Marlborough und Nelsen II

Marlborough und Nelsen II (06.05.-07.05.)

06.05. Kaikoura

Ein ekliges Wetter erwartete uns in Kaikoura, es war nass und kalt. Wir wurden etwas unschlüssig, was wir hier machen sollten. Der eigentliche Plan war irgendetwas in Richtung Whale Watching oder Delfin-schwimmen. Eigentlich wollten wir alles andere als mit einem Boot auf See zu fahren oder gar ins Wasser zu hüpfen, aber wann und wo, wenn nicht jetzt und hier? Wir entschieden uns das Delfin-schwimmen am nächsten Tag zu machen und gingen danach in einem Imbiss etwas essen. Es war erstaunlich gut.
Der Rest war nur Regen und Kälte.

07.05.

Wir mussten verdammt früh hoch, da unsere Tour bereits um 8:30 Uhr los ging. Es waren erstaunlich viele Leute die das Schwimmen machen würden und wir wurden mit dicken Neoprenanzügen ausgerüstet. Nach einem kleinen Film, der als Einführung diente ging es auch schon los. Wir fuhren zu Schiff, stiegen ein und zack ging es auch schon raus auf See.

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Vorfreude auf das kalte Wasser

Auf unserem Weg sahen wir jede Menge Albatrosse, was uns die Geldverschwendung im Royal Albatross Centre nochmals vor Augen führte. Es war echt cool! Dann ging alles auf einmal sehr schnell. Wir hatten eine Gruppe von Delfinen gefunden und zogen uns hastig alle unsere Schwimmsachen an. Dann konnten wir am Ende des Bootes Platz nehmen und bestaunten was um uns herum passierte. Wir hätten vielleicht mit 20 oder 30 Delfinen gerechnet, aber um uns herum tummelten sich ca. 400! Wir waren überwältigt.

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Das Horn ertönte zum Zeichen, dass wir in Wasser konnten. Trotz des Anzuges war es ein Schock in 13° kalte Wasser zu gleiten und anfangs viel uns das Atmen schwer. Doch dann waren wir plötzlich in einer anderen Welt und konnten nicht glauben, was wir durch unsere Masken sahen. Delfine, so nahe und so verdammt viele! Wir erinnerten uns an die Techniken, die wir einsetzen mussten, um die Aufmerksamkeit der Tiere zu bekommen. 1. Blöde Geräusche machen. Gut dass wir vom Affen abstammen, eine unserer leichtesten Übungen. 2. Blickkontakt herstellen und sich im Kreis drehen. Die Delfine gehen manchmal drauf ein und umkreisen dich dann. Das funktionierte richtig gut und wir konnten kaum glauben wie die Tiere auf uns eingingen und vor Allem uns in die Augen schauten. Ein magischer Moment, das können wir euch sagen!
3. Runter tauchen. Das klappte überhaupt nicht. Unser Anzug hatte einfach zu viel Auftrieb.
Es waren beeindruckende Momente. Mal schwamm einer direkt auf dich zu, um erst im letzten Moment auszuweichen, mal schwamm eine große Gruppe nahe und verspielt unter und neben dir vorbei…

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Wir verbrachten eine lange Zeit im Wasser, bis plötzlich alle Delfine in Bewegung kamen und davon schwammen. Flo war noch im Wasser, als die gesamte Gruppe in einem Affenzahn an im vorbeischwamm. Wir stiegen alle wieder aufs Boot und fuhren den Delfinen nach und durften dann wieder ins Wasser. Wir hatten jedoch genug. Es war arschkalt und Isa war schlecht. Außerdem konnte es nicht mehr besser werden, was wir da eben erlebten. Wir zogen uns schnell trockene Sachen an und dann ging das große Kotzen los. Auch Isa musste, von den anderen angesteckt, würgen und lerne einen der bereitgestellten Eimer näher kennen. Doch das konnte uns den Tag nicht mehr trüben.

Mit einem der schönsten Erlebnisse dieser Reise verabschiedeten wir uns von Neuseeland und fuhren unserer letzten Station, Christchurch entgegen.

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