Rastplätze und Kangaroo Valley

Rastplätze und Kangaroo Valley

Es hieß auf Jobsuche gehen und das war schwierig momentan. Queensland war nach Flut und Cyclone keine Option mehr und da es auch im Rest des Landes überall regnete, standen unsere Chancen auf einen Fruitpickingjob schlecht. Zu viele Leute die wir unterwegs trafen suchten auch nach einem Job und fanden genau wie wir nix. Die wenigen Jobs die es gerade gab, waren bereits jetzt mit überlaufen. Gerüchten zufolge hielten sich alle Backpacker auf Tasmanien auf und hofften dort auf die Kirschen Saison. Wir riefen jeden Tag bei der Harvest Hotline an und wurden jeden Tag auf neue vertröstet. Auch unsere anderen Bemühungen verliefen ins nichts. Von Lanie (einer ehemaligen Arbeitskollegin von Flo) hatten wir die Nummer von einem Contractor bekommen, den wir auch mit Anrufen nervten. Irgendwann sagte er Isa deutlich, dass sie nicht mehr anrufen solle, er würde sich melden wenn er einen Job für uns hat. Nicht sehr vielversprechend. Als wir gen Süden fuhren, fanden wir einen Rastplatz, direkt an einer vielbefahrenen Autobahn. Dort wollten wir übernachten. Glücklicherweise hatte wir dort auch Internetempfang. Deswegen blieben wir dann auch länger als geplant. Muss total blöd klingen, dass wir 2 Tage auf einer Autobahnraststätte chillten und dort sogar Wäsche wuschen und an einem Zaun trockneten.

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Aber wir konnten dort umsonst pennen und hatten Internetempfang. Was wollten wir gerade mehr. Ein deutsches Paar und ein anderer deutscher waren auch dort und wir quatschten den Abend etwas und frühstückten am nächsten Morgen zusammen. Dann verließen uns alle und wir kümmerten uns wieder um die Jobsuche. Gegen Abend kam das Pärchen wieder um dort zu schlafen. Tja, Rastplätze sind nun mal echt kuschelig! Als wir dann am Tag danach endlich verschwinden wollten, hatten wir unsere Autobatterie durch das ganze Laptop laden so ausgelutscht, dass der Motor nicht mehr anspringen wollte.

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Shit!

Wir holten also das Solarpanel raus und schlossen es an die Batterie an. Nach anderthalb Stunden versuchten wir es wieder und tadaaaaa, er sprang an. Los gings! Wir duschten am Strand und fuhren wieder nach Kangaroo Valley.

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Ein Wombat

Dort bauten wir uns unser Nachtlager auf. Am nächsten Tag bauten wir uns eine dicke Konstruktion, mit Sonnenschutz usw.

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Wir machten es uns richtig heimisch, da wir eine Woche oder so bleiben wollten um ausgiebig zu chillen. Es hatte gerade keinen Zweck weiter Jobs zu suchen. Es regnete immer noch überall und wir wollten etwas abwarten, bis sich die bedingungen gebessert hatten und es dann weiter versuchen. Bis dahin konnten wir sehr günstig leben. Wir brauchten keine Miete zu zahlen und nahmen uns vor täglich nur 10$ für Verpflegung auszugeben. Damit konnten wir eine Weile durchhalten. Das war der Plan, doch dann bekamen wir unerwartet ein Jobangebot von dem Contractor der uns versprochen hatte sich bei einem Jobangebot uns anzurufen. Wir überlegten nicht lange. Es sollte sobald wir dort waren losgehen. Wir mussten also sofort aufbrechen und unser liebgewonnenes Lager so frühzeitig wieder einpacken. Alles war schnell erledigt und Zack, waren wir auf den Weg nach Oaklands.

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