Archive for Juni, 2010

Erste Bilder aus Australien

Montag, Juni 21st, 2010

Endlich können wir euren Wünschen nachkommen und ein paar Fotos von Australien online stellen. Leider vergessen wir häufig unsere Kamera mitzunehmen, deswegen haben wir auch noch keine Strandfotos zu bieten. Wir geloben aber Besserung.

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Unsere zweite Woche in Australien. Isa und Flo am Campen

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Ein Sonnenuntergang am Mindle Beach

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Hier sind wir beim Krebse fischen

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Dickes Ding!

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Isa bestaunt unsere Mahlzeit

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Der Garten unseres jetzigen Wohnsitzes

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Der Mindle Beach Market

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Immer gut besucht

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vor allem nach Sonnenuntergang

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Ein Highlight sind die Sand-Castle von „Anthony“

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Nun sind wir auf dem Rapid Creek Market. Hier wird gerade Pow Pow Salad gemacht

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Hier arbeitet Isa – Donut King (besser als Dunkin Donuts lieber Jonny!)

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Das ist Isa´s Chefin

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Beim Zoom könnt ihr euch die leckere Ware angucken

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Flo sitzt auf der Terrasse und schreibt ausführliche E-Mails an die Eltern 😉

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Terrasse und Pool

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Das ist Burni, ein Kampfhund der nur kuscheln will, wirklich!

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Das ist Gem

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Hier entstehen kulinarische Genüsse!

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Das ist das Wohnzimmer

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Der Blick in unser Zimmer. Rechts ist die Tür zum Kleiderschrank/ Kammer mit Kühlschrank. Links ist das Badezimmer

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Das ist unser Auto  „Dwight Kingston“ – ein großer Name für ein großes und durstiges Auto

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Und so sieht es von vorne aus

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und so innen

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Das ist der Kofferraum

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In unserem Garten, eine Palme mit einer riesigen Fledermaus

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Der Kot dieser Viecher stinkt übrigens bestialisch

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Hier sitzen wir alle im Garten. Jill (Vermieterin), Ella (Enkelin), die Hunde, Flo und die die das Foto gemacht hat

