Archive for April, 2010

Penang Georgetown

Sonntag, April 18th, 2010

Penang Georgetown (02.04. – 05.04.)

Nach drei wunderschönen Wochen in Thailand saßen wir nun im Zug nach Malaysia. Das dröhnen der Klimaanlage wurde gelegentlich von lauten herzhaften Rülpsern unseres Sitznachbarn unterbrochen. Nach einer laxen Kontrolle an der Grenze konnten wir uns nun über einen weiteren Stempel in unserem Reisepass freuen. Zack waren wir im nächsten Land. Mit etwas Verspätung kamen wir in Butterworth an. Kurz vor dem Bahnhof beschäftigte sich unserer Schaffner damit, geschmuggelte Gegenstände aus diversen Verstecken zu holen, bis er einen beachtlichen Stapel Kisten vorzuweisen hatte. Wie sich herausstellte war der Rülpsweltmeister neben uns sein Komplize. Die gut klimatisierte Bahn verlassend, empfanden wir die Außentemperatur als ein Hitzschlag erster Güte. Schon bald waren Flo´s Reisehemd ein nasser Brocken und Isa´s Nase ein Schweißwasserfall. So empfing uns also Malaysia. Zu allem Überfluss stürmte ein übereifriger Taxifahrer auf uns los. Aus unserem Reiseführer wussten wir, dass wir die Fähre vom Bahnhof aus nehmen mussten, um nach Penang zu gelangen. Dies sah der Taxifahrer anders. So erzählte er uns es gäbe mit der Fähre Probleme und wir sollen doch besser bei ihm einsteigen, damit er uns in unglaublichen 45 min. in die Stadt bringen kann. Schon klar. Zehn Meter weiter stand ein Bahnangestellter der uns den Weg zur Fähre zeigte. Der Taxifahrer war wenig begeistert darüber und sah seine Chancen schwinden. Unbeirrt setzten wir unseren Weg fort, waren fünf Minuten später auf der Fähre und nach weiteren 15 Mintuen auf Penang angekommen. Die Hauptstadt Georgetown beheimatete den Fähranleger. Sie war unser erstes Reiseziel in Malaysia.

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Typisches Gebäude in Georgetown

Die ehemalige Kolonialstadt und Stützpunkt der East-India-Company war vor kurzen zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt worden und somit ein lohnendes Ziel unserer Reise. Durch die brütende Mittagshitze stapften wir durch die Stadt zur Lebuh Chulia, in der unser nächstes Guesthouse war. Wir gönnten uns ein Zimmer mit Aircondition. Das war auch verdammt nötig! Im Erdgeschoss des Stardust Guesthouse war ein kleines Café/Restaurant. Dort genehmigten wir uns eine kleine Erfrischung. Ein neues Lieblingsgetränk ward entdeckt: Mango Lassi. Mit Tränen der Glückseligkeit in den Augen genoss Isa diese flüssige Droge. Wir hatten die Hoffnung schon aufgegeben eines dem Coconut-Banana-Shake ebenbrütiges Getränk zu finden. Nun gönnten wir uns zweimal täglich diese Geschmacksexplosion.
Der nächste Tag war genauso heiß. Unser eiskalter Frühstückslassi hielt nicht lange vor à Flo´s T-Shirt pitschnass, Isa´s Nase ein Scheißwasserfall, so gingen wir die Love Lane (wird ausgesprochen Loooooooooooove Lane) hinunter.

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Looooooooooooooooooooooooooooooove Lane

An der Promenade stärkten wir uns mit einem geilen Fleischspieß und weiter gings zum Fort Cornwallis.

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Feuer!!!

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Kanone mit Munition

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Flo mit Gewehr und Hut neben Statue

Das Fort ist noch gut erhalten und lohnt für einen kurzen Ausflug genauso wie das Pinang Peranakan Mansion.

