Archive for März, 2010

Koh Tao, in der Chalok Bucht

Dienstag, März 30th, 2010

Chalok Bucht (23.03. – 25.03.)

Da die Tauchtage doch sehr anstrengend waren und der Trubel auf unserem Strand sehr groß war, haben wir uns dazu entschlossen noch ein paar Tage etwas abseits der Massen zu verbringen. Aber wo hin? Der Reiseführer konnte uns dabei nur bedingt weiter helfen. Wir mussten die Inseln und die verschiedenen Buchten also selbst erkunden. Flo´s große Stunde war gekommen. Die unzähligen Stunden und das massig ausgegebene Geld zur Erlangung des Führerscheins sollten endlich ihren Nutzen finden, denn wir planten die Insel mithilfe eines geliehenen Rollers zu erkunden. Am Verleih angekommen wartete Flo auf seine große Stunde. Der Führerschein griffbereit um ihn sofort jedem mit Stolz vorzeigen zu können! Der mit viel Schweiß und Fleiß erlangte Lappen wartete darauf endlich Tageslicht zu sehen um einer Überprüfung die Stirn zu bieten. Der Moment war nahe und näher und… Nicht da. In Wirklichkeit hatte Flo ihn in unserem Zimmer vergessen, aber das tat auch nichts zur Sache, denn keine Sau hat es interessiert ob er berechtigt ist dieses Gefährt überhaupt zu fahren. Solange das Cash stimmt ist alles egal. So konnten wir auch etliche Kinder (ungelogen höchstens 13 Jahre alt) beobachten wie sie mit 40 Sachen über die enge Promenade heizten. Nach einer kurzen Einweisung in die Bedienung des Gefährtes ging es los. Erst mal zur Tanke. Dort wurde uns von einem um unser Wohl bemühtem Tankwart empfohlen den Tank voll zu machen. Als wir den Roller am Abend wieder abgaben stand die Nadel immer noch auf Voll, obwohl wir die ganze Insel abgefahren sind. Und schon wieder verarscht worden. Aber nicht so schlimm, die Tankfüllung hat uns 2 € gekostet. Nach ein paar anfänglichen Wacklern und der langsamen gedanklichen Umstellung von Rechts- auf Linksverkehr sind wir dann zügig über die Insel geflitzt. Bereits in unserer zweiten Bucht haben wir unseren nächsten Aufenthaltsort gefunden. Wir blickten auf eine wunderschöne Bucht mit einem weißen Sandstrand.

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Die Bucht Chalok

Das wichtigste aber: Kaum Leute zu sehen. In dieser Abgeschiedenheit wollten wir die letzten drei Tage auf Koh Tao verbringen. Das Tropicana Resort, in dem wir untergebracht waren, ist eine wunderschön gepflegte Anlage mit vielen Palmen und Grünflächen, sauberen und gemütlichen Bungalows, mit einem guten Blick auf die Bucht.

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Der Blick von unserem Bungalow

Das Personal konnte super Englisch sprechen und wir fühlten uns wohl umsorgt und gut aufgehoben. Bevor wir jedoch eincheckten, wollten wir mit dem Roller noch etwas rumfahren und die Insel erkunden. Wir hatten im Reiseführer von wunderschönen abgeschiedenen Stränden auf der anderen Seite der Insel gelesen. Leider gab es da ein paar Probleme. Diese Orte sind nicht so gut an die Infrastruktur angeschlossen. Gutgläubig wie wir waren, versuchten wir es trotzdem. Solange die Straße asphaltiert war ging auch alles noch gut, auch wenn die zu überwindenden Steigungen den Motor doch zum Wimmern brachten. Plötzlich war jedoch schluss mit lustig, denn die Straße wurde zu einem Weg, der Asphalt zu Schotter und die Steigung ≥ 90°. Wir hielten an. Zwei mutige junge Burschen fuhren mit ihren Motocrossmaschinen an uns vorbei. Okay, wenn wir vorsichtig fahren, können wir es auch schaffen. Eine Biegung weiter sahen wir die beiden wieder stehen. Der eine hatte sich offenbar langgelegt und versuchte ohne selbst dabei zu stürzen, seine Maschine wieder aufzurichten. „Very Dangerous!“ rief uns der eine zu. Okay, das lassen wir wohl besser sein. Auch versuche die hohen Berge auf Koh Tao an anderer Stelle zu überqueren scheiterten kläglich an denselben Gründen. Schade! Den Rest des Tages chillten wir am Strand und ließen uns Abends mit einem Jeep zu unserer Unterkunft fahren.

