Bali

Bali (07.10.-14.10.)

Über eine Internet Plattform hatten wir ein kanadisches Paar kennengelernt, mit dem wir unsere Reise nach Perth antreten wollen. Sie waren inzwischen in Darwin angekommen und wir verabredeten uns für ein erstes treffen. Glücklich konnten wir feststellen, dass Greg und Jess sehr nett sind und wir die gleiche Reiseeinstellung haben. Das wird mit Sicherheit eine gute Reise! Bevor es aber in Richtung Perth gehen konnte, stand noch unser Urlaub auf Bali an. Am Flughafen bekamen wir erst mal kostenlose Verpflegung von meiner Ex Kollegin Manisha. Überall bekam Flo von den Airport-Mitarbeitern noch alles Gute gewünscht, während wir uns durch die Sicherheitskontrollen quälen mussten. Dann ging es endlich los und nach zweieinhalb Stunden Flug waren wir schon da. Mit dem Taxi ging es dann durch die wuseligen Straßen in Richtung Kuta, wo wir übernachten wollten. Während der Fahrt fing es an zu regnen. Schöne scheiße! Der Fahrer hat uns dann irgendwo am Arsch der Heide rausgeschmissen und wir stapften durch den Regen los, um uns eine Unterkunft zu suchen. Der Regen wurde immer stärker, bis wir komplett durchnässt waren und uns schlussendlich unterstellen mussten, da wir bei den Mengen an Wasser die mittlerweile runter kamen, beim Weitergehen ertrunken wären. So standen wir nun auf dem Bordstein, an die Hauswand gepresst da und warteten die Sintflut ab. Um uns herum waren haufenweise Clubs mit Trommelfell zerdröhnend lauter Musik und haufenweise total besoffene Australier. Schlimmer konnte ein Urlaub kaum anfangen. Als es dann endlich trocken war suchten wir uns eine ruhiger gelegene Unterkunft, bezahlten dafür mehr als wir eigentlich wollten und mussten uns dann noch mit einem extrem dreckigen Zimmer abfinden. Etwas entnervt wollten wir uns mit einem kühlen Bier in einer ruhigen Bar noch einen Schlummertrunk gönnen. Aber es stellte sich als unmöglich heraus eine Bar zu finden, dessen Musik nicht die zehnfache stärke einen Kampfjets hat. Außerdem wurden wir während des gesamten Wegs von Drogendealern belagert, die uns kleine Röllchen anboten. Nein danke! Wir hängen am Leben. Sehr enttäuscht flüchteten wir auf unser Zimmer. Unser erster Eindruck von Bali: Der übelste Drogen, sauf, Asi-scheiß den man sich vorstellen kann (Sorry für die Ausdrucksweise, aber isso)

Der nächste Tag begann mit einem mäßigen Frühstuck und einer kleinen Stadtbegehung in Kuta. Überall wird man belagert von Verkäufern, Taxifahrern und anderen Gestalten die nur eines wollen, dein Geld. Noch ein kurzer Abstecher an den Strand und ein bisschen den Surfern zu geguckt und eine extrem Überteuerte Landkarte gekauft und beschlossen in das nur 15 Km entfernte Sanur zu spazieren. Wir erhofften uns eine nette Wanderung durch die Natur. Leider nein! Unser Weg war direkt an der Hauptstraße die so krass überfüllt von Autos und Rollern war, dass es uns nicht wunderte, plötzlich jemand bewegungslos unter seinem Roller liegend zu sehen, mitten auf einer viel befahrenen Straße. Keine Ahnung ob der arme Kerl überlebt hat oder nicht. Irgendwann wurde es uns dann zu viel und plötzlich hielt ein kleiner Lieferwagen vor uns, der eine Art Bus war und zufällig auch nach Sanur fuhr. Für einen Spottpreis sollten wir befördert werden und stiegen schnell ein. Isa saß vorne und Flo nahm hinten neben drei Männern platz, die schwere Zementsäcke transportieren. Die Fahrt war sehr abenteuerlich! Die Balinesen sind krassesten drängelnsten Fahrer die man sich vorstellen kann und der Fahrer machte sich aus Isas Angst einen Spaß (Gurte gab es übrigens auch nicht, warum auch?!). Die Männer wurden an ihrem Grundstück rausgelassen, das nur durch viel verwinkelte kleine Gassen zu erreichen war. Dann wurden wir in Sanur am Strand herausgelassen und konnten endlich sehen, warum Bali für viele eine Trauminsel ist. Der Strand ist zwar über weite Teile nicht sehr schon, aber die Ferienanlagen sind ein absoluter Traum. Wellness und Entspannung pur! Hier lässt es sich durchaus eine Weile aushalten. Durch Zufall konnten wir in einem Restaurant eine Unterkunft organisiert bekommen und konnten nun für zwei Tage in einem richtig schönen Bungalow wohnen.

