Penang Georgetown

Penang Georgetown (02.04. – 05.04.)

Nach drei wunderschönen Wochen in Thailand saßen wir nun im Zug nach Malaysia. Das dröhnen der Klimaanlage wurde gelegentlich von lauten herzhaften Rülpsern unseres Sitznachbarn unterbrochen. Nach einer laxen Kontrolle an der Grenze konnten wir uns nun über einen weiteren Stempel in unserem Reisepass freuen. Zack waren wir im nächsten Land. Mit etwas Verspätung kamen wir in Butterworth an. Kurz vor dem Bahnhof beschäftigte sich unserer Schaffner damit, geschmuggelte Gegenstände aus diversen Verstecken zu holen, bis er einen beachtlichen Stapel Kisten vorzuweisen hatte. Wie sich herausstellte war der Rülpsweltmeister neben uns sein Komplize. Die gut klimatisierte Bahn verlassend, empfanden wir die Außentemperatur als ein Hitzschlag erster Güte. Schon bald waren Flo´s Reisehemd ein nasser Brocken und Isa´s Nase ein Schweißwasserfall. So empfing uns also Malaysia. Zu allem Überfluss stürmte ein übereifriger Taxifahrer auf uns los. Aus unserem Reiseführer wussten wir, dass wir die Fähre vom Bahnhof aus nehmen mussten, um nach Penang zu gelangen. Dies sah der Taxifahrer anders. So erzählte er uns es gäbe mit der Fähre Probleme und wir sollen doch besser bei ihm einsteigen, damit er uns in unglaublichen 45 min. in die Stadt bringen kann. Schon klar. Zehn Meter weiter stand ein Bahnangestellter der uns den Weg zur Fähre zeigte. Der Taxifahrer war wenig begeistert darüber und sah seine Chancen schwinden. Unbeirrt setzten wir unseren Weg fort, waren fünf Minuten später auf der Fähre und nach weiteren 15 Mintuen auf Penang angekommen. Die Hauptstadt Georgetown beheimatete den Fähranleger. Sie war unser erstes Reiseziel in Malaysia.

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Typisches Gebäude in Georgetown

Die ehemalige Kolonialstadt und Stützpunkt der East-India-Company war vor kurzen zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt worden und somit ein lohnendes Ziel unserer Reise. Durch die brütende Mittagshitze stapften wir durch die Stadt zur Lebuh Chulia, in der unser nächstes Guesthouse war. Wir gönnten uns ein Zimmer mit Aircondition. Das war auch verdammt nötig! Im Erdgeschoss des Stardust Guesthouse war ein kleines Café/Restaurant. Dort genehmigten wir uns eine kleine Erfrischung. Ein neues Lieblingsgetränk ward entdeckt: Mango Lassi. Mit Tränen der Glückseligkeit in den Augen genoss Isa diese flüssige Droge. Wir hatten die Hoffnung schon aufgegeben eines dem Coconut-Banana-Shake ebenbrütiges Getränk zu finden. Nun gönnten wir uns zweimal täglich diese Geschmacksexplosion.
Der nächste Tag war genauso heiß. Unser eiskalter Frühstückslassi hielt nicht lange vor à Flo´s T-Shirt pitschnass, Isa´s Nase ein Scheißwasserfall, so gingen wir die Love Lane (wird ausgesprochen Loooooooooooove Lane) hinunter.

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Looooooooooooooooooooooooooooooove Lane

An der Promenade stärkten wir uns mit einem geilen Fleischspieß und weiter gings zum Fort Cornwallis.

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Feuer!!!

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Kanone mit Munition

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Flo mit Gewehr und Hut neben Statue

Das Fort ist noch gut erhalten und lohnt für einen kurzen Ausflug genauso wie das Pinang Peranakan Mansion.