Den nächsten Tag gingen wir sehr geruhsam an. Gemütlich in einer Hängematte schaukelnd lasen wir ein wenig und gaben uns unserer Trägheit bedingungslos hin. Am Nachmittag rafften wir uns schließlich auf um am Strand weiter zu chillen. Dort angekommen waren wir jedoch sehr enttäuscht. Die Ebbe hatte eingesetzt und der gestern noch wunderschöne Strand enthüllte seine Schattenseiten. Schlammiger Sand wo vorher noch blaues Wasser war. Da hatten wir keine Lust zu liegen und beschlossen etwas am Wasser entlang zu spazieren, doch auch das war nicht so schön, da das Wasser nicht so klar war wie an unserem ersten Strand. Darum beschlossen wir am nächsten Tag ein Kajak zu mieten und in eine andere Bucht zu paddeln. Am Abend entdeckten wir einen coolen Reggaeschuppen. Dort ließen wir uns nieder und bestellten uns Pizza und Alster („ 1 Beer, 1 Sprite and a Glas please“). Stellt euch Bob Marley als Thai vor und ihr wisst wen wir hinterm Tresen stehen sahen. Allerdings auch nicht so lange, da wir plötzlich gar nichts mehr sahen. Kaum hatten wir das erste Pizzastück im Mund, da viel auf der ganzen Insel der Strom aus. Etwa ne halbe Stunde dauerte dies noch an und wiederholte sich am folgenden Tag nochmal.

Nach einem ausführlichen Aufenthalt im Internetcafe (um euch mit neuesten Bildern und Texten zu versorgen) gingen wir zum Strand und mieteten wie geplant ein Kajak. Wir um paddelten große Felsen und gelangten in die nächste Bucht, welche leider nur einen Privatstrand hatte.

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Hier sind wir einmal rum gepaddelt

Also beschlossen wir umzukehren. Plötzlich rief Isa aus: „Ein Hai!“ Flo blickte sich um, konnte aber leider nichts erkennen. Nur 4 Meter soll er von uns entfernt gewesen sein und seine Rückenflosse war nur kurz über der Wasseroberfläche zu sehen. Wir warteten noch einige Minuten, er tauchte aber nicht mehr auf. Also paddelten wir zu einem kleinen Strand an dem wir uns niederließen, lasen, schliefen und entspannten. Erst als die Sonne schon beträchtlich tief stand, sind wir zurück gepaddelt. In dem resorteigenen Restaurant haben wir dann ein mäßiges Abendessen zu uns genommen. Was sie aber drauf haben sind Coconut-Banana-Shakes. Dem Himmel sein Dank!

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So geht die Sonne in Thailand unter

Die nackte Wahrheit

Dienstag, März 30th, 2010

Auf unserer Reise wird nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen sein. Wir haben beschlossen euch auch daran zu beteiligen, an der nackten Wahrheit.

Die Fotos, die ihr von uns zu sehen bekommen werdet, zeigen nur die schönen Seiten von unserer Reise. Styling immer Top, alles immer schön. Aber wie bereits erwähnt, es ist hier tierisch heiß und die Sonne scheint den ganzen Tag. Über 30 Grad im Schatten! Die meiste Zeit sind wir verklebt, verschwitzt und dreckig. Selbst kurz nach dem Duschen (Wir nehmen zwei am Tag. Manchmal gehen wir noch zusätzlich baden) kleben wir wieder. Deo hilft nicht, der Gestank lässt sich nur begrenzen.