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Perkanakan Mansion von außen

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So stand wohl auch der einstige Besitzer am Balkon

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Isa hebt die Lunchbox an

Die Stadtvilla ist zu einem Museum umgebaut worden und bietet einen schönen Einblick in das Leben einer reichen Händlerfamilie des 18./19. Jahrhunderts. Ein witziger und wortgewandter Guide verstand sich gut darin dies zu vermitteln. Eigentlich wollten wir gar nicht rein gehen. Nur zufällig kamen wir dort vorbei und dem Hitzschlag nahe hofften wir dort  klimatisierte Räumlichkeiten vor zu finden. Der Rest des Tages verlief sehr geruhsam. Es hatte angefangen zu regnen, also verzogen wir uns ins Zimmer und schliefen eine Runde. Nun zum Essen gingen wir noch mal kurz raus. Gut so, ein neues geiles Getränk entdeckt: Ginger Tea mit Milch.
Ganz im Zeichen des Essens stand der nächste Tag. Wir wollten einige ausgewählte Stationen des Foodtrails ansteuern. Vorher aber noch einen Frühstücks-Mango Lassi. Kurz unterhielten wir uns noch mit einem deutschen Pärchen am Nachbartisch und dann gings los. Unseren ersten Happen nahmen wir in einer Bäckerei zu uns. Peanut Pancake hieß unsere zweite Station und sie war den weiten Weg wert. Leider gab es einige Foodcourts die wir abklappern wollten nicht mehr. So irrten wir etwas durch die Stadt. An der nächsten Station gab es dann leider gleich zwei Enttäuschungen. Malzige Saucen sind nicht so unser. Dann doch lieber wieder im Guesthouse einen Mango Lassi. Abend haben wir uns mit Marina und Boris, den bereits oben erwähnten Deutschen, zu einem verhängnisvollen Abend verabredet. In einer Reggae-Bar nahmen wir einen Lemon Ice Tea zu uns. Später spielten wir in unserem Zimmer noch der Große Dalmuti. So sollte es die nächsten Tage noch weiter gehen, da wir fortan einen engen Kontakt pflegten.
Der nächste Tag begann wieder mit einem geilen Lassi und ab auf den Foodtrail. Zimtschnecken, vegetarisches Frühstück und leckeren Kaffee (viel zu selten hier). Dann haben wir uns wieder etwas Kultur gegönnt und sind ins Penang Museum gegangen (bei 25 Cent pro Person kann man das gerne mal machen). Am Abend nahm dann unsere verhängnisvolle Bekanntschaft mit Boris und Marina ihren Fortgang. Ab in ne Bar und schön Bier getrunken… schön wärs! Der Alkohol hier ist verdammt teuer, deswegen ist es wieder mal bei einem Eistee geblieben. Mehr oder weniger (weniger!) brillant haben wir dann zwei Runden Pool gespielt. Immerhin hat Flo zweimal die Schwarze eingelocht, aber nur einmal gewonnen… Es beschlich uns wieder der Hunger und wir gingen zum Inder (fast alle Restaurants scheinen hier indisch zu sein). Der Laden roch zwar etwas nach Pipi, aber die Rotis (Brote, sehr dünn und in viel Fett gebraten. Vor allem mit Füllung sind sie super. Mit Zwiebel und Ei drin schmecken sie wie Rührei, geil!) sind super! Den Rest verbrachten wir wieder mit dem Großen Dalmuti. Großartiges Spiel. Das war unser letzter Abend in Georgetown.
Wie kann ein neuer Tag besser beginnen, als mit einem geilen Mango Lassi? Mit zwei geilen Mango Lassis! Und runter damit. Mit etwas Wehmut verabschieden wir uns von Marina und Boris, die uns noch bis zur Fähre brachten.

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Der Hafen von Georgetown

Es sollte aber kein Abschied für immer sein, soviel sei gesagt. Verfolgt also fleißig weiter unseren Blog, wenn es in den Cameron Highlands mit Boris und Marina weiter geht!
Was lässt sich abschließend zu Georgetown sagen… Sehr schöne Stadt! Die Hitze hat uns aber während der gesamten Zeit hier arg zugesetzt, sodass wir doch relativ wenig unternommen haben. Trotzdem denken wir, dass wir viel gesehen haben.

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Kleiner Uhrturm

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Christlicher Friedhof

Jeder Straßenzug hatte es in sich. Besonders die Häuserreihen im Kolonialstil begeisterten uns. Und auch dass alles etwas heruntergekommen ist, störte uns nicht, es verstärkte eher den Charme der Stadt.

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Heruntergekommener Straßenzug

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Ruine

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Ein Haus

Für alle die nach Malaysia wollen sei gesagt: Diese Stadt ist ein Muss!

Thailand, das Fazit

Sonntag, April 11th, 2010

Thailand (10.03.2010 – 01.04.2010)

Etwas länger als drei Wochen waren wir nun in Thailand unterwegs und es wird Zeit unser Fazit zu ziehen. Wie mag jedoch unsere Beurteilung ausfallen… Welche vernichtende Kritik wird diesem Land wiederfahren… Oder sind wir doch dazu geneigt gnädig zu urteilen… Ja, auf jeden Fall. Das waren wirklich drei sehr schöne Wochen in denen wir viel gesehen haben.

