Koh Tao, in der Chalok Bucht

Chalok Bucht (23.03. – 25.03.)

Da die Tauchtage doch sehr anstrengend waren und der Trubel auf unserem Strand sehr groß war, haben wir uns dazu entschlossen noch ein paar Tage etwas abseits der Massen zu verbringen. Aber wo hin? Der Reiseführer konnte uns dabei nur bedingt weiter helfen. Wir mussten die Inseln und die verschiedenen Buchten also selbst erkunden. Flo´s große Stunde war gekommen. Die unzähligen Stunden und das massig ausgegebene Geld zur Erlangung des Führerscheins sollten endlich ihren Nutzen finden, denn wir planten die Insel mithilfe eines geliehenen Rollers zu erkunden. Am Verleih angekommen wartete Flo auf seine große Stunde. Der Führerschein griffbereit um ihn sofort jedem mit Stolz vorzeigen zu können! Der mit viel Schweiß und Fleiß erlangte Lappen wartete darauf endlich Tageslicht zu sehen um einer Überprüfung die Stirn zu bieten. Der Moment war nahe und näher und… Nicht da. In Wirklichkeit hatte Flo ihn in unserem Zimmer vergessen, aber das tat auch nichts zur Sache, denn keine Sau hat es interessiert ob er berechtigt ist dieses Gefährt überhaupt zu fahren. Solange das Cash stimmt ist alles egal. So konnten wir auch etliche Kinder (ungelogen höchstens 13 Jahre alt) beobachten wie sie mit 40 Sachen über die enge Promenade heizten. Nach einer kurzen Einweisung in die Bedienung des Gefährtes ging es los. Erst mal zur Tanke. Dort wurde uns von einem um unser Wohl bemühtem Tankwart empfohlen den Tank voll zu machen. Als wir den Roller am Abend wieder abgaben stand die Nadel immer noch auf Voll, obwohl wir die ganze Insel abgefahren sind. Und schon wieder verarscht worden. Aber nicht so schlimm, die Tankfüllung hat uns 2 € gekostet. Nach ein paar anfänglichen Wacklern und der langsamen gedanklichen Umstellung von Rechts- auf Linksverkehr sind wir dann zügig über die Insel geflitzt. Bereits in unserer zweiten Bucht haben wir unseren nächsten Aufenthaltsort gefunden. Wir blickten auf eine wunderschöne Bucht mit einem weißen Sandstrand.

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Die Bucht Chalok

Das wichtigste aber: Kaum Leute zu sehen. In dieser Abgeschiedenheit wollten wir die letzten drei Tage auf Koh Tao verbringen. Das Tropicana Resort, in dem wir untergebracht waren, ist eine wunderschön gepflegte Anlage mit vielen Palmen und Grünflächen, sauberen und gemütlichen Bungalows, mit einem guten Blick auf die Bucht.

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Der Blick von unserem Bungalow

Das Personal konnte super Englisch sprechen und wir fühlten uns wohl umsorgt und gut aufgehoben. Bevor wir jedoch eincheckten, wollten wir mit dem Roller noch etwas rumfahren und die Insel erkunden. Wir hatten im Reiseführer von wunderschönen abgeschiedenen Stränden auf der anderen Seite der Insel gelesen. Leider gab es da ein paar Probleme. Diese Orte sind nicht so gut an die Infrastruktur angeschlossen. Gutgläubig wie wir waren, versuchten wir es trotzdem. Solange die Straße asphaltiert war ging auch alles noch gut, auch wenn die zu überwindenden Steigungen den Motor doch zum Wimmern brachten. Plötzlich war jedoch schluss mit lustig, denn die Straße wurde zu einem Weg, der Asphalt zu Schotter und die Steigung ≥ 90°. Wir hielten an. Zwei mutige junge Burschen fuhren mit ihren Motocrossmaschinen an uns vorbei. Okay, wenn wir vorsichtig fahren, können wir es auch schaffen. Eine Biegung weiter sahen wir die beiden wieder stehen. Der eine hatte sich offenbar langgelegt und versuchte ohne selbst dabei zu stürzen, seine Maschine wieder aufzurichten. „Very Dangerous!“ rief uns der eine zu. Okay, das lassen wir wohl besser sein. Auch versuche die hohen Berge auf Koh Tao an anderer Stelle zu überqueren scheiterten kläglich an denselben Gründen. Schade! Den Rest des Tages chillten wir am Strand und ließen uns Abends mit einem Jeep zu unserer Unterkunft fahren.

Den nächsten Tag gingen wir sehr geruhsam an. Gemütlich in einer Hängematte schaukelnd lasen wir ein wenig und gaben uns unserer Trägheit bedingungslos hin. Am Nachmittag rafften wir uns schließlich auf um am Strand weiter zu chillen. Dort angekommen waren wir jedoch sehr enttäuscht. Die Ebbe hatte eingesetzt und der gestern noch wunderschöne Strand enthüllte seine Schattenseiten. Schlammiger Sand wo vorher noch blaues Wasser war. Da hatten wir keine Lust zu liegen und beschlossen etwas am Wasser entlang zu spazieren, doch auch das war nicht so schön, da das Wasser nicht so klar war wie an unserem ersten Strand. Darum beschlossen wir am nächsten Tag ein Kajak zu mieten und in eine andere Bucht zu paddeln. Am Abend entdeckten wir einen coolen Reggaeschuppen. Dort ließen wir uns nieder und bestellten uns Pizza und Alster („ 1 Beer, 1 Sprite and a Glas please“). Stellt euch Bob Marley als Thai vor und ihr wisst wen wir hinterm Tresen stehen sahen. Allerdings auch nicht so lange, da wir plötzlich gar nichts mehr sahen. Kaum hatten wir das erste Pizzastück im Mund, da viel auf der ganzen Insel der Strom aus. Etwa ne halbe Stunde dauerte dies noch an und wiederholte sich am folgenden Tag nochmal.

Nach einem ausführlichen Aufenthalt im Internetcafe (um euch mit neuesten Bildern und Texten zu versorgen) gingen wir zum Strand und mieteten wie geplant ein Kajak. Wir um paddelten große Felsen und gelangten in die nächste Bucht, welche leider nur einen Privatstrand hatte.

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Hier sind wir einmal rum gepaddelt

Also beschlossen wir umzukehren. Plötzlich rief Isa aus: „Ein Hai!“ Flo blickte sich um, konnte aber leider nichts erkennen. Nur 4 Meter soll er von uns entfernt gewesen sein und seine Rückenflosse war nur kurz über der Wasseroberfläche zu sehen. Wir warteten noch einige Minuten, er tauchte aber nicht mehr auf. Also paddelten wir zu einem kleinen Strand an dem wir uns niederließen, lasen, schliefen und entspannten. Erst als die Sonne schon beträchtlich tief stand, sind wir zurück gepaddelt. In dem resorteigenen Restaurant haben wir dann ein mäßiges Abendessen zu uns genommen. Was sie aber drauf haben sind Coconut-Banana-Shakes. Dem Himmel sein Dank!

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So geht die Sonne in Thailand unter

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