Archive for März, 2011

Great Ocean Road II

Montag, März 14th, 2011

Great Ocean Road II

Da waren wir wieder. Nachdem das erste Mal an der GOR so schlechtes Wetter herrschte, hofften wir diesmal auf Sonnenschein. Vergebens! Wir hatten aber auch Pech.

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Trotzdem war Naty ganz aus dem Häuschen und freute sich tierisch das Meer zu sehen.

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Wir hielten diesmal wieder an den bekannten Punkten, Loch Arch, 12 Apostel etc. Wieder fuhren wir zum Cape Otway um uns Koalas anzusehen und hielten wieder an der Stelle vom letzten Mal. Dort wurde uns aber der Tipp gegeben, dass es die Straße weiter runter besser sein soll, da die Koalas dort viel näher seien. Und tatsächlich, die Eukalyptusbäume waren hier viel kleiner und die Koalas nur wenige Meter von uns entfernt. Begeistert schossen wir Fotos. Ein Stück weiter war eine Menschentraube zu sehen und auch wir hielten an. Zu unserer großen Überraschung war dort ein Koala direkt an der Straße auf einem Ast. Viele Leute standen dort herum und streichelten ihn.

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Der Koala ließ es über sich ergehen.

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Er war dermaßen stoned von Eukalyptus und bekam seine Augen kaum auf.

Erst als jemand ihm eine paar Blätter seiner Lieblingsdroge entgegen hielt, wurde er fast wach, griff zu und ließ sich das Kraut gut schmecken.

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Irgendwann waren auch wir an der Reihe und machten ein paar Fotos und streichelten ihn.

Das war definitiv eines der Highlights der gesamten Reise!

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Wir fuhren weiter zur Apollo Bay und schauten dort ein paar Surfern zu.

Wir wollten zu Ehren von Natys Geburtstag noch lecker essen gehen, aber so gut wie alle Restaurants waren um diese Zeit geschlossen. Also gingen wir in einem Foodcourt Pizza, sowie Fish and Chips essen. Flo wollte sich noch einen Kaffee holen, um die Mittagsmüdigkeit zu überwinden und stellte fest, dass er bereits das letzte Mal als wir in Apollo Bay waren, einen Kaffee kaufen wollte. Das letzte Mal ließ er es aber sein, da die Preise abartig hoch waren. Depremiert beendete er seine Suche erneut ohne die schwarze Droge. Isa musste also wieder weiterfahren. Wir suchten uns einen Campingplatz im Wald, wo bereits ein paar Jungs mit ihren dicken verdreckten 4WD´s standen. Bevor der Regen wieder einsetzen konnte, bauten wir schnell unser Zelt auf und hörten extrem laut „Hammer“ von Culcha Candela, was Flo etwas peinlich war, da er den Liedtext ziemlich dämlich findet. Ins Zelt zogen wir uns  zum Abendessen zurück.

Das Frühstück am nächsten Morgen nahmen wir wieder im Zelt zu uns. Das Wetter war einfach zu unbequem.

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Auf dem Weg zurück zur GOR durfte Naty das erst Mal fahren.

Uns stockte aber machmal der Atem, da sie das auf der linken Seite fahren zu ernst nahm und fast die Pfeiler mitnahm.

Der Lonely Planet hatte einen Tipp für einen Golfplatz, auf dem sich Kängurus tummeln sollen und wir fuhren sofort dort hin.

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Auf dem Weg entdeckten wir einen Regenbogen , dessen Ende uns erreichbar schien und wir fuhren immer darauf zu. Ein Topf mit Gold schien uns schon zum greifen nahe, aber das Ende verschob sich immer weiter nach hinten und wir mussten irgendwann aufgeben. Nun zum Golfplatz: Zwar stand ziemlich deutlich auf Schildern geschrieben, dass man zum Känguru gucken den Platz nicht betreten durfte, aber das war uns egal und wir freuten uns über einen große Herde von Kängurus, die Faul im Schatten lagen.

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Man konnte ziemlich nahe an sie ran. Sie waren offenbar schon an Touristen gewöhnt und so konnten wir schöne Fotos machen.

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Ein Wasserfall

Gegen Mittag hatten wir die GOR hinter uns gelassen und hatten uns an einen Leuchtturm gesetzt, aufs Meer geblickt und dabei kalte Pizza vom Vortag und Wraps gegessen. Später entdeckten wir noch einen Strand mit Kitesurfern und konnten einem Rettungshubschrauber bei Rettungsübungen beobachten.