Hier ein paar Highlights:

1. Das Essen

Jeden Tag begann unsere Suche nach neuen Geschmackserlebnissen. Unsere Unerschrockenheit und Experimentierfreudigkeit wurden stets belohnt. Unsere persönlichen Favorits sind: Gebratene Nudeln (die Besten gab es im Zug von Ratchaburi nach Prachuap Khiri Khan), Gebratener Reis, Sticky Reis Mango (Prachuap Khiri Khan), Coconut-Banana-Shake (Koh Tao), Massaman Curry (Koh Tao/ sehr scharf aber auch unendlich lecker), Nudelsuppe (Ratchaburi), Getränke mit Eis im Palstikbeutel (lässt sich viel besser als im To-go Becher tragen und sieht lässig aus)

k800_img_0087.JPG                    k800_img_9459.JPG                           k800_img_9786.JPGNudelsuppe                                Essensstände                                    Isa mit einem Coconut-Banana-Shake

2. Tauchen

Ein fantastisches Erlebnis! Fische, Wasser, gleiten, alles entspannt genießen!

3. Das Wetter

Auch wenn uns häufig der Schweiß übers Gesicht, Rücken, Beine, Arme, ganzer Körper rann, es ist einfach nur geil morgens aufzustehen und einen strahlend blauen Himmel zu sehen.

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Ohne Worte…

4. Die Leute

Besonders in den touristenfernen Regionen haben wir die Freundlichkeit der Menschen zu schätzen gelernt. So freut man sich über neugierige Blicke und ein freundliches scheues Lächeln als Fremder doch sehr.

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Verkäuferin wirft sich in Pose

5. Geld

Alles spottbillig. Was sollen wir anderes sagen, so macht Geldausgeben Spaß!

6. Viele nette Bekanntschaften

Als Backpacker ist man nie alleine und man freut sich doch schon sehr wenn man abends mal mit neuen Freunden ein Bier trinken gehen kann.

7. Nachtmarkt

An diesem Ort kommt man abends nach Sonnenuntergang zusammen. Unzählige Essenstände, ein Essen sieht geiler als das andere aus. Das werden wir mit Sicherheit vermissen.

Es gibt aber immer auch negatives zu berichten:

1. Aufdringlichkeiten

Man geht morgens aus dem Guesthouse um sich ein leckeres Frühstück zu suchen. Über zehn Straßen hinweg stürzen sich die Geier plötzlich auf einen: „Tuk Tuk! Taxi! Where are you going to? Tuk Tuk! Buy something! Tuk Tuk! Tuk Tuk!!!!” Das kann einem schon manchmal die gute Laune rauben.

2. Verarsche

Immer musst du auf der Hut sein. Jeder will dich hops nehmen und ein paar extra Scheine aus deinem Portemonnaie ergattern.

3. Die Luft

Vor allem in großen Städten (Bangkok) ist die Luft oft sehr beschissen. Überall stinkt es. Und das mit der Temperatur in Kombination…

4. Schmotz

Es muss ja nicht alles desinfiziert sein was ich anfassen will, aber ein bisschen sauberer wäre schon nett. Leider haben die Thailänder offenbar kein Umweltbewusstsein. Überall liegt Müll herum. Echt schade. Dabei ist das Land so schön!

5. Kein Käse

Wenn nicht bald ein vernünftiger Saint Albray auf unseremBrot liegt, verkaufen wir unsere Seelen an den Teufel!

Insgesamt hat sich unsere Zeit in Thailand sehr gelohnt. Hoffentlich geht es in Malaysia so weiter!

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Bye Thailand!

Die nackte Wahrheit: Flo beim Reisen

Sonntag, April 11th, 2010

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So sieht Flo nach kürzester Zeit in einem thailändischen Bus aus. Möchte jemand mal anfassen? Lecker Schweiß!

