Westcoast

Westcoast (22.04.-26.04.)

22.04.

Als wir die Küste an diesem Tag erreichten, fuhren wir zuerst zu einer Seehundkolonie. An einem Aussichtspunkt angekommen, konnten wir nur ein Exemplar sehen. Doch plötzlich wurde den Felsen auf die wir starrten Leben eingehaucht und wir konnten viele weitere Seehunde entdecken. Da musste man schon echt genau hinsehen.

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Auf dem Parkplatz trafen wir ein älteres deutsches Paar, mit denen wir uns länger Unterhielten. Beide waren ganz begeistert von Neuseeland und kamen gerade aus dem Süden in den wir nun fahren wollten. Sie gaben uns noch ein paar gute Tipps bevor wir uns verabschiedeten.

Wir fuhren nun auf dem Highway immer der Küste entlang und die Landschaft wurde dramatisch schön und spektakulär.

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Uns gefiel diese Strecke deutlich besser als die Great Ocean Road, die wir in Australien befahren haben.
Das Highlight des Tages waren auf jeden Fall die Pancake Rocks.

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Wir entschlossen uns noch ein paar Tage in dieser Region zu bleiben. In die nächste größere Stadt war es nicht weit und wir wollten uns dort noch etwas umsehen. Auf dem Weg nahmen wir unseren ersten Tremper mit. Es war ein junger Deutscher (wie konnte es anders sein), der gerade vom knifemaking kam. Das interessierte uns sehr, da wir für den übernächsten Tag selber den Kurs besuchen wollten. Er präsentierte uns sein Messer, ein schönes Stück, was uns auf einen schönen Tag hoffen ließ.
In der City stellten wir uns auf einen Parkplatz und kochten uns etwas. Dann machten wir es uns in unserem Wagen gemütlich und guckten noch einen Film auf unserem Computer. Als es dann schon spät (ca. 21 Uhr) war, fuhren wir aus der Stadt raus und campten etwas illegal auf einem Rastplatz.

23.04.

Wie so häufig wenn wir nix zu tun hatten, gingen wir zum Einstieg in den Tag erst einmal lecker Kaffee trinken, bei einem lokalen Kaffeeröster. Wie kann es auch anders sein, weiter ging es natürlich mit Bier. Wir nahmen an einer Führung durch eine Brauerei teil, die im Anschluss mit ordentlich (jo!!!) Bier begossen wurde. Uns wurde schneller nachgeschenkt, als getrunken werden konnte und die Bierverkostung entpuppte sich als Druckbetankung. Uns war es recht :).

Da wir keinerlei Grundlage für diese Menge an Alkohol hatten, konnten wir vorerst kein Auto mehr fahren und gingen zu Macces um dem Alkohol mit ordentlich Fett entgegenzuwirken. Flos Burger (Boss Burger) hätte man auswringen können, wirklich! Gibt es den überhaupt in Deutschland?
Einigermaßen ausgenüchtert begaben wir uns später zu unserem Campingplatz. Wir könnten uns mal wieder Strom, da es zur Zeit ohne Heizlüfter nachts kaum noch ging.

24.04.

Steven und Robyn (ein altes Ehepaar) leiteten den Messerkurs.

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Unsere Materialien

Beide waren sehr nett und der Lonely Planet hatte ausnahmsweise mal recht, da er Steven einen etwas dämlichen Humor bescheinigte. So sagte er nicht nur einmal, dass wir unsere Messer schön machen sollen, da wir uns schämen müssten, wenn vor Gericht ein lächerlich aussehendes (Mord-) Messer hochgehalten wird.

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Das coole an diesem Kurs war, dass wir wirklich alles selber machen mussten. Am Anfang bekamen wir ein Stück Metall in die Hand und dann ging es los. Metall in die Glut halten, bis es selbst glüht und dann auf einem Amboss mit dem Hammer bearbeiten.

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Das Messer nach dem Hämmern und vor der Befestigung des Griffes

Das hat schon echt gebockt. Dann ging es weiter mit einigen Schleifarbeiten, dem zurechtschneiden des Griffes und der Befestigung, bis wir eine ungeformte Rohmasse eines Messers zusammengeschustert hatten.

