Darwin – City

Darwin (22.04.)

Die Abfertigung am Flughafen in Darwin ging schnell und reibungslos. Als man uns zum Ausgang wies konnten wir erst gar nicht glauben, dass wir schon ins Land reingelassen werden. Verunsichert fragte Isa noch mal nach, ob wir wirklich gehen können. Verwundert erklärte uns ein Beamter, dass alles rechtens sei. Also verließen wir den Kontrollbereich und traten in die Empfangshalle. Es war noch sehr früh morgens und die Leute sahen alles wie verschlafene Zombies aus.
Da es noch zu früh war um in die Stadt zu fahren und uns ein Hostel zu suchen, setzten wir uns ins Flughafen Café. Das erste was man sich merken sollte ist, wenn du einen Kaffee bestellst, dann kriegst du einen Americano und Americano schmeckt scheiße. Flo trank also einen miesen Kaffee und wir beide blätterten in unserem Lonely Planet herum und entschieden uns für das YHA Hostel. Wir teilten uns mit einem komischen Kauz das Taxi und fuhren in die „City“.
Am YHA luden wir unsere Sachen ab und stellten geschockt fest, dass die ganze Australiennummer eine teure Angelegenheit wird. 23$ pro Person pro Nacht. Wir beschlossen nur eine Nacht dort zu bleiben und dann weiter zu ziehen.
Für unser Frühstück haben wir uns für ein kleines Café entschieden. Wir liefen also durch die Stadt um dort hin zu gelangen. Auf dem Weg trafen wir eine Horde Aborigines. Alle lattenstramm (bis heute ist das der vornehmende Eindruck den wir von den Aborigines haben. Sehr selten trifft man in Darwin welche die einen anderen Lebensstil führen). Eine Frage die wir uns während des gesamten Weges stellten, war: Wo ist die City? Ohne es wirklich zu realisieren, liefen wir mitten durch. Ein Blick in unseren Lonely Planet rückte unsere Maßstäbe wieder zurecht. Darwin hat gerade mal 77 000 Einwohner. Ja, wir sind in einem Kaff gelandet.
Unser Frühstück zeigte uns erneut, dass wir sparsamer mit unserem Geld umgehen sollten, nachdem wir in Asien von den Lebensmittelpreisen noch so verwöhnt wurden. Alles ist hier deutlich teurer als in Deutschland. Den Rest des Tages schauten wir uns noch etwas in der Stadt um. Wir eröffneten ein Konto, holten uns neue Handykarten und schauten uns den ersten zum Kauf angebotenen Wagen an. Wir legten ein verdammt hohes Tempo vor! Zwei nette deutsche Jungs zeigten uns ihren Wagen. Unser erster Eindruck war sehr gut, aber für uns war klar: Wir kaufen uns nicht am ersten Tag ein Auto. Also blieb es erst mal dabei.

Am nächsten Tag zogen wir in die Gecko Lodge, wo wir uns für eine Woche einmieteten. Die Unterkunft lässt sich mit einem Wort gut beschreiben:  Heruntergekommen. Die Zimmer an sich sind okay. Leider ist die Klimaanlage jedoch nur zwischen 20 und 7 Uhr zu benutzen. Die Toiletten sind vollkommen versifft. Gleich am ersten Tag war ein Klo verstopft und ist übergelaufen. Die Duschen sind versifft und außerdem tropft es bei der unteren Dusche von der Decke. Ich will nicht wissen was für Wasser da runter tropft. Die Vermutung liegt aber nahe, dass es von einem Abfluss stammt.
Die Küche ist klein, versifft, kaum Geschirr vorhanden und das wenige was da ist wird nicht abgewaschen. Der Pool ist immer dreckig und das Chlorwasser ist toxisch. Warum zum Teufel bleiben wir also eine Woche hier? 1. Es ist die günstigste Unterkunft der Stadt. 2. Es ist klein und hier hängen viele coole Leute rum (unsere ersten Freunde in Down Under gefunden!).
Ansonsten haben wir recht wenig die erste Woche unternommen. Man muss ja auch erst mal reinkommen. Die Jobsuche lief relativ erfolglos, auch wenn wir von allen Seiten hörten, dass gerade jetzt viel gesucht wird. Hauptsächlich wird jedoch nach Einheimischen gesucht.

Ein wichtiges Ereignis gab es aber doch noch. Wir wurden von den zwei deutschen Jungs nach einmal angehauen ob wir ihr Auto nicht kaufen wollen. Sie sind mittlerweile mit dem Preis noch weiter heruntergegangen. Wir entschlossen uns eine Probefahrt zu unternehmen. Hat auch alles ziemlich gut geklappt. Selbst das Schalten mit links stellte kein Problem dar. Nach einem intensiven Check des Wagens war für uns klar, den wollen wir! Über den finanziellen Aspekt wurden wir uns schnell einig und wir beschlossen den Kauf. Für alle die es noch nicht schon vorher gehört haben ein paar Details: Mitsubishi Pajero V6; Allradantrieb; Farbe Weiß; Dicke Bridgestone Reifen; Dachgepäckträger; Fette Campingausrüstung inklusive; alles an Zubehör vorhanden. Da wir allerdings noch nicht genügend Geld in Australien hatten, haben wir den endgültigen Kauf auf Montag der nächsten Woche verschoben. Die Kohle haben wir dann zusammenbekommen und Zack wir haben unseren ersten gemeinsamen Wagen. Wie geil ist das denn!

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