mit ihren vielen Restaurants und Hotels, dem riesigen Markt und der schönen alten Architektur, konnte nicht darüber hinweggetäuscht werden, dass das Land und die Leute extrem arm sind. Es war das erste Mal in Asien, dass wir Leute dabei beobachten konnten, wie sie Müll nach etwas essbaren durchsuchten.
Den größten Fehler den wir hier in Laos machten, war von einem Buffet einer der Essensstände zu essen. Unsere Toilette wurde zu dem zentralen Bestandteil unseres Alltags. Weitere unschöne Details seien euch erspart. Durch diese Episode mussten wir unsere Reise etwas umstellen und konnten leider nichts mehr von der Stadt sehen und mussten den Trip zu der Ebene der Tonkrüge abhaken.

25.05. Schreckliche Busfahrt nach Vientiane

Wir konnten die Busfahrt nach Vientiane nicht mehr länger verschieben, da am nächsten Tag unser Flieger nach Vietnam von dort aus ging. Das was uns an diesem Tag erwartete, war ein echter Horrortrip.

1. Unser VIP Bus war ein alter klappriger Schrotthaufen.
2. Für 250 Kilometer brauchten wir 10 Stunden.
3. Um uns herum wurde die gesamte Zeit über nur gekotzt.

26.05. Flug nach Hanoi

Unser Aufenthalt in Laos war eine etwas unglückliche Geschichte. Luang Prabang ist eine so schöne Stadt und es ist eine Schande, dass wir nur so wenig gesehen und gemacht haben. Das Potenzial dieses Lands ist touristisch gesehen sehr groß und die Landschaft, die wir auf unserer Busfahrt nur wenig genießen konnten, war wunderschön. Vielleicht haben wir bei unseren nächsten Besuch hier (wann auch immer das in der Zukunft sein wird) etwas mehr Glück. Man kann es uns aber nicht verübeln, dass wir froh waren nach Vietnam zu kommen.

Nordthailand

Samstag, Mai 21st, 2011

Nordthailand (11.05.-17.05.)

11.05. Chiang Mai

Die Reise war anstrengend gewesen und wir waren sehr kaputt, als wir unser Zimmer bezogen. Unser Halt in Kuala Lumpur war so richtig Scheiße gewesen. Flo hatte sein Portemonnaie verloren, wahrscheinlich im Flugzeug. Es dauerte eine Weile, bis er einen Hilfsbereiten Mitarbeiter von Air Asia gefunden hatte. Doch leider konnte das Portemonnaie nicht aufgefunden werden. Wir mussten also Flo´s Kreditkarten sperren lassen. Nach diesem Mist waren wir hellwach und gingen zu Macces. Irgendwann später schliefen wir dann eine Stunde auf dem harten gefliesten Boden, der uns relativ bequem vorkam (wahrscheinlich, weil wir so fertig waren). Der Flug nach Chiang Mai ging länger als wir dachten, aber auch das überstanden wir. Mit riesigem Hunger gingen wir dann ins Erstbeste Restaurant und liefen danach etwas in der Stadt herum. Aber wir waren zu kaputt um groß was zu machen und genossen stattdessen einen langen Mittagsschlaf.

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Nachdem wir auf einem Nachtmarkt essen waren, schlenderten wir noch in der Gegend herum. Als wir an einem secondhand Bücherladen hielten, spielte sich auf der anderen Seite der Straße eine krasse Scene ab. Eine Frau war mit einem Mann im Gerangel. Beide hielten eine Handtasche fest, die offensichtlich der Frau gehörte. Sie schrie und versuchte ihm die Tasche zu entreißen. Die Leute um sie herum guckten nur zu. Sie schrie immer weiter und rief um Hilfe. Plötzlich verpasste sie dem Kerl, der schon etwas älter war, einen harten rechten Schwinger. Flo lief auf die andere Seite der Straße um der Frau zu helfen. Es stellte sich aber heraus, dass die Frau dem Mann wohl Geld schuldete und einfach abhauen wollte. Sehr strange.

Bevor wir wieder aufs Zimmer gingen, hielten wir noch an einem kleinen Massagestand an der Straße und ließen uns eine halbstündige Fußmassage geben. Isa hatte Glück, ihr Masseur war professionell und hatte schon mehrere Jahre in Europa als Masseur gearbeitet. Die Frau die Flo massierte, hatte es wohl erst am Tag zuvor gelernt. Am nächsten Tag wollen wir in ein richtiges Massagestudio gehen.