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Perkanakan Mansion von außen

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So stand wohl auch der einstige Besitzer am Balkon

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Isa hebt die Lunchbox an

Die Stadtvilla ist zu einem Museum umgebaut worden und bietet einen schönen Einblick in das Leben einer reichen Händlerfamilie des 18./19. Jahrhunderts. Ein witziger und wortgewandter Guide verstand sich gut darin dies zu vermitteln. Eigentlich wollten wir gar nicht rein gehen. Nur zufällig kamen wir dort vorbei und dem Hitzschlag nahe hofften wir dort  klimatisierte Räumlichkeiten vor zu finden. Der Rest des Tages verlief sehr geruhsam. Es hatte angefangen zu regnen, also verzogen wir uns ins Zimmer und schliefen eine Runde. Nun zum Essen gingen wir noch mal kurz raus. Gut so, ein neues geiles Getränk entdeckt: Ginger Tea mit Milch.
Ganz im Zeichen des Essens stand der nächste Tag. Wir wollten einige ausgewählte Stationen des Foodtrails ansteuern. Vorher aber noch einen Frühstücks-Mango Lassi. Kurz unterhielten wir uns noch mit einem deutschen Pärchen am Nachbartisch und dann gings los. Unseren ersten Happen nahmen wir in einer Bäckerei zu uns. Peanut Pancake hieß unsere zweite Station und sie war den weiten Weg wert. Leider gab es einige Foodcourts die wir abklappern wollten nicht mehr. So irrten wir etwas durch die Stadt. An der nächsten Station gab es dann leider gleich zwei Enttäuschungen. Malzige Saucen sind nicht so unser. Dann doch lieber wieder im Guesthouse einen Mango Lassi. Abend haben wir uns mit Marina und Boris, den bereits oben erwähnten Deutschen, zu einem verhängnisvollen Abend verabredet. In einer Reggae-Bar nahmen wir einen Lemon Ice Tea zu uns. Später spielten wir in unserem Zimmer noch der Große Dalmuti. So sollte es die nächsten Tage noch weiter gehen, da wir fortan einen engen Kontakt pflegten.
Der nächste Tag begann wieder mit einem geilen Lassi und ab auf den Foodtrail. Zimtschnecken, vegetarisches Frühstück und leckeren Kaffee (viel zu selten hier). Dann haben wir uns wieder etwas Kultur gegönnt und sind ins Penang Museum gegangen (bei 25 Cent pro Person kann man das gerne mal machen). Am Abend nahm dann unsere verhängnisvolle Bekanntschaft mit Boris und Marina ihren Fortgang. Ab in ne Bar und schön Bier getrunken… schön wärs! Der Alkohol hier ist verdammt teuer, deswegen ist es wieder mal bei einem Eistee geblieben. Mehr oder weniger (weniger!) brillant haben wir dann zwei Runden Pool gespielt. Immerhin hat Flo zweimal die Schwarze eingelocht, aber nur einmal gewonnen… Es beschlich uns wieder der Hunger und wir gingen zum Inder (fast alle Restaurants scheinen hier indisch zu sein). Der Laden roch zwar etwas nach Pipi, aber die Rotis (Brote, sehr dünn und in viel Fett gebraten. Vor allem mit Füllung sind sie super. Mit Zwiebel und Ei drin schmecken sie wie Rührei, geil!) sind super! Den Rest verbrachten wir wieder mit dem Großen Dalmuti. Großartiges Spiel. Das war unser letzter Abend in Georgetown.
Wie kann ein neuer Tag besser beginnen, als mit einem geilen Mango Lassi? Mit zwei geilen Mango Lassis! Und runter damit. Mit etwas Wehmut verabschieden wir uns von Marina und Boris, die uns noch bis zur Fähre brachten.

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Der Hafen von Georgetown

Es sollte aber kein Abschied für immer sein, soviel sei gesagt. Verfolgt also fleißig weiter unseren Blog, wenn es in den Cameron Highlands mit Boris und Marina weiter geht!
Was lässt sich abschließend zu Georgetown sagen… Sehr schöne Stadt! Die Hitze hat uns aber während der gesamten Zeit hier arg zugesetzt, sodass wir doch relativ wenig unternommen haben. Trotzdem denken wir, dass wir viel gesehen haben.

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Kleiner Uhrturm

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Christlicher Friedhof

Jeder Straßenzug hatte es in sich. Besonders die Häuserreihen im Kolonialstil begeisterten uns. Und auch dass alles etwas heruntergekommen ist, störte uns nicht, es verstärkte eher den Charme der Stadt.

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Heruntergekommener Straßenzug

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Ruine

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Ein Haus

Für alle die nach Malaysia wollen sei gesagt: Diese Stadt ist ein Muss!

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