Whanganui

Whanganui (16.04.)16.04.

Isas gesamter Körper schmerzte vor Muskelkater. Auch Flo
hatte es erwischt, allerdings nicht ganz so schlimm. Das Laufen wurde zu einem
lustigen Akt und man musste sich schon sehr überwinden nicht einfach doch
liegen zu bleiben.

Der Tag versprach regnerisch zu werden und unsere Pläne
hielten sich in Grenzen. Hauptsache nicht Laufen und nicht draußen.

Wir hatten auf einem Freecampingspot in einem Nationalpark
übernachtet. Neben uns waren noch zwei weitere Lager aufgebaut. Als wir losfuhren
mussten wir eine kleine aber starke Steigung zur Straße überwinden. Isa hielt
dort an, schlug das Lenkrad ein und wollte auf die Straße biegen, ging zu
ungestüm aufs Gas und ließ die Reifen qualmen, von der Stelle kamen wir
trotzdem nicht. Auch weitere Versuche halfen nicht. Wir setzten zurück um an
einer weniger steilen Position das Anfahren zu versuchen. Es klappte erneut
nicht, da die Hinterreifen auf dem feuchten Gras durchdrehten. Direkt hinter
uns war ein Graben, vor uns eine Steigung die wir nicht überwinden konnten. Wir
hatten uns so richtig schön festgefahren. Flo versuchte nun sein Glück, aber
die Reifen fanden keinen Grip. Eine Frau die mit uns hier gecampt hatte kam zu
uns und sagte, wir sollten doch lieber den anderen Weg nehmen, der sei nicht so
steil. Danke du Hohlbratze! Würden wir ja gerne. Es half nix: Lenkrad voll
einschlagen, rückwärts den Berg runter und hoffen, dass wir nicht umkippen
würden. Langsam rollten wir rückwärts… der rechte vordere Reifen hob ab… Isa
versuchte vergebens mit ihrem Körpergewicht den Reifen wieder nach unten zu
drücken… noch ein paar Bange Sekunden und dann war es geschafft. Ein Camper
hatte sein Zelt geöffnet und lag bequem, den Kopf in unsere Richtung gewandt.
Schön dass wir euch alle unterhalten konnten! Schnell fuhren wir davon und
überließen die anderen wieder ihrem ruhigen Morgen, dem Vogelgezwitzscher, dem
Rauschen des Flusses und dem Gestank unserer verbrannten Reifen.

In Whanganui frühstückten wir erst mal auf dem Parkplatz
eines Supermarktes und versorgten uns danach mit Informationen zu der Stadt im
i-Site. Zuerst gingen wir auf einen Markt und holten uns dann einen leckeren
Kaffee von einem lokalen Kaffeeröster. Auf dem Markt gab es dann noch ein
leckeres Roggenbrot, das so schwer wie eine Hantel war. Das waren wir nicht
mehr gewöhnt. Es existiert tatsächlich noch Brot auf dieser Welt, das nicht nur
aus Luft besteht. Wir waren begeistert. Als nächstes ging es zu einer
Glasbläserei. Dort saßen wir bestimmt über eine Stunde und sahen dem Meister bei
der Arbeit zu. Fantastisch zu sehen, wie er seinem künstlerischem Handwerk
nachging.

Der Regen hatte inzwischen kräftig eingesetzt und unsere
Motivation noch etwas zu erleben war erloschen. Der gestrige Tag machte sich
bemerkbar und wir fuhren zum Kino. Leider (eigentlich zum Glück) sind wir keine
Justin Bieber Fans, denn das war so ziemlich das Einzige was im Kino lief,
neben ein paar Animationsfilmen. Also kein Kino. Was hilft gegen Langeweile?
Richtig, essen. Wir gingen zu einem uns schon mehrfach empfohlenen Fish and
Chips Laden und gönnten uns eine richtig gute Portion. Lecker!

Das war es auch schon. Da es die nächsten Tage weiterhin
schlechtes Wetter geben sollte, machte es keinen Sinn weiter hier zu bleiben. Wir
fuhren also weiter in Richtung Wellington. Dort gab es ungleich größere
Möglichkeiten für Indooraktivitäten.

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