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Auf dem Nachtmarkt

12.05. Massage

Wir hatten uns dafür entschieden, uns von Blinden massieren zu lassen. Im Reiseführer wurde dies besonders empfohlen. Eine Stunde lang wurden wir mit Öl massiert. Diesmal hatte Flo das Glück den besseren Masseur abbekommen zu haben. Besonders seine Ellenbogen-in-Rücken-Technik war der Oberhammer. Seit Sydney war Flo im Rücken und Nackenbereich komplett verspannt und nach der Massage schien es endlich besser zu werden.
Für die nächsten Tage buchten wir uns eine Thai-Kochkurs und einen Ausflug in den Elephant Nature Park.
Abends fanden wir eine nette kleine Bar, die Mojitos für 50 Baht (1,20 €) anboten. Wer kann da schon nein sagen 😉
Nach jeweils zwei Mojiti und für Flo noch etwas Bier, gingen wir ordentlich angesuselt in unser Hostel.

13.05. Kochkurs

Sechs Gerichte in Sechs Stunden. Es erwartete uns eine Koch-/Fressorgie. Zuerst fuhren wir zur Kochschule und wurden etwas in die hiesigen Gewürze eingeführt. Dann ging es los, unser erstes Gericht war eine Suppe mit Fleischklößchen. (Jedes Gericht wurde uns einmal vorgekocht und wir kochten es dann jeder einzeln nach). Hört sich jetzt nicht so thailändisch an, aber das Würzen mit Fischsoße und Korrianderwurzel machte den Unterschied!

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Das war schon mal ein richtig geiler Vorgeschmack. Es ging weiter mit dem Klassiker, Frühlingsrollen. Es folgte unser Highlight, Red Curry with Roasted Duck. Das aßen wir zusammen mit Strifried Chicken with Ginger.

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Es war einfach nur verdammt geil! Aber bereits jetzt konnten wir unsere Gerichte nicht mehr aufessen und es folgten noch zwei. Das nächste war nicht so gut, obwohl es schon cool war, da wir Chicken in einem Blatt (Pandanas) einwickeln müssten. Der Abschluss war dann Sticky Rice Mango, eines unserer liebsten Gerichte auf unserer Reise.

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14.05. Elefanten

Auf diesen Tag hatten wir uns schon sehr gefreut. Wir fuhren zu einem etwas außerhalb gelegenen Elefantenpark, der sich deutlich von den anderen in der Umgebung unterschied. Dort gab es kein Elefantenreiten oder eine Zirkusshow. Die Leiterin des Parks (Lek) hat etwas ganz anderes im Sinn. Ihr Anliegen ist es die Elefanten zu schützen und nicht für Arbeit zu missbrauchen. Später mehr dazu.
Als erstes durften wir Elefanten füttern. Es sind echt mal riesen Mengen die diese Viecher fressen können und mache werden ungehalten, wenn man ihnen nicht schnell genug das Essen reichte. Auf dem Speiseplan stand Kürbis, Wassermelone und Gurken. Flos Elefant war jedoch sehr wählerisch und schmiss die ihm gereichten Kürbisse einfach weg. Als Flo ihr daraufhin nichts mehr reichte, fing sie zu trompeten an. Aber die erzieherische Maßnahme wirkte.
Isa hatte es mit Faa Mai zu tun, einem 2 jährigen süßen Babyelefanten. So ein schnuckeliges Ding! Das füttern dauerte einige Zeit, da Isa alles für Faa Mai kleine machen musste.

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Als nächstes ging es mit dem Füttern weiterer Elefanten weiter, unter anderem einem blinden. Die Geschichte hinter diesem Elefanten ist besonders traurig.

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Sie war mal ein Arbeitselefant und musste an einem Berghang arbeiten, als sie ihr Kind bekam. Das Baby fiel dem Abhang herunter und starb. Daraufhin verweigerte sie das Arbeiten und wurde von ihrem Besitzer bestraft. Er stach ihr ein Auge blind. Als sie abermals ihren Dienst verweigerte, verlor sie durch die Brutalität ihres Besitzers auch ihr zweites Auge. Lek kaufte ihm den blinden Elefanten ab, der nun sein neues Leben, ohne Gewalt im Park verbringen kann. Die blinde Jokia wurde von einem anderen Elefanten adoptiert und die beiden sind unzertrennlich.
Wir waren inzwischen auch hungrig und aßen Mittag. Es gab ein riesiges Buffet und das Essen war einfach der Oberhammer.
Nach dem Essen ging es zum Fluß. Wir durften nun mit den Elefanten baden gehen.

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Das war ein riesiger Spaß! Mit Eimern schaufelten wir Wasser und bespritzen damit die Tiere. Es war schön und die Elefanten hatten ihren Spaß. Manchmal sogen sie Wasser in ihren Rüssel und Spritzten es über sich oder auch uns.
Nach dem Baden hatten wir noch Möglichkeiten Fotos von der Herde zu machen.