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Es war sehr windig aber es war schön und wir hatten eine gute Aussicht. Am Abend kamen wir wieder in Melbourne an und suchten uns einen Backpacker. Die Kälte setzte vor Allem Naty im Zelt jede Nacht zu, sodass wir beschlossen eine Nacht im Warmen zu schlafen. Eine lange Suche begann, bis wir einen großen und relativ günstigen Backpacker fanden. Später gingen wir noch los und marschierten durch die Stadt, auf der Suche nach einem netten Pub. Am Ende landeten wir in dem Pub direkt unter unserem Backpacker. Auf der Bühne wurde Karaoke gesungen, eher schlecht als recht, aber dafür unterhaltsam.

Ballarat

Sonntag, März 13th, 2011

Ballarat

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Unsere erste Station mit Naty war Ballarat, eine ehemalige Goldminenstadt. Wir beschlossen uns eine für Touristen wiederaufgebaute Minenstadt in Ballarat anzusehen. Da es an diesem Tag aber schon zu spät war, wollten wir in der Nähe campen und uns noch ein bisschen in der Stadt umsehen.

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Ein ungewohnter Anblick – Santas Weihnachtsschlitten aus Blumen nachgebildet

Wir fuhren zu einem nahegelegen See und aßen einen kleinen Snack und schauten uns dabei einige schwarze Schwäne an. Wir stellten fest, dass sie gekochte Eier mögen.

Im nahegelegenen Schwimmbad gönnten wir uns dann eine Dusche. Wir gingen noch etwas in der Stadt umher und fuhren dann zu einem Campingplatz, der wunderschön in einem Wald gelegen war. Ein kleiner Bach floss direkt an unserem Lager vorbei. Als es bereits dunkel war, bekamen wir noch ein paar Nachbarn, die sich ziemlich dämlich mit dem Parken des Wagens anstellten. Außerdem hatten sie keinen dem ruhigen Wald angemessenen Musikgeschmack. Ihr Lieblingslied war der nette Song „Highway to hell“. Nett… Besonders, dass sie es laut hörten, bis spät in die Nacht hinein. Aber die Rache war unser!

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Am nächsten Tag war Natys Geburtstag!

Wir bereiteten ein Geburtstagsfrühstück für Naty vor und drehten den Happy Birthdaysong voll auf. Wir hatten noch eine sehr leckere Flasche Weißwein für sie aufgehoben und Flo versprach Naty, ihr eine Mütze zu stricken. Die konnte sie auch gut gebrauchen, da es nachts doch recht kalt war. Schon bald wurde wieder von neben an mit „Highway to hell“ geantwortet und es entstand ein regelrechter Geräuschkrieg, da jede Partei die lautere sein wollte. Bevor es ernsthaft eskalierte, machten wir uns aber auf den Weg.

Erstmals konnten wir in Australien von unserem Studentenausweis profitieren und kamen günstiger in die historisch aufgebaute Minenstadt hinein. Dort war es wirklich ganz nett.

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Man hatte sich wirklich Mühe gegeben den Ort wie er 150 Jahre zuvor ausgesehen hatte, erscheinen zu lassen.

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Natürlich waren die ganzen Läden Touristenshops, aber irgendwie müssen sie einem ja das Geld aus der Tasche ziehen.

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Die Bäckerei war auf jeden Fall super, mit ihren frischen Pies.

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In einem kleinen Gatter des Hufschmieds war ein Pferd eingesperrt, das deutliche Zeichen massiver Geisteskrankheiten zeigte und recht einschüchternd wirkte. Da waren wir dann doch froh dass es eingesperrt war und uns nichts tun konnte.

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Auf einem anderen Hof waren ein paar Böcke, die schon zutraulicher waren und sich von uns streicheln ließen.

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Wir besuchten die Dorfschule und die Lehrerin gab uns Feder und Tinte und wir durften was schreiben. Später benotete sie unsere arbeiten und wir durften uns alle über eine 1 freuen.