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Unser Bungalow

Wie überall in Asien wurde allerdings auch hier auf das Badezimmer keinen Wert gelegt, aber damit kommen wir ja klar. Unser Vermieter heißt Ronald und kommt aus Belgien. Es ist freundlich und hilfsbereit zu seinen Gästen, verhält sich seinen Angestellten gegenüber allerdings wie ein Patriarch. Er hatte sich vor fünf Jahren scheiden lassen und lebt seitdem auf Bali. Von zwei seiner Angestellten wurden wir auf Rollern zu unserer Unterkunft gefahren. Etwas abseits gelegen, aber ruhig. Wir legten uns erst mal ins Bett und ließen uns vom Indonesischen Fernsehen beschallern. Schrecklich langweilig! Dermaßen viele und schlechte Seifenopern! Kein Wunder das wir bald einschliefen. Abends spazierten wir dann wieder in die Stadt und fanden auf unserem Weg einen netten kleinen Markt auf dem wir später essen wollten. Vorher schauten wir aber noch in einem Restaurant hinein und gönnten uns ein paar Happy Hour Drinks. Etwas angesuslt verließen wir das Restaurant wieder und hatten keinen Hunger mehr. Also wieder in unsere Butze und zum Einschlafen einen Arnold Schwarzenegger Film gucken.

Am nächsten Tag machten wir uns relativ spät erst auf den Weg zu Roland um unser kostenloses Indonesisches Frühstück zu verspeisen. Es war richtig gut. Ein leckeres Nasi Goreng, mit Currykartoffeln, Salat, Krupuk, Orangen Saft, Wasser und Balikaffee. Nach diesem leckeren Mahl liehen wir uns bei Ronald noch einen Roller und machten uns auf den Weg nach Ubud. Man muss echt Nerven wie Drahtseile haben um dieses Gewusel auf den Straßen zu überstehen. An einer Ampel wartend wurden wir plötzlich von einem Balinesen angesprochen, der neben uns auf einem Roller saß. Er schien sehr interessiert und fragte viel. Er erzählte uns dass wir den gleichen weg hätten und wir ihm folgen sollen. Er fährt gerade zu sich nach Hause, wo auf sein Atelier ist. Flo war sofort klar, dass er uns nur in seinen Laden lotsen wollte um uns Silberschmuck zu verkaufen. „Wir müssen ihn irgendwie loswerden! Aber erst nachdem er uns den Weg gezeigt hat.“ Entscheidet Flo. Sehr bedächtig lotst uns der Mann in die Richtung Ubuds. Als er von der Hauptstraße abbiegt und uns zuwinkt ihm zu folgen, dreht Flo das Gas voll auf und rast davon. Lachend freuen wir uns, dass diesmal wir diejenigen waren die ausgetrickst haben. Endlich war auch mal etwas Landschaft zu sehen und bis auf den vielen Verkehr hatten wir eine schöne Fahrt. In Ubud angekommen zog es uns zuerst auf einen Markt. Es erwarteten uns endlos aneinandergereihte Stände mit Seidentüchern, Klamotten und haufenweise Souvenirs. Dort gingen wir erst mal shoppen und Isa bewies wieder einmal, dass sie sich aufs Feilschen versteht. Leider fing es schon bald wieder an zu regnen und wir beschlossen uns in ein Restaurant zurückzuziehen und was zu essen. Aber auch danach wurde es kaum besser. Wir waren nochmals etwas bummeln, bis wir uns wieder in ein Restaurant flüchten mussten. Dort bestellten wir uns jeder einen Pott Tee (hier auf Bali bekommt man dann jeder eine große Kanne für ca. vier Tassen). Als es weniger regnete verließen wir unseren Unterschlupf wieder, aber kurz darauf fingen es wieder an. Diesmal kam es Eimerweise von oben herabgegossen. Trotz dieses Wetterdebakels entschieden wir uns von Sanur nach Ubud zu ziehen. An diesem Abend schafften wir es dann auch auf dem Markt den wir gestern entdeckt hatten essen zu gehen. Lecker und sehr günstig!

