Canterbury II

Canterbury II (08.05.-10.05.)

08.05. Christchurch

Als wir in die Stadt hineinfuhren, konnten wir noch kaum die Schäden des Erbebenes ausmachen. Doch je länger wir fuhren, desto mehr sahen wir die notdürftig geflickten Häuser. Nahe unserem Hostel gab es das traurige Bild einer völlig zerstörten Kirche.
Wir checkten in unser Zimmer ein und brachten als nächstes unseren Leihwagen zurück. Wir hatten auf unserer Reise einige kleinere Steinschläge auf unserer Scheibe abgekriegt und hofften, dass wir nicht dafür bezahlen mussten. Der Mann der den Wagen abnahm war zum Glück nicht besonders Pflichtbewusst und alles ging glatt.

Wir spazierten zum Hostel zurück und konnten dabei nun deutlich erkennen, wir sehr die Stadt vom Erdbeben mitgenommen wurde. Die Innenstadt soll noch für eine Jahr komplett geschlossen bleiben! Eigentlich hatten wir erwartet überall Aufräumarbeiten zu sehen, doch in der Innenstadt sah alles wie ausgestorben aus. Durch die Schaufenster konnte man noch immer die durch den Laden geflogenen Waren sehen. Alles sah so aus, als wäre es erst gestern passiert. Bevor hier wieder Leben einkehrt, wird wohl noch eine Lange Zeit vergehen.
Apropos Erdbeben, als wir in unserem Zimmer saßen, spürten wir plötzlich wie es ganz leicht schuckelte. Es war nur ein sehr kleines Beben, diesmal…

 

09.05.

Mitten in der Nacht wachten wir auf. Das Bett wackelte, aber es war zu stark, als dass es einer von uns beiden beim Umdrehen gewesen sein könnte. Sofort waren wir hellwach. Wir wurden ordentlich durchgeschüttelt und das Beben hielt diesmal lange an! Das war gruselig! Das Einschlafen fiel uns danach echt schwer.

Am nächsten Tag unternahmen wir einen Spaziergang in die Stadt und fanden einen deutschen Bratwurststand. Da wir vom Frühstück noch voll waren, kauften wir uns nichts, wollten aber später wieder kommen.
Mhhm, lecker Bratwurst! Es war schön, endlich mal wieder was Ordentliches vom Grill zu bekommen und der Deutsche der den Stand betrieb war sehr nett und wir unterhielten uns eine ganze Weile. Wir erfuhren von ihm, dass das Beben in der Nacht bei 5,3 lag, aber in 20 Kilometern Tiefe war und deswegen nicht so stark wahrgenommen werden konnte.
Abends unterhielten wir uns noch mit ein paar Deutschen, einer Belgierin und einem Italiener und gingen später als gewohnt ins Bett, unsere letzte Nacht in Neuseeland.

 

10.05.

Am Morgen gingen wir noch zur Post und schickten noch ein großes Packet mit unseren Wintersachen nach Hause. Danach gingen wir noch einmal zum Bratwurststand und wünschten dem Deutschen alles Gute. Er schenkte uns noch eine leckere Wurst, die wir später im Flieger aßen.

Schnell war die Zeit hier vergangen. Vor uns lag nun ein elend langer Trip nach Chiang Mai.

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