Darwin – Casuarina

Montag, Juni 14th, 2010

Darwin – Casuarina

Aus der siffigen Gecko Lodge ab in unser neues Domizil in Casuarina. Endlich war es soweit. Der einzige negative Aspekt dabei war, dass wir unsere neuen Freunde verlassen mussten. Aber wir blieben mit ihnen in Kontakt und unternahmen des Öfteren was zusammen. Wir richteten uns in unserem neuen Zimmer häuslich ein und gingen mit Freude daran unseren Kühlschrank randvoll zu stopfen. Den Luxus eines eigenen Kühlschranks haben wir schon sehr vermisst. Die Ausstattung der Küche erlaubte es uns fortan wieder köstliche Speisen zuzubereiten. Der einzige Nachteil der sich uns bot, war, dass es kein Bett in unserem Zimmer gab und dass wir weiterhin auf unserer Luftmatratze schlafen mussten. Nicht besonders optimal. Jeden zweiten Tag mussten wir Luft nachpumpen und unsere Nacken bedankten sich mit Schmerzen. Aber dieses Problem konnten wir mittlerweile beheben. Wir konnten uns in einem Second-Hand Geschäft eine Matratze kaufen. Wir sind inzwischen sogar richtige Fans der Heilsarmee geworden. Dort kann man echt gut einkaufen und die Preise sind überragend. So hat sich Isa eine Shorts und ein Portemonnaie erstanden und Flo ein T-Shirt. Besonders günstig sind allerdings Bücher. Es ist kaum zu glauben wie teuer Bücher hier in Australien sind. So kann man für ein neu erschienenes schon mal stolze 30$ rechnen. Je nach Qualität bezahlt man bei der Heilsarmee nur bis zu 6$.
Tja, was haben wir hier so tolles erlebt? Unsere Vermieterin hat uns zum Krebs fischen mitgenommen. Das läuft wie folgt: Wir sind zu einem etwas abgelegenen kleinen Flusslauf gefahren, kurz vor Sonnenuntergang. Eigentlich war es nicht viel mehr als ein Rinnsal und viel Matsch. Kaum zu glauben dass sich dort wirklich Krebse tummeln. In dieses Rinnsal haben wir dann zwei Crab pots niedergelassen. Das ist ein Gestell mit Netzen ausgekleidet in das die Krebs rein krabbeln können aber nicht wieder raus kommen. Als Köder haben wir zwei große Hähnchen teile benutzt. Nun mussten wir nichts weiter tun, als am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang wieder dort zu erscheinen. Wir hatten wirklich großes Glück bei unserem ersten Versuch. Als wir den ersten Crab pot aus dem Wasser zogen konnten wir uns über 2 prächtige Krebse freuen. Der zweite Pot beinhaltete sogar 3 Krebse. Jill (unsere Vermieterin) hatte allerdings nicht vor alle zu behalten, da sie glaubte, dass man Weibchen nicht behalten dürfe. So gingen wir mit 3 nach Hause (im Geschäft hätten wir 60$ oder mehr dafür bezahlen dürfen). Es hat sich am Ende herausgestellt, dass wir alle hätten behalten dürfen. Egal, das nächste Mal.
Nach einiger Zeit des Suchens hatte sich für Flo endlich eine Jobmöglichkeit eröffnet. Besonders gut war der Job eines Trolley-Boys allerdings nicht. 14,50$ die Stunde sind eigentlich indiskutabel, aber was soll man machen, man ist Jung und braucht das Geld. Die Arbeitsaufgabe war extrem simpel: Bringe Einkaufswagen zum Supermarkt zurück. Genau das tat Flo eine Woche lang. Die Kollegen waren ziemlich… naja…, die Firmen die Trolley-Boys einstellen stehen in dem Ruf hauptsächlich geistig nicht ganz fixe zu rekrutieren. Dem Eindruck konnte sich Flo auch nicht erwehren. Was sagt das jedoch über ihn selbst aus? Dass er schnell weg muss, da er nach einer Woche anfing einige seiner Kollegen sympathisch zu finden. Und da kam endlich die lang ersehnte Chance. Mitten in der Arbeit wurde Flo angerufen, von einer unbekannten Nummer. Er hatte vor ein paar Wochen seinen Lebenslauf in einem Airportcafé abgegeben, aber nicht mehr damit gerechnet zurückgerufen zu werden. Es folgte ein kleines Telefoninterview das er anscheinend gut meisterte, da er zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. Auch dort zeigte er sich von seiner besten Seite und wurde noch am selben Tag eingestellt. Die Arbeitsbedingungen änderten sich für ihn nun beachtlich. Der Grundstundenlohn betrug ab jetzt 17,90$. Hinzu kommen je nach Arbeitszeit Lohnaufschläge bis zu 200%. Ab jetzt kocht Flo also Kaffee am Airport (Wenn ich hier von Kaffee spreche, dann darf man sich aber keinen deutschen Kaffee vorstellen. Hier läuft alles auf Espressobasis. Wenn man einen Kaffee bestellt, bekommt man entweder einen Espresso mit viel Wasser verdünnt, oder einen Espresso mit viel Milch verdünnt. Das führt besonders bei internationalen Gästen am Airport des Öfteren zu Verwirrung. Besonders wenn sie einen Macchiato bestellen. Dann erwarten sie wie in Deutschland einen Latte Macchiato, bekommen aber lediglich einen Espresso mit ein wenig Milchschaum. Da muss man ihnen vorher immer erklären, was sie da eigentlich bestellt haben. Dann wollen sie es meistens aber nicht mehr und bestellen stattdessen einen Latte) Jetzt konnte das Leben in Australien so richtig anfangen! Wie dann nun mal so ist, bekam Flo wenig später den nächsten Anruf von einem möglichen Arbeitgeber und wurde zu einer Probearbeit in einer Bar eingeladen. Das nahm er auch war. Trotz seiner Barerfahrung war es aber nicht leicht klar zu kommen. Die Biersorten waren ihm völlig unbekannt, ganz zu schweigen von den Abkürzungen die die Gäste beim bestellen benutzen. Aber nach 3 Stunden ging es immer besser und es fing sogar an Spaß zu machen(Es kam aber längst nicht ans Freundlich und Kompetent heran!). Wahrscheinlich wird er aber dort nicht wieder arbeiten. Nicht weil es ihm nicht gefallen hat, aber der Airportjob bietet kaum eine Möglichkeit für zusätzliche Arbeit. Flo arbeitet jetzt nur noch nachts. Dies ist insofern ganz gut, da der Stundenlohn nachts erheblich steigt, allerdings wird das Zusammenleben mit Isa etwas erschwert, da beide nun einen anderen Rhythmus haben. Wir versuchen aber das Beste daraus zu machen und trotzdem möglichst viel zu unternehmen. Zum Beispiel haben wir gerade beschlossen unsere eingetretene Trägheit zu bekämpfen und jeden Tag woanders einen Spaziergang zu machen (Das ist echt mal eine gute Idee gewesen, da wir inzwischen doch recht viel gesehen haben. Die Strände laden einfach zu Spaziergängen ein). Die Folge ist zwar eine allgemeine Müdigkeit auf beiden Seiten, aber was solls. Etwas Blöd ist aber, dass wir nicht die gleichen Tage frei haben, da Flo jedes Wochenende arbeitet und in der Woche seine zwei freien Tage hat. Die Zeit ist jedoch absehbar, da wir ohnehin nur bis Oktober hier bleiben wollen.
Heute ist Flo um 4 Uhr morgens von der Arbeit gekommen und hat Isa zum Fußball gucken geweckt. Für ein grandioses 4:0 kann man seinen Schlaf auch mal vernachlässigen. Jupiiiiiiiie!
Wer das nun gelesen hat ist auch dem aller neusten Stand! Nun wollen wir auch wissen was bei euch so läuft. Also, schreibt uns! Dreizeiler gellten übrigens nicht!