Hat Yai – Songkhla – Hat Yai

Sonntag, April 11th, 2010

Hat Yai – Songkhla – Hat Yai (30.03.2010 – 01.04.2010)

Unsere letzte Etappe in Thailand war wenig spektakulär und soll hier nur kurz beschrieben werden. Mit dem Bus ging es von Krabi Richtung Südosten, also wieder zur Ostküste zurück. In Hat Yai angekommen sprach uns eine Thailänderin an mit der wir schon zusammen im Bus gesessen haben. Auch sie wollte nach Songkhla und bot uns ihre Hilfe an. Ihr Name war Sea und sie konnte ein sehr gutes und verständliches Englisch sprechen. Das lag wohl daran, dass sie in London Anglistik studiert hatte. Sie zeigte sich sehr interessiert an uns und freute sich darüber, dass wir in ihre Heimatstadt kamen. Die kurze Fahrt im Minibus noch Songkhla unterhielten wir uns mit ihr. Ein bisschen Misstrauisch wurden wir jedoch, als sie uns sagte, dass sie unsere Fahrkarten mit bezahlen wolle. Bahnte sich da schon wieder böses an? Nein, sie war einfach nur nett und anscheinend stinkreich. Also dann: Vielen Dank Sea! In der Stadt angekommen hat uns eine freundliche Niederländerin an ein günstiges und wohl auch sehr gutes Hotel verwiesen. Die Angegebene Adresse fanden wir auch. Nur war es kein Hotel sondern ein Guesthouse und die Hausnummer nicht 14 sondern 12. Da wir aber nichts anderes fanden, schoben wir diese Abweichungen auf die allgemeinen thailändischen Ungenauigkeiten und zogen dort für zwei Tage ein. Das bereuten wir später ein wenig, da das Bett sowas von unbequem war; Wellenförmig durchgelegen und Steinhart. Außerdem waren wir echt blöd, wir hätten einfach nur ein Haus weiter gehen müssen und hätten das eigentlich gemeinte Hotel gefunden, unter der Hausnummer 14. Das sah auch viel schöner aus und war auch noch günstiger. Egal, unsere Vermieter waren sehr nett und wir hatten wieder free Wlan und Wäscheservice! Tja, was hat Songkhla zu bieten? Einen vermüllten Strand zum Beispiel. Erst am zweiten Tag entdeckten wir die kleine saubere Bucht, aber am nächsten Tag wollten wir ohnehin wieder abreisen. Was noch? Affen die so verwöhnt sind, dass sie außer frischen Mangos nicht mehr essen wollen. Eine frische Brise, sodass man sich mal entspannt in die Sonne legen konnte ohne einen Hitzschlag zu bekommen. Wunderschöne, riesig  Bäume wie aus Avatar. Einen fetten Partybus der nach Hat Yai fährt und genau den nahmen wir auch. Einen Tag wollten wir dort noch zum letzten günstigen shoppen in Thailand nutzen. Leider zu viel Markengepansche. Am nächsten Morgen ging unser Zug schon sehr früh. Auf Wiedersehen Thailand!

Krabi

Sonntag, April 4th, 2010

Krabi (26.03  – 29.03)

