Krabi

Krabi (26.03  – 29.03)

Früh am Morgen stiegen wir auf den Katamaran welcher uns von Koh Tao nach Koh Samui bringen sollte. Es war als würde man eine Gefriertruhe aufmachen und sich hineinlegen. Die Klimaanlage gab sich wirklich alle Mühe uns schön blau und hart zu machen und wir Idioten platzieren uns genau unter einer. Wir hatten jedoch Glück und mussten uns die Zehen nicht entfernen lassen. Auf Koh Samui wurden wir von den Mitarbeitern der Fähre aufmerksam zu unserem nächsten Vehikel gebracht. Die Reise schien gut organisiert zu sein (da wir uns mal eine stressfreie Reise gönnen wollten und in Eigenregie nur wenig günstiger davongekommen wären, haben wir eine komplette Tour gebucht bis zu unserem Bestimmungsort Krabi). Dann fing das Chaos aber an. Von dem einen Bus wurden wir in den nächsten geschoben und wir fragten uns: Warum überhaupt in einen Bus steigen? Wir wollen doch nicht auf Koh Samui bleiben, sondern aufs Festland übersetzen. Wie sich herausstellte gab es noch einen anderen Hafen auf der Insel. Dort fuhr unsere Fähre. Wie jedes Mal wenn wir in einen Wagen in Thailand steigen, gerieten wir auch dieses Mal wieder an einen Hobby Formel 1 Fahrer/ Kamikaze-Fahrer. „Mein Wagen hat Raketenantrieb, deswegen kann ich 20 Meter Fahrzeuglücken im Gegenverkehr nutzen um zu überholen!“ Wie ihr an diesem Eintrag erkennen könnt leben wir noch, manchmal wachen wir jedoch nachts Schweißgebadet auf… Das liegt an der Hitze, an das Verkehrsverhalten haben wir uns gewöhnt. Jedenfalls brachte uns der Wagen zum anderen Anleger. Dort hielten wir plötzlich an. Unser Fahrer ließ uns den Namen einer Reisegesellschaft mehrfach wiederholen. Als er damit zufrieden war warf er uns aus dem Wagen, deutete in eine Richtung in die wir gehen sollten, startete die Einspritzpumpe seines Wagens welche in Sekundenschnelle Literweise Kerosin in die Turbine leitete und weg war er (so oder ähnlich hat es sich zugetragen). Nun standen wir da und hatten nur eine grobe Ahnung… kaum Ahnung… eigentlich keine Ahnung was wir nun machen sollten. Wir gingen auf einen Bus der vom Fahrer beschriebenen Reisegesellschaft zu und sagten dem Fahrer wo wir hin sollten. Er deutet in die entgegengesetzte Richtung. Okay, wir kehrten um und hielten Ausschau nach dem Büro der Gesellschaft deren Namen wir zuvor geübt hatten. „Tuk Tuk!“ rief man uns entgegen. Wir wehrten den Ansturm sofort wieder ab. Die Tuk Tuk Fahrer ließen aber nicht locker und wollten unser Ziel erfahren. Wir sagten es ihnen. Uns wurde nun ein Weg beschrieben, der uns tiefer in die Stadt bringen sollte. Hm… Wir gingen weiter. Unser Unwohlsein wurde immer stärker. Wo zum Teufel schicken uns die Leute hin? Nach nochmaligen Nachfragen bei weiteren Personen fanden wir schließlich unser Ziel. Wir sollten wieder umkehren und zum Bus am Pier zurückgehen, der soll uns nach Krabi bringen. Toll, dann wieder zurück. Endlich fühlte man sich dort für uns zuständig und wir konnten bald einsteigen. Mit der Autofähre ging es dann wieder zum Festland. Puh, das war geschafft. Mit dem Bus ging es dann nach Surat Thani, dort sollten wir nochmal umsteigen und saßen schließlich im Bus nach Krabi. Unser Plan von einer stressfreien Reise ist nicht wirklich aufgegangen, aber wenigstens sind wir irgendwann auch in Krabi angekommen und sogar in unserem favorisierten Guesthouse untergekommen. Mit im Preis war der freie W-LAN Zugang (das wurde ausgiebig genutzt!).

Nächster Tag, schön ausgeschlafen. Unser Reiseführer hielt einen guten Tipp fürs Frühstück bereit. Ein netter Coffee Shop (Isa: mit schlechtem Kaffee) mit freundlichen Servicekräften einer guten (Isa: großen) Auswahl an Kaffeegetränken sowie einem breit gefächertes Angebot an Speisen erwartete uns. Und was bestellt sich Isa, Haferschleim! Trotzdem/ deswegen war das Frühstück gut und wir fühlten an diesem Morgen ein kleines Stück Heimat wieder. Leider mussten wir zu unserem Verdruss feststellen, das Krabi über keinen Strand verfügt. Aber auch wenn das Wasser hier ist eine braune Brühe mit… interessantem Geruch, da hätte man sich nicht hinlegen wollen. Wir machten also einen Spaziergang und wollten Richtung Hafen. Wir verliefen uns und irrten durch die Pampa. Zum Glück hatten wir einen Kompass (Vielen Dank ans FuK-Team!) dabei, der uns dabei half wieder zurück in die Zivilisation zu finden. Die Hitze war mörderisch und wir holten uns einen Mangoshake. Das Einzige was man ihm zugestehen musste war, dass er kalt war. Der erste Shake den wir nicht austrinken wollen/ konnten. Nach ein paar Stunden in der heißen Sonne war unser Spaziergang beendet und wir gingen zurück ins Guesthouse. Am Abend zog es uns dann zum Nachtmarkt. Eine breite Auswahl an Speisen und anderen Sachen wurden feilgeboten. Isa guckte sich alles an, alles! Trotzdem/ deswegen war es ein schöner Abend mit viel neuem, leckeren Essen. Den nächsten Tag verbrachten wir ziemlich gammelig. Abends waren wir wieder auf dem Nachtmarkt. Isa kaufte sich ein… irgendwas zwischen Täschchen und Portemonnaie. Flo kaufte sich ein handgefertigtes braunes Lederportemonnaie für 5 €.