Bis denn, Isa und Flo

Darwin – City 2

Freitag, Juni 4th, 2010

Darwin City 2

Da waren wir also wieder. Die Gecko Lodge sah noch genauso aus wie vorher, nur die Preise sind gestiegen. Trotzdem war es immer noch die günstigste Unterkunft. Es war auch irgendwie so, als würde man nach Hause kommen, da man so viele bekannte Gesichter wieder sah, Tim, Woulter, Donna, Anthony/ Arron/ Hey You, Oral. Auch ein paar neue sind dazu gekommen, Axel und Cassie. Mit letzteren beiden verbrachte Flo ein paar schöne Frühstücksessions.
An der Jobfront tat sich was neues. Endlich hatte Flo einen Termin für ein Interview bekommen, bei KFC.  Nach ein paar frustrierenden Tagen endlich die Wende? Das Interview verlief soweit ganz gut, aber die versprochenen Rückrufe erfolgten nie. Aber als Teilerfolg darf man das ganze schon werten. Auch bei der Wohnungssuche waren wir erfolgreich. Wir sahen uns zwei Räume an. Der erste Raum war klein und die ganze Wohnung etwas heruntergekommen. Dafür aber günstig. Der zweite Raum war in einem schönen Haus in der der Nähe von Isa´s Arbeit. Ein großes Zimmer, mit eigenem Bad und einer kleinen Kammer mit Kühlschrank waren zu vermieten. Küche, Wohnzimmer, Pool und Garten waren mitzubenutzen. Außer Jill, der Vermieterin gehörten noch ihre zwei Hunde zu den Mitbewohnern. Ein deutscher Schäferhund und ein American Staffordshire, beide sehr liebe Hunde. Am nächsten Tag sahen wir uns noch ein weiteres Zimmer an, aber unsere Entscheidung war  eigentlich schon gefällt. Deswegen riefen wir am selben Tag noch Jill an und waren froh bei ihr einziehen zu können. Bis das Zimmer endgültig frei wurde blieben wir noch in der Gecko Lodge.