Nach einem wiedermal leckeren Frühstück ging es für uns zum Wellness. Isa hatte sich eine Pediküre gebucht und Flo eine Fußreflexzonenmassage. In dem unorganisiertem Studio mussten wir erst mal warten. Das fing ja gut an, keine Masseuse war da. Draußen sahen wir den Chef wild am telefonieren. Nach ca. 15 min kamen zwei Frauen auf ihrem Roller angetuckert. Erste Zweifel an der Qualität dieses Studios keimten, da die beiden mit den Räumlichkeiten nicht vertraut waren. Hatten sie das vorher schon mal gemacht, oder wurden sie gerade einfach von der Straße reingeschleppt? Flo´s Massage überzeugte ihn jedoch, dass er keine Anfängerin vor sich hatte. Isa hingegen war sehr unzufrieden und lies ihre Behandlung später abbrechen und bezahlte nur ein Drittel des Preises. Wir beschlossen zu dem von Ronald empfohlenen Salon zu gehen. Dort erhielt Isa nun mehr für ihr Geld und war zufrieden. Mit etwas Zeitrückstand ging es nun Richtung Ubud. Das dachten wir jedenfalls. An einer Ampel stehend bemerkte Isa, dass sich Flo falsch eingeordnet hatte. Kein Problem, es wird kurzerhand einfach in die andere Spur rübergezogen. Die Ampel wird grün und mit Vollgas geht’s weiter. Jedoch nur ein kurzes Stück, da uns der einsetzende Regen zu einer Zwangspause verdonnert. Also halten wir schnell am Seitenstreifen unter einem Baum an. Ein Polizist hält neben uns. Was kommt denn jetzt? Er fragt nach Flo´s Papieren die er ihm schnell aushändigt. Dann fragt er uns ob wir wissen warum er uns angehalten hat. Wie bitte? Keiner hat uns angehalten, wir haben uns untergestellt und er hat neben uns gehalten. Aber egal, Flo antwortet, sich keiner Schuld bewusst, mit Nein. Da erklärt er uns mit gebrochenem Englisch, dass wir unerlaubt die Spur gewechselt hätten an der Ampel und dass unser Manöver sehr gefährlich war. Okay, in Deutschland hätte man sagen können, dass der Polizist vollkommen recht hat, mit seiner Aussage, schließlich ist Flo über eine durchgezogene Linie gefahren, aber hier auf Bali ist die Feststellung des Polizisten einfach nur lächerlich! Klar, es war ein Fehler, aber hier fährt doch eh jeder wie er will. Die einzig gültige Verkehrsregel lautet: Wer bremst, verliert. Aber so lächerlich seine Anschuldigung ist, im Grunde hat er recht und das ist ärgerlich, besonders als er uns sagte, dass wir ihm 100000 Rupien Strafe zahlen müssen. Wir konnten unter diesem Sachverhalt nur akzeptieren, allerdings unter einer Bedingung, dass der Vorgang korrekt abläuft, dass Geld nicht in seine Tasche wandert und wir einen offiziellen Beleg für diese Zahlung erhalten. Damit war er offensichtlich nicht einverstanden und marschierte mit den Fahrzeugpapieren und Flo´s Führerschein davon. Flo lief ihm schnell hinterher, bis er in einer Seitengasse angekommen war, wo bereits ein weiterer Polizist stand. Nun begann dass Palaver. Beide konnten nur sehr schlecht englisch sprechen und sträubten sich dagegen, Flo irgendetwas auszuhändigen. Irgendwann kam Isa sorgenvoll dazu. Sehr aufgebracht versuchte Isa den beiden klar zu machen, dass wir den Beleg haben wollen. Dem einen