Früh am Morgen stiegen wir auf den Katamaran welcher uns von Koh Tao nach Koh Samui bringen sollte. Es war als würde man eine Gefriertruhe aufmachen und sich hineinlegen. Die Klimaanlage gab sich wirklich alle Mühe uns schön blau und hart zu machen und wir Idioten platzieren uns genau unter einer. Wir hatten jedoch Glück und mussten uns die Zehen nicht entfernen lassen. Auf Koh Samui wurden wir von den Mitarbeitern der Fähre aufmerksam zu unserem nächsten Vehikel gebracht. Die Reise schien gut organisiert zu sein (da wir uns mal eine stressfreie Reise gönnen wollten und in Eigenregie nur wenig günstiger davongekommen wären, haben wir eine komplette Tour gebucht bis zu unserem Bestimmungsort Krabi). Dann fing das Chaos aber an. Von dem einen Bus wurden wir in den nächsten geschoben und wir fragten uns: Warum überhaupt in einen Bus steigen? Wir wollen doch nicht auf Koh Samui bleiben, sondern aufs Festland übersetzen. Wie sich herausstellte gab es noch einen anderen Hafen auf der Insel. Dort fuhr unsere Fähre. Wie jedes Mal wenn wir in einen Wagen in Thailand steigen, gerieten wir auch dieses Mal wieder an einen Hobby Formel 1 Fahrer/ Kamikaze-Fahrer. „Mein Wagen hat Raketenantrieb, deswegen kann ich 20 Meter Fahrzeuglücken im Gegenverkehr nutzen um zu überholen!“ Wie ihr an diesem Eintrag erkennen könnt leben wir noch, manchmal wachen wir jedoch nachts Schweißgebadet auf… Das liegt an der Hitze, an das Verkehrsverhalten haben wir uns gewöhnt. Jedenfalls brachte uns der Wagen zum anderen Anleger. Dort hielten wir plötzlich an. Unser Fahrer ließ uns den Namen einer Reisegesellschaft mehrfach wiederholen. Als er damit zufrieden war warf er uns aus dem Wagen, deutete in eine Richtung in die wir gehen sollten, startete die Einspritzpumpe seines Wagens welche in Sekundenschnelle Literweise Kerosin in die Turbine leitete und weg war er (so oder ähnlich hat es sich zugetragen). Nun standen wir da und hatten nur eine grobe Ahnung… kaum Ahnung… eigentlich keine Ahnung was wir nun machen sollten. Wir gingen auf einen Bus der vom Fahrer beschriebenen Reisegesellschaft zu und sagten dem Fahrer wo wir hin sollten. Er deutet in die entgegengesetzte Richtung. Okay, wir kehrten um und hielten Ausschau nach dem Büro der Gesellschaft deren Namen wir zuvor geübt hatten. „Tuk Tuk!“ rief man uns entgegen. Wir wehrten den Ansturm sofort wieder ab. Die Tuk Tuk Fahrer ließen aber nicht locker und wollten unser Ziel erfahren. Wir sagten es ihnen. Uns wurde nun ein Weg beschrieben, der uns tiefer in die Stadt bringen sollte. Hm… Wir gingen weiter. Unser Unwohlsein wurde immer stärker. Wo zum Teufel schicken uns die Leute hin? Nach nochmaligen Nachfragen bei weiteren Personen fanden wir schließlich unser Ziel. Wir sollten wieder umkehren und zum Bus am Pier zurückgehen, der soll uns nach Krabi bringen. Toll, dann wieder zurück. Endlich fühlte man sich dort für uns zuständig und wir konnten bald einsteigen. Mit der Autofähre ging es dann wieder zum Festland. Puh, das war geschafft. Mit dem Bus ging es dann nach Surat Thani, dort sollten wir nochmal umsteigen und saßen schließlich im Bus nach Krabi. Unser Plan von einer stressfreien Reise ist nicht wirklich aufgegangen, aber wenigstens sind wir irgendwann auch in Krabi angekommen und sogar in unserem favorisierten Guesthouse untergekommen. Mit im Preis war der freie W-LAN Zugang (das wurde ausgiebig genutzt!).

Nächster Tag, schön ausgeschlafen. Unser Reiseführer hielt einen guten Tipp fürs Frühstück bereit. Ein netter Coffee Shop (Isa: mit schlechtem Kaffee) mit freundlichen Servicekräften einer guten (Isa: großen) Auswahl an Kaffeegetränken sowie einem breit gefächertes Angebot an Speisen erwartete uns. Und was bestellt sich Isa, Haferschleim! Trotzdem/ deswegen war das Frühstück gut und wir fühlten an diesem Morgen ein kleines Stück Heimat wieder. Leider mussten wir zu unserem Verdruss feststellen, das Krabi über keinen Strand verfügt. Aber auch wenn das Wasser hier ist eine braune Brühe mit… interessantem Geruch, da hätte man sich nicht hinlegen wollen. Wir machten also einen Spaziergang und wollten Richtung Hafen. Wir verliefen uns und irrten durch die Pampa. Zum Glück hatten wir einen Kompass (Vielen Dank ans FuK-Team!) dabei, der uns dabei half wieder zurück in die Zivilisation zu finden. Die Hitze war mörderisch und wir holten uns einen Mangoshake. Das Einzige was man ihm zugestehen musste war, dass er kalt war. Der erste Shake den wir nicht austrinken wollen/ konnten. Nach ein paar Stunden in der heißen Sonne war unser Spaziergang beendet und wir gingen zurück ins Guesthouse. Am Abend zog es uns dann zum Nachtmarkt. Eine breite Auswahl an Speisen und anderen Sachen wurden feilgeboten. Isa guckte sich alles an, alles! Trotzdem/ deswegen war es ein schöner Abend mit viel neuem, leckeren Essen. Den nächsten Tag verbrachten wir ziemlich gammelig. Abends waren wir wieder auf dem Nachtmarkt. Isa kaufte sich ein… irgendwas zwischen Täschchen und Portemonnaie. Flo kaufte sich ein handgefertigtes braunes Lederportemonnaie für 5 €.

