Coral Bay

Coral Bay (03.11.-04.11.)

03.11.
Nach unserer wunderschönen Zeit in Exmouth ging es nur läppische 160 Kilometer weiter gen Süden nach Coral Bay. Leider konnten wir abermals keinen freien Campingplatz ergattern. Also wieder auf einen Caravan Park. Da es noch herrlich früh war, als wir unser Lager aufgeschlagen hatten und wir nichts vor hatten, konnten wir mal wieder so richtig faul leben. Taten wir aber nicht. Isa surfte im Internet um uns ein paar freie Übernachtungen auf Couchsurfing in Perth zu besorgen und Flo schrieb Blog (Ja, da könnt ihr mal sehen wie wir unser freien Tage für euch opfern, damit ihr immer schön Bescheid wisst! Nee, es macht Flo ja Spaß zu schreiben.). Als diese Pflichten getan waren, gingen wir etwas fürs Mittagessen shoppen. Neben dem Supermarkt fanden wir einen kleinen Bäcker, der ein gutes Kaffee und Kuchen Angebot hatte. Die Teilchen sahen echt mal gut aus und wir konnten nicht widerstehen. Isa bestellte sich einen Kokoskuchen mit Sahne und Marmelade (Lemington) und Flo eine Blätterteigtasche mit Äpfeln und Sahne gefüllt. Dazu gab es Cappuccino und Tee. Eigentlich wurden wir was Gebäck betraf auf unserer Reise immer enttäuscht, auch wenn es noch so gut aussah. Heute war es endlich mal anders. Die Stücke Kuchen waren ein absoluter Traum. So gut bekommt man es selbst bei einem deutschen Bäcker nicht immer. Hier lässt es sich wirklich leben und wir hatten noch nicht einmal den Strand gesehen. Unser Mittagessen bestand aus einem knackigen Salat mit Thunfisch. Dann ging es an den Strand. Von Exmouth wurden wir was das anbelangt ja schon verwöhnt, aber die Bucht die nun vor uns lag toppte es noch.

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Endlich mal ein Strand wie aus einem Reisemagazin.

Das Wasser ein prächtiges Farbenspiel aus Türkis und Blau und der Sand herrlich weiß. Schnell stürzten wir uns ins kühle Nass. Anders als in Exmouth war die Wassertemperatur hier gerade richtig. Kalt genug um zu erfrischen und warm genug, dass man gar nicht mehr raus möchte. Der Salzgehalt hier war besonders hoch und so konnte Flo beim schwimmen feststellen, dass er viel schöner im Wasser trieb. Kann es denn irgendwo schöner sein?
Wir entspannten den Rest des Nachmittags noch am Strand und genossen die strahlende Sonne. Am Abend machten wir uns dann das Chilli vom Vortag warm und aßen dazu in Olivenöl und Knoblauch geröstetes Brot. Jess und Greg zog es an den Strand für ein BBQ. Später am Abend trafen wir uns dann wieder, spielten Brille (ein Kartenspiel) und tranken Whiskey mit Ginger Ale. Ein wirklich gelungener Tag.

04.11.
Lange schlafen bedeutete für uns mittlerweile 8:30 Uhr. Wieder lag ein fauler Tag vor uns. Nach dem Frühstück ging es gleich zum Strand. Musik hören, lesen, dösen und natürlich schwimmen! Mittags wieder einen Thunfischsalat und danach wieder zum Strand. Diesmal waren wir aber mit Angeln bewaffnet und wollten uns ein Abendessen besorgen. Das ausgewiesene Gebiet erwies sich allerdings als nicht besonders gut. Unsere Hacken blieben einfach immer in den Korallen stecken. Zu viele verloren wir auf diese Weise. Dann hatte Flo plötzlich eine Idee. Er schnappte sich Schnorchel und Taucherbrille, sowie unsere Handleine (Ein Plastikrad mit Angelsehne), präparierte sie mit Haken und Köder und schwamm bis zu den Korallen. Es dauerte etwas bis er die richtige Technik gefunden hatte, aber dann zeigten sich die ersten Erfolge. Er schwamm über die Korallen und zog die Leine mit Köder in einiger Entfernung hinter sich her. Dabei beobachtete er wie sich die Fische um den Köder tummelten und daran zupften. Etliche schluckten den Köder auch runter, bemerkten jedoch das was nicht stimmte und spuckten ihn samt Haken wieder aus. Das passierte noch ein paar Mal, bis es schließlich endlich klappte und der Haken an einem Fisch stecken blieb.

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Mit seiner Beute schwamm Flo dann zurück.

Das Exemplar war zwar nicht besonders groß, aber wir kannten diesen Fisch schon aus Exmouth und wussten, dass sein Fleisch dafür sehr lecker ist. Noch zwei Mal versuchte Flo sein Glück, konnte aber keinen Treffer mehr leisten. Der Sonnenuntergang brach an und wir gingen wieder zurück. Jess und Greg gingen aus (Jess hatte am nächsten Tag Geburtstag. Da wir allerdings dann nicht mehr in einer Stadt sein würden, beschlossen die beiden das Geburtstagsessen vorzuziehen.) und wir brieten uns den Fisch und aßen Pasta mit Rotweinsoße (nein, Isa hatte diesmal nicht selbst gekocht sondern ein Glas aufgemacht – muss auch mal sein!). So schön kann das Leben sein! Am nächsten Tag sollte es aber weiter gen Süden gehen und unsere kurze, jedoch sehr schöne Zeit in Coral Bay war zu Ende.

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