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Leider regnete es immer wieder, was schon echt nervte. Nachdem wir alles gesehen hatten, verließen wir das Dorf und tranken einen Kaffee bei Macces, bevor wir den Weg zur Great Ocean Road einschlugen. Für die Nacht fanden wir einen abgeschiedenen Platz zum Campen, der recht schön an einem See lag. Es stand dort außerdem ein Pavillon, unter dem wir uns stellen wollten, um vor dem Regen geschützt zu sein. Nur ein Tisch war dort vorhanden und wir überlegten wie es am besten wäre mit dem Auto zu stehen. Flo parkte den Wagen wie er es für richtig hielt. Aber seine Lösung war nicht gut und der Tisch störte etwas. Dann parkte er anders und die Mädels leiteten ihn an. Aber es war immer noch nicht gut und er musste wieder um parken. Aber auch das war wieder schlecht und das Umparken ging noch eine Zeit so weiter, bis wir feststellten, das der Tisch sich verschieben ließ und wie blöd wir uns die ganze Zeit angestellt hatten. Ein Wagen mit anderen Backpackern hatte das die ganze Zeit beobachtet und die mussten uns bestimmt für bekloppt gehalten haben. Aber egal, wir bauten uns nun das Lager nach unseren Vorstellungen auf und hatten einen netten Abend. Nur die Seile zum Spannen des Zeltes störten immer etwas, da Isa und vor allem Naty immer mit dem Hals dran hängen blieben.

Melbourne

Freitag, März 11th, 2011

Melbourne

Wir lieben es Auto zu fahren in der Großstadt. Natürlich haben wir uns nicht nur einmal schön verfahren. Bis wir es in den Stadtteil schafften, in den Elin abgesetzt werden wollte, verfing so einiges an Zeit. Freudig wurde sie von ihren Freundinnen in Empfang genommen. Da wir nicht wussten, wo wir diese Nacht übernachten wollten, freuten wir uns sehr, als wir gefragt wurden, ob wir auch dort schlafen wollten. Aber wo waren wir eigentlich? Wir standen vor einer Lagerhalle. Der Eingang sah aus wie der Eingang eines Underground-Theaters, oder so. Dann folgte eine große Halle, in der aus Sperrholz gezimmerte Kabinen standen. Im Durchgang war jemand damit beschäftigt eine Folie zu bekleistern. Alles war ein wenig unordentlich. Von der ersten ging es in die zweite Halle, in der Bodenmatten auslagen.

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Von der Decke hing eine Zirkusschaukel und es stand eine Menge Zirkuszeug herum. In diesem Zirkus, so wurde uns erzählt, konnte jeder trainieren der wollte und der von diesem Ort wusste. Die Halle wurde von einem riesigen Vorhang abgetrennt und dahinter befanden sich die gezimmerten Wohnkabinen und die Küche. Es herrschte in gewaltiges Chaos, aber auch eine Atmosphäre von etwas Besonderem. Die Gemeinschaft die hier lebte, war ein loser Verband von Künstlern, die hier ihrer Kreativität nachgehen konnten. Es war zwar absolut dreckig und es ging vor allem beim Toilettenblock ins Eklige, aber es war auch richtig cool! Ein paar Wohneinheiten waren verweist, da das Lagerhaus aufgelöst werden soll und so konnten wir ein Zimmer für uns alleine haben.

Uns war am Anfang nicht besonders klar wer hier überhaupt von den Anwesenden hier wohnte. Es waren die Wenigsten. Im Grunde waren nur andere Backpacker anwesend, die sich über irgendwelche Bekanntschaften hier einen Schlafplatz organisiert hatten. Der einzige noch wirkliche Bewohner kam gegen Abend und staunte nicht schlecht, als die Hütte voll mit Backpackern war. Er war jedoch sehr nett und ließ uns alle dort wohnen. Eine Gruppe von Chilenen „Rainbow Community“ war am Abend noch Anwesend und wir aßen alle zusammen.

Ihr wollt nicht wissen, was da auf unseren Tellern lag… Wir hatten ein 5 Gänge Menü aus dem Mülleimer vor uns. Hää? Ja, aus dem Mülleimer. Hier nennt sich das Dumpster Diving. Supermärkte werfen super viel weg, obwohl mit den Lebensmitteln an sich nicht verkehrt ist und das Gemüse lediglich ein paar schlechte Stellen hat. Warum sollte man also nicht den ganzen Kram wieder aus dem Mülleimer holen und kochen? Keine Sorge, dass wird jetzt nicht zur Gewohnheit. Wir werden nicht mit dem D.Diving anfangen. Was man allerdings zugeben muss ist, dass das Essen wirklich gut war. Etwas verwirrt waren wir vom anfänglichen Foodcircle. Alle mussten sich an den Händen fassen und die Augen schließen. Wir kamen da nicht ganz mit. Außerdem mussten wir aufpassen, nicht zu sehr über Fleisch zu reden, da alle Anwesenden Vegetarier waren, und nichts vom Friedhof (Schlachter) hören wollten. Es war trotzdem ein cooler Abend.
Die nächsten Tage verbrachten wir mit Sightseeing und second-hand shoppen.