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Pancake-Mobil auf dem Nachtmarkt

Der nächste Tag fing mal wieder früh an. Wir hatten uns eine Tour gebucht, die James Bond Tour, Badabäääämm! Mit einem Minibus fuhren wir erst mal 2 Stunden nordwärts. An einem kleinen Steg wurden wir von unserer Tourguide in Empfang genommen. Wir befanden uns in einer Bucht äh Flussmündung äh Fjord… keine Ahnung, auf jeden Fall war da viel Wasser

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Isa und Flo auf dem Boot

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Floating Village und krasser Brocken

Mit einem verdammt lautstarken Longtail führen wir den Fluss/ Fjord/ Bucht hinauf und hielten kurz in Sichtweite der Floating Village. Die Stadt wurde vor über 200 Jahren in den Fluss/ Fjord/ Bucht gebaut, wie uns erklärt wurde. Später wollten wir dort Mittagessen, aber erst mal weiter. Dann kam er endlich, der James Bond Felsen. Für alle die nicht jeden Bond Film bereits 20 mal gesehen haben diese kurze Erklärung. Dieser Felsen und die direkt daneben liegende Insel waren Schauplätze für den Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“, mit Roger Moore als Bond. Von Plakaten her kannten wir den Felsen schon. Aber wie es immer so ist, in Wirklichkeit ist alles viel kleiner und unspektakulärer.

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Der Hulk mit dem James Bond Felsen

Das spannende an der Insel waren die Höhlen mit ihren Fledermäusen.

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Isa in der Fledermaushöhle

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Spiderflow

Dann ging es mit dem Boot weiter. Die Landschaft hier ist echt mal genial. Das Wasser ist gesäumt von vielen steil aufragenden Klippen. In der Floating Village gab es ein schönes Mahl mit Reis, Cashewnüssen, Gemüse und frittierten Shrimps. Dann hatten wir noch Zeit uns die Stadt etwas anzusehen.

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Steg in der Floating Village

Was wir erblickten waren allerdings nur eine Aneinanderreihung von Verkaufsständen für Touristen. Mit Isa´s Verhandlungsgeschick konnte Flo sich ein Backgammon/Schachspiel relativ günstig erstehen. Als wir so durch die Gassen gingen sprachen uns immer wieder Leute an die etwas verkaufen wollten. Andere gingen etwas direkter zu Werke und Zack hatte Isa einen Babyaffen auf dem Arm. Seine (laut Isa) matschigen Hände umschlangen Isa ängstlich. Der Anblick war allerdings sehr putzig wie er da so hing mit seinem Windelpopo und dem Schwanz der herausragte. Die Frau fing an uns zu bedrängen: „Take a picture! Take a picture!“ Wann immer dich jemand drängt, hat es immer Folgen für deinen Geldbeutel. Also schnell das Affenbaby zurück und weiterziehen. Wie sich herausstellte hat einer aus unserer Reisegruppe ein Foto mit einem Affen machen lassen und sollte 200 Baht zahlen (5€!). Mit dem Boot ging es dann wieder zurück zu unserem Wagen der uns zum Affentempel brachte. Der Tempel ist in eine riesige Höhle errichtet worden in der ein großer liegen Buddha ist.

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Liegender Buddha im Affentempel

An einem kleinen Verkaufsstand konnte man sich Minibananen kaufen, die man dann an die Affen verfüttern konnte. Ein wirklich lustiges Schauspiel!

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Frecher kleiner Affe

Kaum hatte jemand ein paar Bananen in der Hand, da stürmten schon die ersten Affen auf sie zu. Dabei hatten sie keinerlei Scheu den Leuten auf die Schultern zu springen. So hingen teilweise vier Affen an einer Person, die mit ihren kleinen (matschigen) Händen nach den Bananen griffen. Unsere letzte Station an diesem Tag war ein Wasserfall. Über eine schmale lange Treppe gelangten wir zum Bassin in der das Wasser plätscherte. Ein wunderschöner Ausblick!

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Der Wasserfall

In weiser Voraussicht hatten sich einige Leute Badeklamotten mit genommen und stürzten sich ins erfrischende Wasser. Isa war mit dabei und konnte sich unter den kühlen Strom des Wasserfalls stellen. In dem Becken schwammen viele kleine Fischis die, wenn man still hielt, sich gierig daran machten Füße und Beine von Hautschuppen zu befreien. In Bangkok musste man für so eine Behandlung tief in die Tasche greifen. Isa genoss es umsonst. Auf unserer Rückfahrt wurden wir Zeuge eines fetten Wolkenbruchs. Wenn es hier regnet, dann richtig! Die Tour bildete einen gelungenen Abschluss für unseren Aufenthalt in Krabi.