Darwin – Lee Point

Freitag, Juni 4th, 2010

Darwin – Lee Point

Nachdem wir nun einen beträchtlichen Teil unseres Ersparten für einen Wagen auf den Kopf gehauen haben, mussten wir unsere Jobsuche forcieren und bei unserer Unterkunft sparen. Wir beschlossen uns außerhalb von Darwin auf einem Campingplatz niederzulassen. Viel Auswahl hatten wir aber dabei nicht. Wir zogen 30 Autominuten nördlich von Darwin in den Caravan Park Lee Point. Kostengünstig ist jedoch was anderes. Insgesamt bezahlten wir 5 $ am Tag weniger. Das hatte allerdings auch einen Nachteil àWir hatten keinen Strom mehr. Wenn also abends um halb 8 alles zappenduster wurde hieß es Taschenlampe raus oder schlafen gehen. Meistens gönnten wir uns bis 21 Uhr etwas Licht. Danach gingen wir schlafen (ohne Witz! Eine Woche lange um 21 Uhr schlafen gehen). Isa hatte beschlossen nicht mehr aus dem Rucksack zu leben und wollte sich stattdessen eine Plastikkiste kaufen und ihre Klamotten dort unterbringen. Wir fuhren also zum Casuarina Square, ein riesiges Shoppingcenter in einem Vorort von Darwin. Dort kam es dann auch zur schicksalhaften Begegnung mit Donut King. Ein Backpacker aus Deutschland hatte uns gesagt, dass sie dort heiße frisch zubereitete Donuts verkaufen. Als wir nun den Donut King-Stand entdeckten, entschieden wir uns ein paar von den Cinnamon-Donuts zu probieren. Just for fun fragte Isa den Verkäufer ob er nicht Personal bräuchte. Wie sich herausstellte hatte just an diesem Tag jemand bei Donut King gekündigt und eine Stelle war frei geworden. Sofort war Isa mit ihrem Lebenslauf zur Stelle und hatte kurz darauf auch noch ein Vorstellungsgespräch in der Tasche. Chef und Chefin zeigten sich begeistert von der Tatsache, dass Isa Kaffee kochen kann und zack hatte sie sich den Job klargemacht. So kann´s gehen. Während Isa also ab Dienstag Arbeit hatte, stand Flo immer noch mit leeren Händen da. Die nächsten Tage hieß es also um 7 Uhr aufstehen, Isa zur Arbeit fahren und Flo auf Jobsuche gehen. Dies stellte sich allerdings als sehr zäh heraus. So pendelte er zwischen den verschiedenen Shoppingcenter hin und her und füllte Online-Bewerbungsbögen aus. Dann wurde Isa von der Arbeit abgeholt und Essen und ein großer Sack Eis für die Kühlbox eingekauft. Auf dem Campingplatz ging es dann meistens in Richtung Pool und danach wurde gekocht. Der Campingkocher den wir mit dem Auto übernommen hatten ist jedoch nicht mehr ganz in Ordnung und das Kochen wurde teilweise zum Geduldsspiel. Bevor die Sonne unterging mussten wir dann schnell das Geschirr abspülen. In der Dämmerung lauerte nämlich bereits unser größter Feind auf uns: Die Mücke! Die Viecher sind hier noch aggressiver als in der Heimat und machen keine Kompromisse wenn es um schmackhaftes Blut geht. Meistens erwischten sie uns doch. Im Zelt waren wir jedoch sicher, wenn beim Eintritt keine mit rein gehuscht ist. Wegen der Hitze haben wir unser Überzelt teileweise entfernt gehabt, damit uns eine kühle Brise erreichen konnte. Dies wurde uns in der zweiten Nacht zum Verhängnis, da es plötzlich anfing zu regnen. Schnell schlossen wir die Luken, aber es war zu spät, wir waren bereits pitschnass (Hier im Land werden keine Kompromisse gemacht. Wenn es regnet, dann richtig!).
Nach über einer Woche haben wir unser erstes Stranderlebnis gemacht. Wir fuhren mit dem Auto zur nicht weit entfernten Küste und gingen voller Freude an den Strand. Leider ist schwimmen im Meer nicht ratsam, da sich zu dieser Jahreszeit noch immer Seewespen im Wasser tummeln. Begegnungen mit dieser Quallenart können tödlich enden. Deswegen begnügten wir uns mit einem ausführlichen Spaziergang. Die tiefhängen Wolken erzeugten eine andersartige Atmosphäre. Wir sind nun am anderen Ende der Welt und es fühlte sich wirklich anders an hier am Strand spazieren zu gehen. Der Sand ist ziemlich hell und fein und der Strand bestimmt 100 Meter breit und bis zum Horizont lang. Man hat das Gefühl nicht von der Stelle zu kommen, da der Strand endlos wirkt. Der Boden ist übersät mit gedrehten langgezogenen Muscheln und überall sind kleine Sandkügelchen zu sehen, die von kleinen Krebsen stammen, die sich im Sand eingraben. Ein wirklich schöner Flecken Erde! Wenig später erfuhren wir aus den Nachrichten, dass auf dem Parkplatz zu diesem Strand ein paar Backpacker ein schlimmes Erlebnis gemacht haben. Sie hatten sich auf dem Parkplatz mit ihrem Wagen häuslich eingerichtet. Mitten in der Nacht wurden sie dann von Maskierten mit Baseballschlägern aus dem Auto gejagt. Die Maskierten stahlen den Wagen und ließen die beiden Unglücklichen mit nichts zurück. Damit aber noch nicht genug. Anstatt nur das Hab und Gut der Beiden nehmen, haben die Diebe sich dazu entschlossen den Wagen nach der Tat abzufackeln. Wir haben uns dazu entschlossen, dass mit dem Wildcampen sein zu lassen.
Nach der Woche auf dem Campingplatz beschlossen wir fürs Erste wieder in die Gecko Lodge zu ziehen und uns dann einen Raum zur Miete zu suchen.