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Die City gefiel uns ganz gut, deutlich besser als Adelaide und auch Perth. In die Stadt konnten wir mit der Straßenbahn fahren und brauchten dafür auch nur 20 min. Im Visitor Center versorgten wir uns mit den nötigen Infos über die Stadt und die Region. Endlich nahmen wir auch mal die Möglichkeit wahr Sushi zu essen. Es war hier auch mal echt günstig. Anders als in den Sushiläden die wir aus Hamburg kennen, kann man sich hier Sushirollen kaufen, die in etwa der Größe von 4 Stücken Sushi entsprechen. Mit diesen Köstlichkeiten chillten wir uns gemütlich in die Sonne. Dann machten wir die City unsicher. Wir waren auf der Suche nach einem Starbucks, da wir uns einen To-go-Becher zum selber gestalten kaufen wollten. Dazu gab es ein Freigetränk 😀 und man nimmt doch alles als Backpacker mit wofür man nicht zahlen muss. Wir waren noch in einem Museum, dass gerade eine Ausstellung über Kinderbücher hatte und fuhren mit der Tourist-Tram einmal in der City umher. Dann gingen wir noch zu den Tennisstadien und durch den angrenzenden Park zurück zur Tram.

Ansonsten genossen wir es einfach mal wieder nicht jeden Tag ein paar hundert Kilometer zu fahren. Flo schaffte es sich seine Mütze fertig zu stricken und das Ergebnis ließ sich sehen. Ein kurzer Halt bei einem Libanesen entflammte in uns die Lust auf Hommus und Falaffel :D.

Einen Tag nutzten wir dazu, Elins Sachen etwas außerhalb von Melboure abzuholen. Eine wahre Irrfahrt. Aber wir konnten uns von einem von Elins Bekannten eine tolle Aussicht über eine Bucht zeigen zu lassen. Der Rückweg führte uns wieder direkt in die City, da wir zu Ikea wollten .Elin wollte sich mit schwedischem Essen für Weihnachten versorgen und wir wollten einfach nur Hot Dogs essen. Eine wahre Odyssee… Flo wollte nach dieser Fahrt nie wieder in einer australischen Großstadt Auto fahren. Wir kamen aber irgendwann doch noch an und starben fast vor Hunger. Ab zu den Hot Dogs! Es folgte eine riesige Enttäuschung. Die Würstchen waren typische australische Würstchen (nicht besonders wohlschmeckend), das Brötchen war pappig und es gab nur noch Senf und Ketchup. Keine Röstzwiebeln, keine Gewürzgurken, keine Remoulade! Wir trösteten uns mit Köttbullar, wenigstens die schmeckten wie immer.

Die Tage vergingen schnell und schließlich war es dann soweit. Mitten in der Nacht fuhren wir zum Flughafen und holten Naty ab. Schon komisch nach so langer Zeit mal wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen. Wir brachten sie zur Lagerhalle und sie packte erst mal ihre Sachen aus dem Koffer um und sie gab uns einige Sachen, die sie aus Deutschland für uns mitgebracht hatte. An dieser Stelle: Vielen Dank an euch alle! Wir haben uns sehr gefreut. Die Nacht war schon weit fortgeschritten und wir gingen bald schlafen um die wenigen Stunden die uns blieben sinnvoll zu nutzen. Extrem müde standen wir bald wieder auf und räumten unsere Sachen zusammen.

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Wir fuhren in die Nähe der Stadt und stellten den Wagen nahe dem Zentrum ab und liefen in die City. Wir führten Naty ein wenig herum und fuhren dann mit der Tram in der City umher.

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Selbst ein „Kick my ass“ Coffee konnte uns aber nicht wirklich fit machen. Wir gingen noch einkaufen und fuhren aus Melbourne raus und campten an einer Autobahnraststätte.

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Die Great Ocean Road

Freitag, März 11th, 2011

Die Great Ocean Road

Auf diesen Abschnitt der Reise hatten wir uns schon besonders gefreut, da er von vielen Backpackern als der beste Part ihrer Reise bezeichnet wurde. Ausgerechnet wir mussten aber das Pech haben, die Great Ocean Road bei Regen zu befahren.