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Als nächstes sahen wir eine Dokumentation und es wurde uns erschreckend deutlich gezeigt, was Elefanten in Thailand erleiden mussten, besonders die Arbeitselefanten. Die Prozedur, die den eigenen Willen der Tiere brechen sollte, war die pure Folter, ein Akt der Grausamkeit, wie wir es nicht für möglich gehalten hatten. Nach diesem Film konnten wir verstehen, warum es Lek wichtig war, diesen Park für die Tiere einzurichten. Wir entschieden uns Pflegeeltern von Faa Mai zu werden um den Park finanziell zu unterstützen.

Es wurde uns bewusst, wie viele schwerbehinderte Elefanten hier lebten. Fast alle erlitten ihre Verletzungen bei der Arbeit. 2 von ihnen waren blind, drei hatten eine gebrochene und schlecht verheilte Hüfte, ein Elefant hatte einen verstümmelten Fuß, nachdem er auf eine Mine getreten war.

Dieser Tag hatte uns sehr bewegt und sollten wir wieder nach Thailand kommen, werden wieder den Park besuchen.

15.05. Lange Busfahrt nach Sukhothai

Es passierte nicht viel an diesem Tag. Wir hatten im Bus viel Zeit zum Lesen.

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16.05. Fahrradtour

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Unsere Unterkunft

Am Morgen liehen wir uns Fahrräder um das weitläufige Areal der Tempelanlagen zu erkunden. Es wurde hier viel restauriert und man konnte erahnen, wie es hier einst ausgesehen haben muss.

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Unsere Erkundungen wurden von einem etwas längeren Regen unterbrochen und wir machten uns erst nachmittags wieder auf den Weg. Wir fuhren noch eine Weile umher und gingen abends essen.

17.05. Lange Busfahrt nach Chiang Rai

Mehr gibt es wohl nicht zu sagen.

Canterbury II

Dienstag, Mai 17th, 2011

Canterbury II (08.05.-10.05.)

08.05. Christchurch

Als wir in die Stadt hineinfuhren, konnten wir noch kaum die Schäden des Erbebenes ausmachen. Doch je länger wir fuhren, desto mehr sahen wir die notdürftig geflickten Häuser. Nahe unserem Hostel gab es das traurige Bild einer völlig zerstörten Kirche.
Wir checkten in unser Zimmer ein und brachten als nächstes unseren Leihwagen zurück. Wir hatten auf unserer Reise einige kleinere Steinschläge auf unserer Scheibe abgekriegt und hofften, dass wir nicht dafür bezahlen mussten. Der Mann der den Wagen abnahm war zum Glück nicht besonders Pflichtbewusst und alles ging glatt.

Wir spazierten zum Hostel zurück und konnten dabei nun deutlich erkennen, wir sehr die Stadt vom Erdbeben mitgenommen wurde. Die Innenstadt soll noch für eine Jahr komplett geschlossen bleiben! Eigentlich hatten wir erwartet überall Aufräumarbeiten zu sehen, doch in der Innenstadt sah alles wie ausgestorben aus. Durch die Schaufenster konnte man noch immer die durch den Laden geflogenen Waren sehen. Alles sah so aus, als wäre es erst gestern passiert. Bevor hier wieder Leben einkehrt, wird wohl noch eine Lange Zeit vergehen.
Apropos Erdbeben, als wir in unserem Zimmer saßen, spürten wir plötzlich wie es ganz leicht schuckelte. Es war nur ein sehr kleines Beben, diesmal…

 

09.05.

Mitten in der Nacht wachten wir auf. Das Bett wackelte, aber es war zu stark, als dass es einer von uns beiden beim Umdrehen gewesen sein könnte. Sofort waren wir hellwach. Wir wurden ordentlich durchgeschüttelt und das Beben hielt diesmal lange an! Das war gruselig! Das Einschlafen fiel uns danach echt schwer.

Am nächsten Tag unternahmen wir einen Spaziergang in die Stadt und fanden einen deutschen Bratwurststand. Da wir vom Frühstück noch voll waren, kauften wir uns nichts, wollten aber später wieder kommen.
Mhhm, lecker Bratwurst! Es war schön, endlich mal wieder was Ordentliches vom Grill zu bekommen und der Deutsche der den Stand betrieb war sehr nett und wir unterhielten uns eine ganze Weile. Wir erfuhren von ihm, dass das Beben in der Nacht bei 5,3 lag, aber in 20 Kilometern Tiefe war und deswegen nicht so stark wahrgenommen werden konnte.
Abends unterhielten wir uns noch mit ein paar Deutschen, einer Belgierin und einem Italiener und gingen später als gewohnt ins Bett, unsere letzte Nacht in Neuseeland.

