Perth

Perth (08.11.-28.11.)

08.11.
Nachdem wir drei Wochen lang nur durch Städte gefahren waren, die nur aus einer Hauptstraße bestanden, war Perth ein wahres Labyrinth für uns. Das Haus was wir beziehen durften war etwas außerhalb der City. Bald konnten wir es aber finden. Der erste Eindruck war nicht schlecht. Wir gingen auf die Veranda und fanden den für uns hinterlegten Schlüssel. Der Pool war sauber und alles wirkte sehr nett. Neugierig schlossen wir die Tür auf. Es war nichts unglaublich besonderes, aber wir hatten es für uns allein. Die Einrichtung bräuchte ein Update, ansonsten hatten wir nix zu meckern. Wir luden den Wagen aus und Flo nahm die Dusche genauer unter die Lupe. Man wundert sich doch wie viel Dreck auf einem Körper sitzen kann. Wir nutzten den ersten Tag um Wäsche zu waschen und ausgiebig im Internet zu surfen. Endlich konnten wir auch wieder in einem richtigen Bett schlafen!

09.11.
Wir wollten das Auto schnellstmöglich reparieren lassen und machten uns am Vormittag auf den Weg zu einer Werkstatt, die uns ein Nachbar empfohlen hatte. Dort bekamen wir ein sehr ernüchterndes Angebot, 2000$. Puh, da wollten wir auf jeden Fall noch eine weitere Meinung hören. Wir konnten im Internet eine weitere Werkstatt ausfindig machen, die sich auf allradgetriebene Autos spezialisiert hatte. Ein wirklich sehr netter Mechaniker plauderte mit uns eine Weile über unsere bisherige Reise, bevor er einen Blick auf den Wagen warf. Er machte uns ein gutes Angebot für die Kupplung und wollte uns noch wegen der Stoßdämpfer Bescheid geben, ob ein Austausch notwendig sei. Seine Frau brachte uns noch zur Bahn und wir fuhren in die City.

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Es gefiel uns hier sehr gut! So etwas hatten wir in Darwin vermisst, Großstadtflair. Wir trafen uns noch kurz mit Christiane und Pierre (unsere letzten Mitreisenden) und sahen uns dann die Stadt an. Das coole an der Innenstadt ist, dass man hier drei Buslinien umsonst nutzen kann. Das taten wir auch um einen Überblick zu gewinnen.

Als wir wieder zu Fuß unterwegs waren, fanden wir eine kleine Gasse mit vielen tollen Geschäften. Ein Laden hatte es uns besonders angetan. „Das Schokoladenparadies“ nenne ich es jetzt einfach mal. Dort gab es nicht nur unverschämt gute Pralinen sondern auch andere witzige Schokoladenskulpturen. Am besten fanden wir ein Schachbrett mit Schokospielfiguren. Wer würde da nicht gerne das Spiel lernen wollen?

10.11.
Das Wetter sah an diesem Tag nicht so gut aus, also beschlossen wir in die Stadt zu fahren und ins Western Australia Museum zu gehen. Vorher machten wir aber noch einen Abstecher zur Post und konnten zu unserer Freude unsere Fotokamera wieder in Empfang nehmen, die uns Nathan hierher geschickt hatte. Endlich konnten wir wieder selber Fotos schießen!

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Das Museum war sehr gut aber am Wichtigsten, es war umsonst. In der Zwischenzeit hatte es heftig angefangen zu regnen. Wir hatten leider keine anderen Pläne mehr für dieses Wetter und so beschlossen wir wieder zu fahren und in einem nahen Shoppingcenter bei uns in der Gegend einkaufen zu gehen. Zum Abendessen gab es heute Shepherds Pie.

11.11.
Isa hatte auf einer Internetseite ein gutes Jobangebot gefunden und glücklicherweise wurden wir auch genommen. Wir sollten bei einem Umzug helfen. In einer sehr schicken Gegend in Perth nahe des Zentrums wohnte unser Arbeitgeber Shane. Wir sollten einen LKW für ihn entladen und den ganzen Kram aufbauen und entpacken. Eine Heidenarbeit, da er unglaublich viel Kram hatte. Seine Wohnung wirkte auch etwas zu klein dafür. Wir entluden haufenweise antike Möbel, vor allem aber Tonnen von Büchern. Der Kerl hat eine Sammlerleidenschaft und scheinbar mehr Kohle, als er imstande war auszugeben. Ein sehr interessanter Kerl, der schon überall auf der Welt gewohnt hat. Isa war für das Entpacken zuständig und Flo sowie ein weiterer Backpacker für das Ausladen, Schleppen und Möbel aufbauen. 7 Stunden arbeiteten wir an diesem Tag und sollten am nächsten Tag noch mal kommen. Shane war so nett und fuhr uns noch nach Hause. Todmüde vielen wir wenig später ins Bett.