Polizisten wurde das zu viel und er sagte, dass er ab sofort nur noch mit dem Fahrer sprechen wird. Isa versuche Ronald anzurufen, damit er uns helfen kann scheiterten. Da die beiden dass Geld aber unbedingt haben wollten, zog der eine dann schließlich einen vollgeschriebenen Blog raus und füllte dort ein paar Daten ein, doch weder den Betrag, von Flo´s Daten etc. Dann forderte er Flo auf dies zu unterschreiben. Es war klar, dass sie versuchten uns damit abzuspeisen. Flo weigerte sich und wies die Polizisten darauf hin, dass dort nicht relevantes Vermerkt wurde und Isa hakte nach, ob dass wirklich ein offizielles Dokument sei. Eine Antwort bekamen wir nicht, stattdessen wurde uns gedroht, wir müssen zum Polizeirevier fahren, wenn wir das Geld nicht zahlen. Damit waren wir sofort einverstanden und zu seinem Unglück musste der Polizist feststellen, dass seine Drohung nach hinten los ging. Dann folgte eine lange Diskussion zwischen den beiden Männern, die wir nicht verfolgen konnten. Schließlich sagte uns der eine offensichtlich ziemlich enttäuscht, dass es bei einer Verwarnung bleibe, dass wir verschwinden sollen und dass wir gefährlich seien. Wie auch immer. Erleichtert kletterten wir wieder auf den Roller und versuchten nun endlich in Richtung Ubud zu gelangen. Aber dieser Tag brachte uns kein Glück. Ständige Schauer zwangen uns zu Pausen. Als wir dann endlich wieder freie Fahrt hatten, brach uns plötzlich die Hinterseite des Rollers aus. Flo konnte gerade noch einen Sturz vermeiden und ließ den Roller ausrollen. Das hätte auch ganz leicht böse ausgehen können. Na toll, einen Platten und wir waren mitten im Nirgendwo. Wo zum Geier kriegen wir nun eine Werkstatt her. Zu allem Unglück war auch noch Sonntag. Die ersten beiden Werkstätten die wir fanden waren deswegen auch geschlossen. Und so standen wir nun da, nass und mit den Nerven am Ende. Alles in allem der schlimmste Urlaub den wir beide bisher hatten. Da brach es dann aus Isa heraus und sie weinte bitterlich und setzte sich auf eine Türschwelle. Von der anderen Straßenseite bekamen wir von ein paar Arbeitern die Information, dass hier in der Nähe keine weitere Werkstatt sei. Schließlich öffnete sich die Tür zur Schwelle auf der Isa saß und der Mann der dort wohnte, sagte ihr sie könne dort nicht sitzen und müsse weg von dort, 200 Meter die Straße runter. Der absolute Tiefpunkt. Da konnte es doch nur besser werden und schließlich hatten wir auch endlich etwas Glück. Zwei Balinesen zeigten sich Interessiert und Hilfsbereit und führen mit ihren Rollern die Straße runter um für uns eine Werkstatt zu finden. Bald kamen sie zurück und erklärten uns es sei nicht weit. Gott sei Dank. Sie warteten noch bis wir dort eingetroffen waren und handelten uns einen Preis aus. Dankbar verabschiedeten wir uns und schnell war unser Flitzer wieder repariert. Schließlich kamen wir in Ubud noch vor Sonnenuntergang an und konnten nach längerem Suchen auf eine geeignete Unterkunft finden. Abends nahmen wir ein weniger gutes Essen zu uns und stapften im Regen zu unserem Zimmer zurück.