 

10.05.

Am Morgen gingen wir noch zur Post und schickten noch ein großes Packet mit unseren Wintersachen nach Hause. Danach gingen wir noch einmal zum Bratwurststand und wünschten dem Deutschen alles Gute. Er schenkte uns noch eine leckere Wurst, die wir später im Flieger aßen.

Schnell war die Zeit hier vergangen. Vor uns lag nun ein elend langer Trip nach Chiang Mai.

Marlborough und Nelsen II

Montag, Mai 9th, 2011

Marlborough und Nelsen II (06.05.-07.05.)

06.05. Kaikoura

Ein ekliges Wetter erwartete uns in Kaikoura, es war nass und kalt. Wir wurden etwas unschlüssig, was wir hier machen sollten. Der eigentliche Plan war irgendetwas in Richtung Whale Watching oder Delfin-schwimmen. Eigentlich wollten wir alles andere als mit einem Boot auf See zu fahren oder gar ins Wasser zu hüpfen, aber wann und wo, wenn nicht jetzt und hier? Wir entschieden uns das Delfin-schwimmen am nächsten Tag zu machen und gingen danach in einem Imbiss etwas essen. Es war erstaunlich gut.
Der Rest war nur Regen und Kälte.

07.05.

Wir mussten verdammt früh hoch, da unsere Tour bereits um 8:30 Uhr los ging. Es waren erstaunlich viele Leute die das Schwimmen machen würden und wir wurden mit dicken Neoprenanzügen ausgerüstet. Nach einem kleinen Film, der als Einführung diente ging es auch schon los. Wir fuhren zu Schiff, stiegen ein und zack ging es auch schon raus auf See.

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Vorfreude auf das kalte Wasser

Auf unserem Weg sahen wir jede Menge Albatrosse, was uns die Geldverschwendung im Royal Albatross Centre nochmals vor Augen führte. Es war echt cool! Dann ging alles auf einmal sehr schnell. Wir hatten eine Gruppe von Delfinen gefunden und zogen uns hastig alle unsere Schwimmsachen an. Dann konnten wir am Ende des Bootes Platz nehmen und bestaunten was um uns herum passierte. Wir hätten vielleicht mit 20 oder 30 Delfinen gerechnet, aber um uns herum tummelten sich ca. 400! Wir waren überwältigt.

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Das Horn ertönte zum Zeichen, dass wir in Wasser konnten. Trotz des Anzuges war es ein Schock in 13° kalte Wasser zu gleiten und anfangs viel uns das Atmen schwer. Doch dann waren wir plötzlich in einer anderen Welt und konnten nicht glauben, was wir durch unsere Masken sahen. Delfine, so nahe und so verdammt viele! Wir erinnerten uns an die Techniken, die wir einsetzen mussten, um die Aufmerksamkeit der Tiere zu bekommen. 1. Blöde Geräusche machen. Gut dass wir vom Affen abstammen, eine unserer leichtesten Übungen. 2. Blickkontakt herstellen und sich im Kreis drehen. Die Delfine gehen manchmal drauf ein und umkreisen dich dann. Das funktionierte richtig gut und wir konnten kaum glauben wie die Tiere auf uns eingingen und vor Allem uns in die Augen schauten. Ein magischer Moment, das können wir euch sagen!
3. Runter tauchen. Das klappte überhaupt nicht. Unser Anzug hatte einfach zu viel Auftrieb.
Es waren beeindruckende Momente. Mal schwamm einer direkt auf dich zu, um erst im letzten Moment auszuweichen, mal schwamm eine große Gruppe nahe und verspielt unter und neben dir vorbei…

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Wir verbrachten eine lange Zeit im Wasser, bis plötzlich alle Delfine in Bewegung kamen und davon schwammen. Flo war noch im Wasser, als die gesamte Gruppe in einem Affenzahn an im vorbeischwamm. Wir stiegen alle wieder aufs Boot und fuhren den Delfinen nach und durften dann wieder ins Wasser. Wir hatten jedoch genug. Es war arschkalt und Isa war schlecht. Außerdem konnte es nicht mehr besser werden, was wir da eben erlebten. Wir zogen uns schnell trockene Sachen an und dann ging das große Kotzen los. Auch Isa musste, von den anderen angesteckt, würgen und lerne einen der bereitgestellten Eimer näher kennen. Doch das konnte uns den Tag nicht mehr trüben.

Mit einem der schönsten Erlebnisse dieser Reise verabschiedeten wir uns von Neuseeland und fuhren unserer letzten Station, Christchurch entgegen.