Die nackte Wahrheit: Fische füttern

Dienstag, März 30th, 2010

Nicht das man auf Koh Tao Probleme hätte Fische zu sehen, aber wenn man sie füttert, dann schießen sie aus allen Ecken auf dich zu. Wir haben gerade unseren ersten Tauchgang und sind fast am Ende. Unsere Tauchlehrer Matt macht gerade mit Isa eine Übung. Da merke ich es im Bauch grummeln. Der Burger vom Mittagessen! Schnell führte ich einen normalen Aufstieg durch. Nach 5 Sekunden war ich an der Oberfläche und Riss mir die Taucherbrille vom Kopf. Was nun passiert ist könnt ihr euch denken. Keine 2 Sekunden Schwamm der Burger an der Oberfläche als schon dutzende Fische in allen Größen und Farben auf ihn schossen. Innerhalb von 20 Sekunden hatten sie mein Mittagessen restlos vertilgt. Mir ging es schon besser, da das Mistding aus mir raus war, aber ich wünschte mir noch ein paar Reste zusätzlich hochzuwürgen um dieses einmalige Schauspiel nochmal zu bewundern.

Die nackte Wahrheit: Nicht alles schmeckt!

Dienstag, März 30th, 2010

Flo und ich waren in Prachuap Khiri Khan auf der Suche nach einem Frühstuck – Flo wollte Thai und ich Pancake oder Crepes. – auf jeden Fall süß. Letzten Endes haben wir uns für Reissuppe entschieden, also doch Thai. Die Konsistenz war eher breiig, also vielleicht doch was für mich? Nun ja nach dem ersten Löffel war ich froh, dass uns Wasser zum Essen gereicht wurde. Zu jedem Löffel gab es einen Schluck Wasser, so dass der Brei in den Ingwerstücke, Schweinefleisch, Salat und weitere Sachen eingerührt worden sind,  schnell die Geschmacksknospen nur so überflog und im Magen landete.
Flo und ich haben uns angewöhnt, dass Flo meine Reste aufisst, damit er nicht von Fleisch fällt und ich vielleicht endlich mal welches loswerde. Also hab ich angefangen gaaaaaanz langsam zu Essen, damit Flo auch einen ordentlichen Rest von mir erhält. Leider hat er den Plan durchschaut und sein Esstempo ebenfalls drastisch reduziert. Irgendwann (zu dem Zeitpunkt drohte sich der Boden meines Wasserglases bemerkbar zu machen!) grinste Flo mich an. Es hat sichtlichen Spaß daran gefunden mich diese Suppe essen zu sehen.  Was für ein Mistkerl! 😉 Nun ja, nach schier unendlich langer Zeit hat er sich dann doch ein Herz gefasst und mir dann mit meinem ungeplant kleinen Rest Reisbrei geholfen.

Die nackte Wahrheit: Wie vertreibt man eine Eidechse?

Dienstag, März 30th, 2010

Wir liegen gerade in unserem Zimmer in Prachuap Khiri Khan und chillen etwas. Plötzlich huscht etwas großes über die Wände ins Badezimmer. Todesmutig stelle ich (Flo) mich dem entgegen. Es ist eine Eidechse. Wie schon aus vorherigen Begegnungen mit dieser Spezies festgestellt wurde, sind diese Viecher sehr schnell und nicht zu fangen. Also, wie vertreibt man so ein Tier aus dem Zimmer? Isa hat die Antwort parat: Mit Licht! Also wird die Taschenlampe gezückt, um die Eidechse mit dem Lichtstrahl aus dem Zimmer zu treiben. Nichts geschieht. Versuchen wir es also auf meine Weise: Mit Schmerz! Ich baue mir also aus einer alten Zeitung Papierkugeln um die Eidechse damit außer Gefecht zu setzen oder wenigstens zu vertreiben. Isa hat inzwischen eine Zeitung zusammengerollt, ist auf einen Stuhl gestiegen und versuchte ihn damit zu verscheuchen. Da ich ihr den Ruhm nicht gönnen wollte, warf ich zusätzlich noch meine Kugeln. Isa´s Reaktion darauf war ein panischer Sprung vom Stuhl, mit einer Hechtrolle aufs Bett. „Ich dachte er hat sich fallen gelassen!“ war ihre ängstliche Reaktion. Tja, die Eidechse hat sich zwischen einen Holzbalken verzogen und ward nicht mehr gesehen. Die oben gestellte Frage hat uns also zwei Antworten gebracht. Wie vertreibt man eine Eidechse? Mit einer Zeitungsrolle. Wie vertreibt man Isa? Mit Papierkugeln.