Der nächste Tag begann bewölkt, aber trocken. Wir bekamen ein kleines Frühstück serviert und konnten uns mit zwei weiteren Reisenden austauschen und beschlossen für diesen Tag die nähere Umgebung mit ihren Reisfeldern zu erkunden. Mit dem Roller zogen wir los und fanden uns bald auf einer schönen Straße wieder. An den Seiten zogen sich die Reisfelder dahin und viele Tempel säumten den Weg.

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Ein Tempel

An einem hielten wir schließlich und eine Balinesin forderte uns auf dort Fotos zu schießen. Natürlich verlangte sie Geld dafür, aber was soll´s. Sie konnte nicht sprechen und versuchte uns durch Zeichen Bedeutungen und Szenen, welche die Steinskulpturen darstellten zu erklären. Sie war sehr nett und trotz der Sprachbarriere verstanden wir fast alles und lachten viel. Als wir dann wieder in Ubud angekommen waren, nahmen wir ein weniger gutes Mittagessen zu uns. Aber wenigstes das Restaurant war interessant, da dort wie am Fließband ganze Spanferkel verarbeitet wurden. Eine Frau war nur mit Zerlegen beschäftigt und trennte die beeindruckend krosse Haut vom Körper. Gestärkt wollten wir nun eine Wanderung durch die Reisfelder unternehmen. Es war großartig und definitiv das Highlight dieser Reise.

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In den Reisfeldern

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Ein Kiosk mitten in den Reisfeldern

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Flo wird beigebracht wie man Steine macht

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Mehr Reisfelder

Zurück in der Stadt gingen wir noch etwas bummeln und beschlossen uns ein Tischtuch zu kaufen, als gemeinsame Erinnerung dieser Reise. Später konnten wir dann auch eins erstehen und feilschten wie die Verrückten. Unsere Preisvorstellung konnten wir leider nicht realisieren, aber wir haben wahrscheinlich das Maximum herausgeholt. An diesem Abend verschlug es uns in ein in einem Hinterhof gelegenes Restaurant. Wir waren die einzigen Gäste, was allerdings an der Lage lag und nicht an der Qualität des Essens. Gerne wären wir dort wieder eingekehrt, aber unser Plan für den nächsten Tag sah vor, in die Berge zu fahren und dann in Richtung Osten der Insel zu gelangen.

Das Wetter machte uns wieder einmal einen Strich durch die Rechnung. Morgens um 6 waren wir aufgestanden und standen schon aufbruchsbereit da, als es wieder einmal zu regnen anfing. Na toll. Enttäuscht aßen wir unser Frühstück und überlegten was wir nun machen konnten.

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Regen am Morgen

Nach ein paar Stunden hörte es schließlich auf und wir führen Richtung Osten davon. Im Laufe der Fahrt wurde das Wetter immer besser und wir beschlossen irgendwann eine paar „Weißen“ zu folgen und fuhren schließlich doch noch in die Berge. Das hatte sich dann auch richtig gelohnt!

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Reisfelder in den Bergen

Wir hatten tollen Sonnenschein und eine tolle Aussicht und konnten die Natur so richtig genießen. Endlose Reisfelder wohin das Auge blickt. Nach ein paar weiteren Stunden auf dem Roller schmerzten unsere Backen mittlerweile ziemlich und wir sind ziemlich am Ende in Kusamba angekommen. Leider konnten wir dort nicht dass vorfinden, was wir uns vorher erhofft hatten. Weit ab des Tourismus befanden wir uns in einem Ort, der scheinbar keine Unterkunftsmöglichkeiten hatte. Der auf der Karte angezeigte Strand war auch nirgends zu entdecken. Ein ca. 200 Jahre alter Opa wollte die Gelegenheit nutzen um uns ein paar Scheine zu entlocken, als wir Ratlos am Meer standen.