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Isa und Flo beim Schleifen

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Das Messer in seiner groben Form

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Isa bei Stechübungen

Steven übernahm dann während der Mittagspause ein paar Schleifarbeiten an unseren Messern und gab ihnen ihre grobe Form. Wir amüsierten uns unterdessen mit Ninjastern-Wurfübungen. Robyn führte uns auf dem Gelände herum und wir benutzten ihre große Schaukel. Am Sitz war ein Seil befestigt, dass von den anderen mit einem kleinen Spurt nach hinten gezogen wurde. Die Person auf der Schaukel wurde damit nach hinten/oben gezogen und bekam einen dicken Schwung. Alle waren besonders motiviert die Schaukel besonders hoch zu befördern, sodass es bei einigen doch sehr gefährlich aussah.

Als wir dann wieder kamen, war Steven mit dem groben Schleifen fertig und wir machten weiter.

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Das Messer nach Stevens Schleifarbeit

Es folgten noch unzählige weitere kleine Schleifvorgänge und Polierrunden, bis unser Messer, nach dem finalen Klingenschliff fertig war.

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Das Endresultat

Ein sehr schöner Tag.

25.04.

An diesem Tag erreichten wir den zentralen Punkt der Westküste. Wir kamen in die Region des Franz Josef und des Fox Gletschers. Für den Mittag stand eine kleine Wanderung zum Franz Josef Gletscher auf dem Programm.

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Es war schon sehr beeindruckend zu sehen, wie viel Gestein im Laufe der Zeit vom Gletscher ins Tal gedrückt wurde. Wir mussten diese Geröllwüste durchqueren um zum Aussichtspunkt zu gelangen. Ohne Führung durften wir leider nicht direkt an den Gletscher heran.

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Schmelzwasser strömt unter dem Gletscher hervor

Am Nachmittag fuhren wir dann zum Fox Gletscher und von dort zum nicht weit entfernten Lake Matheson. Das Besondere an diesem See ist, dass man an besonders schönen und windstillen Tagen, das Gebirge im See gespiegelt sehen kann. Leider waren an diesem Tag noch zu viele Wolken da, die die Berge umhüllten.
In einem in der Stadt gelegenem Caravanpark übernachteten wir.

26.04.

Auf den heutigen Tag hatten wir uns schon sehr gefreut. Uns erwartete ein Hubschrauberflug über den Fox Gletscher bis hoch zum Mount Cook, dem Höchsten Berg in Neuseeland.

Mittags, vor dem Flug, waren wir noch einmal am Lake Matheson und konnten uns über einen Wolkenfreien blauen Himmel freuen und ein schönes Foto von der Spiegelung des Gebirges im See schießen.

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Hier trafen wir auch Miri und André wieder und wir schwatzen noch eine Zeit lang mit ihnen, bis wir los mussten.
Am Abflugpunkt mussten wir nicht lange warten, bis der Helikopter landete.

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Wir stiegen mit zwei anderen ein und ehe wir uns versahen, hoben wir auch schon ab. Schneller als erwartet schossen wir hinauf ins Gebirge.

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Unser Anflug auf den Fox Gletscher

Es war fantastisch! Nach circa 15 Minuten schwebten wir schräg über Mount Cook und genossen eine tolle Aussicht.

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Mount Cook

Es war nur wenig windig und das Schaukeln hielt sich in Grenzen. Wir drehten dort oben noch eine Runde, bevor wir zum Fox Gletscher weiterflogen.

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Dort flogen wir über das feste Gletschereis mit seinen unzähligen Spalten, bis wir einen geeigneten Punkt zum Landen gefunden hatten. Kurz darauf erreichten uns noch zwei weitere Helikopter. Wir können euch sagen, das war ein richtiges Wow-Erlebnis, als wir aussteigen und den Gletscher betreten durften.

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10 Minuten blieben wir dort, bis unser Rückflug los ging. Unser Pilot erfreute uns noch mit ein paar rasanten Flugmanövern und schon waren die 40 Minuten um und wir setzten sanft zu Landung an.

Die weitere Autofahrt an diesem Tag kam einen nach dem Flug doch sehr lahm und langweilig vor. Wir entschieden uns mal wieder etwas illegal auf einem Rastplatz zu campen und waren froh, dass wir nicht alleine blieben und andere Reisende im Laufe des Abends hinzukamen.

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Flo beim Kochen im Wagen

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