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Aber selbst dann ist es immer noch richtig geil. Der Anfang der Straße führt nahe der Küste entlang. Immer wieder gab es dann Parkmöglichkeiten, die phantastische Ausblicke auf die felsige Küste gewährten.

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Kurz vor der Hauptattraktion, den Zwölf Aposteln fing es dann so richtig an zu sauen.

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Die Apostel sind riesige Felsen, die vor der Küste aus dem Wasser ragen. Als der Regen nachließ trauten wir uns wieder raus. Der Name Zwölf Apostel trügt jedoch etwas, da es eigentlich weniger sind. Je nachdem welche Felsen man als vollwertigen Apostel ansieht, kommt man dann auf 6 bis 9.
Als dieser lange Tag dann zur Neige ging suchten wir einen Campingplatz am Strand auf. Unglücklicherweise regnete es aber wie aus Eimern und es stürmte krass. Schnell verwarfen wir die Idee unser Lager aufzuschlagen. Wir beschlossen die einheimischen Bauern in der Umgebung aufzusuchen und sie zu fragen, ob wir in einer ihrer Scheunen schlafen könnten. Am ersten Haus an dem wir hielten brannte das Licht, aber es war keiner zu Hause. Beim zweiten Haus das Selbe. Elin konnte ein weiteres Haus ausmachen, bei dem eine Party am Laufen schien. Wie sich herausstellte waren alle umliegenden Bauern dort. Elin ging auf die Gesellschaft zu, die gerade eine vorgezogene Weihnachtsfeier veranstaltete und konnte uns tatsächlich eine Scheune organisieren. Außerdem wurden wir selbst noch auf die Feier eingeladen.

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Wir fuhren also zu dem Haus bei dem wir zuerst gewesen sind und bauten dort in der Scheune Elin´s Zelt auf. Dann fuhren wir wieder zur Party. Es gab lecker Essen und ein großes Lagerfeuer. Die Leute waren alle sehr freundlich und interessiert an uns. Erst spät fuhren wir wieder zurück.

Der nächste Tag fing früh für uns an. Wir wollten noch heute bis nach Melbourne kommen, da Elin eine Freundin bevor sie das Land verließ, treffen wollte. Wir wurden noch zum Frühstück eingeladen und fuhren dann in Richtung Cape Otway. Uns wurde am Abend zuvor berichtet, dass wir dort Koalas sehen können. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Wir hielten also dort irgendwann an der Straße an und gingen auf Koala suche.

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Zuerst schien es etwas aussichtslos und wir sahen nix, aber dann ging es auf einmal los. Zwei von ihnen saßen direkt über der Straße auf einem Baum. Der eine schien sogar noch ein Baby zu sein. Immer mehr konnten wir ausfindig machen uns wir waren sehr begeistert. Hoch erfreut fuhren wir weiter.

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Der Wetter hielt heute und wir fuhren auf der wunderschön an der Küste geschwungenen Straße Melbourne entgegen. Einen Stopp legten wir noch ein. Wir sahen uns einen Wasserfall an.

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Mittlerweile sind wir allerdings wohl schon etwas abgestumpft gegen diese Dinge. Auf wenn er recht schön war, konnten wir uns nicht so recht begeistern. Vielleicht lag es aber auch an unserer Müdigkeit. Wir fuhren das letzte Stück der Great Ocean Road ohne halt durch und die Mädels schliefen, bis wir kurz vor Melbourne waren.

Von Adelaide bis Melbourne zur Great Ocean Road

Freitag, März 11th, 2011

Von Adelaide bis Melbourne zur Great Ocean Road

Wir verbrachten nur einen Tag in Adelaide. Durch einen glücklichen Zufall fanden wir einen extrem citynahen Parkplatz den wir nicht bezahlen mussten und auch kein Zeitlimit hatte. In australischen Großstädten wie ein 6er im Lotto.
Wir gingen in die City, besuchten die Fußgängerzone und gingen in die Art-Gallery.

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Danach holten wir uns was zu essen und gingen in den botanischen Garten und genossen unser Mittagessen. Zum Abschluss gab es noch einen guten Kaffee. Isa bestellte sich eine heiße Schokolade, die kaum perfekter hätte sein können, richtig dickflüssig, sodass es schon fast besser war sie zu löffeln.
Unser Campingplatz war ein gutes Stück außerhalb der City und wir mussten ins bergige Hinterland fahren. Wir kamen erst im dunkeln an und bauten unser Lager schnell auf.