12.11.
Aufbauen und Auspacken stand weiterhin auf dem Programm. Außerdem fuhren wir mit Shane noch ein paar Sachen einlagern. 6 Stunden arbeiteten wir heute. Shane erwies sich wieder als Gentleman und fuhr uns zu unserer Werkstatt, wo wir unser repariertes Auto abholen wollten. Der Mechaniker schnackte wieder eine Weile mit uns und gab uns einige Tipps, was wir auf unserem Weg nach Melbourne noch machen sollten. Dank der neuen Kupplung hatte sich das Fahrverhalten des Wagens komplett verändert. Flo ließ den Wagen beim Anfahren erst mal absaufen (das sollte nicht das letzte Mal gewesen sein). Es war wirklich nicht einfach auf die neue Kupplung klar zu kommen. Ruckelig war die Fahrt nach Hause. Abends bekamen wir eine SMS von Shane, der uns für den nächsten Tag nochmal engagieren wollte. Wir sagten natürlich zu und freuten uns schon auf das zusätzliche Geld.

13.11.-27.11.
Da viele Tage ereignislos verlaufen sind, werden die restlichen Tage in Perth nun knapp zusammengefasst.

Wir konnten bei Shane noch ein paar Mal arbeiten und richtig gutes Geld verdienen. Wir nutzten noch ein paar Tage zum intensiven Sightseeing. Direkt an der Innenstadt gelegen ist ein riesiger Park den wir uns einen Nachmittag ansahen.

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Dort gibt es eine schmale Brücke, die auf Höhe der Baumkronen liegt und von der man eine tolle Aussicht auf die Stadt hat. Ein paar Tage später kamen wir noch einmal in den Park um die Stadt bei Nacht zu sehen. Perth hat eine kleine aber schöne Skyline, die bei Nacht herrlich erstrahlt.

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Das Nachtleben in der Innenstadt lässt sich auch sehen. Es gibt viele nette Restaurants und Clubs. Etwas deplatziert wirkt die Weihnachtsdekoration, die hier schon viel früher als in Deutschland ausgepackt wird. Auch Songs wie Winter Wonderland passen irgendwie nicht ganz zu 40° Außentemperatur.

Isa hatte sich in Darwin etliche Donaut King Stempelkarten vorgestempelt und so kamen wir hier in den Genuss etliche Freigetränke abzusahnen (Muahahaha).

Einen Tag lang besichtigten wir die nahegelegene Hafenstadt Frementle. Flo packte die Lust nach einem Fischbrötchen, wie man es an den Landungsbrücken bekommen würde. Über 10$ wollten die uns dafür abknöpfen – Frechheit! Als Kompromiss bestellten wir uns dann bei Maces einen Fishmac, der jedoch eine herbe Enttäuschung war. Wenn wir wieder in Hamburg sind werden die kleinen Fischbuden unsicher gemacht, das steht fest. Wir besuchten eine nette Brauerei und gönnten uns ein kühles Pils und einen Cider. Lecker! Ansonsten schlenderten wir so umher, bestaunten ein Museums-U-Boot und sahen uns den Hafen an.

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In einem kleinen Geschäft hatte Isa UGG´s gefunden, die zu einem sehr niedrigen Preis ($170) angeboten wurden. Da konnte sie natürlich nicht widerstehen und kaufte sich ein paar. In Deutschland müsste man wohl das Doppelte ausgeben.

In unserer letzten Woche bekam Isa leider wieder ihre Allergie, die sich sehr hartnäckig hielt. Wir verbrachten also die meiste Zeit im Haus.

Am 28. machten wir uns dann wieder auf den Weg. Wir wollten Danica besuchen, die Tochter unserer ehemaligen Vermieterin Jill aus Darwin.

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