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Das Meer mit schwarzem Sandstrand

Wir konnten ihn jedoch abwimmeln und beschlossen noch heute nach Sanur zurückzufahren, um unsere letzen beiden Tage auf Bali am Strand zu verbringen. Die Fahrt war ein richtiger Horrortrip. Endlose Baustellen, Gedrängel, unglaublich dichter Verkehr und jede Menge stinkender Abgase. Völlig fertig saßen wir irgendwann wieder bei Ronald im Restaurant und warteten bis unser Zimmer wieder fertig war. Bis dahin aßen wir, blöd wie wir waren, eine Pizza, die natürlich extrem bäh war. Am Abend aßen wir an einem kleinen schäbigen Stand für einen lächerlich geringen Preis zu Abend und zwar gut.

Als wir am nächsten Morgen zum Frühstück wollten: Um in die Stadt zu gelangen, mussten wir mit dem Roller die viel befahrene Straße überqueren, die direkt vor unserer Ausfahrt lag. In der Mitte der Fahrbahn befand sich ein kleiner Streifen, an dem man stehen konnte, bis man sich in den Verkehr wieder einordnen konnte. Wir standen also auf der Mittelinsel, als auf der Seite, auf die wir zu gelangen versuchten ein Polizist hielt und uns zuwinkte, hinter ihm zu halten. Nicht schon wieder! Wir befolgten seine Anweisung. Der Polizist nahm seinen Helm ab und Isa sagte: „Hello again!“ Tatsächlich war es wieder besagter Polizist, der uns schon beim ersten Mal gestoppt hatte. Als wir unsere Helme abnahmen erkannte er uns dann auch und Isa konnte ein „Oh no!“ vernehmen. Diesmal versuchte er nicht an unser Geld zu kommen, redete uns aber ein, wir hätten einen Fehler gemacht und seien Gefährlich. Als Isa ihn darauf hinwies, dass just in dem Moment ein Auto das gleiche Tat wie wir und er sich gezwungen sah nun zu reagieren, agierte er nur halbherzig und der Autofahrer ignorierte ihn. Wie auch immer. Es war wieder einmal an den Haaren herbeigezogen, aber was soll´s. Er stieg wieder auf sein Vehikel und heizte davon. Zwei zu null für uns! Den ganzen Tag verbrachten wir unglaublich Faul am Strand und arbeiteten intensiv an unserer Bräune. Das war gut. Auch der letzte Tag sah nicht anders aus.

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Am Strand in Sanur

Gegen acht wurden wir dann zum Flughafen gefahren und konnten wieder einmal nur über den Wahnsinn der Balinesischen Autofahrer staunen. Am Flughafen erwartete uns noch mal eine böse Überraschung und wir mussten unerwartete 300000 Rupien Ausreisegebühren zahlen, die uns sehr ärgerten. Auch die Sicherheitskontrollen waren extrem unsinnig und so durften wir das im Flughafen teuer gekaufte Wasser nicht mit an Bord nehmen.

Was hat uns nicht gefallen: Der viele Verkehr, die dadurch oftmals sehr schlechte Luft, die aufdringlichen Verkäufer, das schlechte Wetter.

Was hat uns gefallen: Das Essen (größtenteils), die schöne Natur, die Erholungsmöglichkeiten

Wie also sollen wir über diesen Urlaub urteilen, der einerseits total beschi**en und andererseits extrem schön war? Gerne würden wir noch mal wieder kommen, mit mehr Zeit und deutlich mehr Geld im Gepäck, da die Insel ein unglaubliches Potenzial hat und wir gerade mal ein Bruchteil des Möglichen gesehen haben.

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