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Pancake-Mobil auf dem Nachtmarkt

Der nächste Tag fing mal wieder früh an. Wir hatten uns eine Tour gebucht, die James Bond Tour, Badabäääämm! Mit einem Minibus fuhren wir erst mal 2 Stunden nordwärts. An einem kleinen Steg wurden wir von unserer Tourguide in Empfang genommen. Wir befanden uns in einer Bucht äh Flussmündung äh Fjord… keine Ahnung, auf jeden Fall war da viel Wasser

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Isa und Flo auf dem Boot

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Floating Village und krasser Brocken

Mit einem verdammt lautstarken Longtail führen wir den Fluss/ Fjord/ Bucht hinauf und hielten kurz in Sichtweite der Floating Village. Die Stadt wurde vor über 200 Jahren in den Fluss/ Fjord/ Bucht gebaut, wie uns erklärt wurde. Später wollten wir dort Mittagessen, aber erst mal weiter. Dann kam er endlich, der James Bond Felsen. Für alle die nicht jeden Bond Film bereits 20 mal gesehen haben diese kurze Erklärung. Dieser Felsen und die direkt daneben liegende Insel waren Schauplätze für den Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“, mit Roger Moore als Bond. Von Plakaten her kannten wir den Felsen schon. Aber wie es immer so ist, in Wirklichkeit ist alles viel kleiner und unspektakulärer.

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Der Hulk mit dem James Bond Felsen

Das spannende an der Insel waren die Höhlen mit ihren Fledermäusen.

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Isa in der Fledermaushöhle

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Spiderflow

Dann ging es mit dem Boot weiter. Die Landschaft hier ist echt mal genial. Das Wasser ist gesäumt von vielen steil aufragenden Klippen. In der Floating Village gab es ein schönes Mahl mit Reis, Cashewnüssen, Gemüse und frittierten Shrimps. Dann hatten wir noch Zeit uns die Stadt etwas anzusehen.

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Steg in der Floating Village

Was wir erblickten waren allerdings nur eine Aneinanderreihung von Verkaufsständen für Touristen. Mit Isa´s Verhandlungsgeschick konnte Flo sich ein Backgammon/Schachspiel relativ günstig erstehen. Als wir so durch die Gassen gingen sprachen uns immer wieder Leute an die etwas verkaufen wollten. Andere gingen etwas direkter zu Werke und Zack hatte Isa einen Babyaffen auf dem Arm. Seine (laut Isa) matschigen Hände umschlangen Isa ängstlich. Der Anblick war allerdings sehr putzig wie er da so hing mit seinem Windelpopo und dem Schwanz der herausragte. Die Frau fing an uns zu bedrängen: „Take a picture! Take a picture!“ Wann immer dich jemand drängt, hat es immer Folgen für deinen Geldbeutel. Also schnell das Affenbaby zurück und weiterziehen. Wie sich herausstellte hat einer aus unserer Reisegruppe ein Foto mit einem Affen machen lassen und sollte 200 Baht zahlen (5€!). Mit dem Boot ging es dann wieder zurück zu unserem Wagen der uns zum Affentempel brachte. Der Tempel ist in eine riesige Höhle errichtet worden in der ein großer liegen Buddha ist.

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Liegender Buddha im Affentempel

An einem kleinen Verkaufsstand konnte man sich Minibananen kaufen, die man dann an die Affen verfüttern konnte. Ein wirklich lustiges Schauspiel!

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Frecher kleiner Affe

Kaum hatte jemand ein paar Bananen in der Hand, da stürmten schon die ersten Affen auf sie zu. Dabei hatten sie keinerlei Scheu den Leuten auf die Schultern zu springen. So hingen teilweise vier Affen an einer Person, die mit ihren kleinen (matschigen) Händen nach den Bananen griffen. Unsere letzte Station an diesem Tag war ein Wasserfall. Über eine schmale lange Treppe gelangten wir zum Bassin in der das Wasser plätscherte. Ein wunderschöner Ausblick!

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Der Wasserfall

In weiser Voraussicht hatten sich einige Leute Badeklamotten mit genommen und stürzten sich ins erfrischende Wasser. Isa war mit dabei und konnte sich unter den kühlen Strom des Wasserfalls stellen. In dem Becken schwammen viele kleine Fischis die, wenn man still hielt, sich gierig daran machten Füße und Beine von Hautschuppen zu befreien. In Bangkok musste man für so eine Behandlung tief in die Tasche greifen. Isa genoss es umsonst. Auf unserer Rückfahrt wurden wir Zeuge eines fetten Wolkenbruchs. Wenn es hier regnet, dann richtig! Die Tour bildete einen gelungenen Abschluss für unseren Aufenthalt in Krabi.

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