Am nächsten Tag kochten wir uns lecker Milchreis zum Frühstück. Dann fuhren wir wieder in die City. Wir wollten uns noch Port Adelaide ansehen, bevor wir uns Richtung Hahndorf bewegen wollten. Wir quälten uns mit dem Auto durch die dicht befahrenen Straßen, bis wir ankamen. Im Visitor Center besorgten wir uns eine Karte und machten eine historische Stadtbegehung. Elin spielte unsere Reiseleiterin und gab uns die nötigen Informationen über die jeweiligen Gebäude. Dabei nutzte sie die Karte als Spickzettel. Trotzdem brachte sie alles durcheinander und wir waren am Ende so schlau wie zuvor. Aber wir hatten eine Menge Spaß und das war die Hauptsache.
In einem Second-Hand-Shop kauften wir dann noch Wolle ein. Elin wollte sich eine Mütze stricken und auch Flo wollte sich darin versuchen. Wir aßen noch unser zweites Frühstück und fuhren dann nach Hahndorf, südöstlich von Adelaide.
Wie sich aus dem Namen schon erkennen lässt, ist Hanhdorf eine deutsche Siedlung. Heute ist das Dorf eine Touristenstadt, die mit ihren deutschen Wurzeln viel Geld verdient. Wir gingen in den ersten kleinen Laden, dessen Wände mit Kuckucksuhren gepflastert waren. Der Eigentümer hatte natürlich auch deutsche Wurzeln und war ein großer Liebhaber dieser Uhren. Er importiert sie direkt aus dem Schwarzwald und verkauft sie hier zu astronomischen Preisen.

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Wir konnten noch viele andere schöne Geschäfte besuchen und uns über deutsche Kuriositäten erfreuen. Natürlich ließen wir uns es auch nicht nehmen ein Hefeweizen zu trinken. Bald brachen wir wieder auf und suchten nach einem Campingplatz. Die Suche war allerdings nicht sehr einfach, da alle freien Plätze extrem schlecht waren. Wir entschieden uns schließlich dafür im Dunkeln weiter zu fahren, bis wir endlich was Passendes gefunden hatten. Als wir dann schlafen wollten, wurden wir von Geräuschen wachgehalten. Isa malte sich natürlich die besonders realistischen Szenarien über den Ursprung der Geräusche aus: Ein Mann läuft mitten im Nirgendwo durch den Wald und schlägt mit seiner Axt gegen Bäume. Daraufhin verschlossen wir erst mal unsere Türen. Glücklicherweise war das dann doch nicht so und wir wachten mit den Köpfen immer noch mit unseren Hälsen verbunden auf.

Unsere erste Station an diesem Tag war Mount Gambier.

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Aus irgendeinem Grund haben wir es als sinniger empfunden diesen Ort französisch auszusprechen. Richtig albern wurden wir aber erst als wir schließlich dort ankamen.

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Wie ihr an unseren Fotos erkennen könnt, fanden wir es lustig die Japaner aufs Korn zu nehmen und posierten entsprechend. Aus noch weiterem Blödsinn heraus hatten wir am Ende folgende Story erdacht: Wir (Isa und Flo) sind japanische Touristen in Frankreich, die australisches Englisch sprechen, mit deutschen Akzent. Elin war unser schwedischer Goldfisch, der australisches englisch mit schwedischem Akzent spricht und unter norwegischem Tourette-Syndrom leidet. Muss jetzt keiner verstehen, wir hatten einfach nur albernen Spaß.
Wir hatten plötzlich alle derbe Hunger auf Pizza und fanden auch eine günstige Pizzeria. Zuerst wollen wir uns eine teilen, aber schließlich bestellten wir doch jeder eine eigene. Sehr lecker!
Als Abschluss sahen wir uns noch den Blue Lake an.

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Ein nicht zu erklärendes Naturphänomen sorgt dafür, dass der See ein paar Monate im Jahr seine Farbe wechselt und von einem trüben grau-blau zu einem strahlendem blau wechselt.
Leider hatten wir nicht sehr viel Glück mit dem Wetter und es regnete immer wieder, zu unserem großen Unglück sollte wir gerade heute auf die Great Ocean Road treffen.